
Proteste für bezahlbares Wohnen: Zeltlager in Madrid, Aktionen in Barcelona, Valencia und Palma
Die Räumung der 87-jährigen Maricarmen Abascal hat Proteste in mehreren spanischen Städten ausgelöst.
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Auf den Balearen ist der Bestand an Wohnungen mit gültiger Schutzbindung von 24.638 im Jahr 2011 auf 10.751 im Jahr 2025 gesunken. Das entspricht einem Netto-Rückgang um 13.887 Wohnungen oder 56,36 Prozent. Die Zahlen beschreiben eine langfristige Bestandsentwicklung und keine am Montag beschlossene Reform.

Der Waldbrand bei Igualeja ist seit Sonntagabend stabilisiert, aber nicht als gelöscht gemeldet. Das Confinamiento wurde aufgehoben. Die A-397 zwischen Ronda und San Pedro de Alcántara ist seit Montag um 06.00 Uhr wieder geöffnet; für MA-7304 und Carretera del Coto muss der Status weiter gesondert geprüft werden.

Die Räumung der 87-jährigen Maricarmen Abascal hat Proteste in mehreren spanischen Städten ausgelöst. In Barcelona wurden am Montagmorgen die Avinguda Meridiana, die Carretera de Sants und der Carrer de Còrsega zeitweise blockiert; die geplante Diagonal-Aktion wurde abgesagt. Für Dienstag wird ein Wohnungsdekret erwartet, dessen Inhalt und parlamentarische Mehrheit offen sind.

Alicantes Tourismus dürfte nach Einschätzung des Forschers Josep Ivars weiter wachsen. Zum Welttourismustag am Sonntag, 27. September 2026, forderte er im Gespräch mit Radio Alicante ein Gleichgewicht zwischen touristischer Entwicklung und der Lebensqualität der Bevölkerung. Dafür seien wirtschaftliche, soziale und ökologische Indikatoren nötig. Für Eigentümer von Ferienwohnungen ist vor allem die geplante, aber noch nicht verabschiedete städtische Regulierung relevant.

Eine Auswertung der Aliança per l’Aigua unterscheidet 98.452 Menschen in Gebieten mit als nicht genusstauglich eingestuftem Leitungswasser und weitere Gebiete mit wiederholten Grenzwertüberschreitungen. Zusammen betrifft dies bis zu 145.027 Einwohner. Die Zahlen beziehen sich auf 2025; eine allgemeine Warnung für alle Balearen besteht nicht.

Mallorcas Hoteliers sehen trotz stabilisierter Nachfrage weiterhin Spielraum für höhere Übernachtungspreise. FEHM-Präsident Javier Vich formulierte diese Branchenposition am Donnerstag, 24. September 2026, bei einer Tourismustagung. Er warb zugleich dafür, nicht mehr Gäste, sondern Besucher mit höherer Ausgabebereitschaft anzusprechen. Beschlossene Preiserhöhungen oder konkrete Zielwerte wurden nicht genannt.

Die balearische Regierung hat ihren Entwurf für ein neues Agrargesetz korrigiert. Agroestadas auf landwirtschaftlichen Fincas sollen höchstens sechs touristische Plätze umfassen – statt der zunächst erwogenen zehn. Der Text muss jedoch noch das Parlament passieren und kann dort geändert werden. Für Eigentümer besteht deshalb noch keine verlässliche Grundlage für Investitionen.

Auf den Balearen sind zwischen Dienstag, 22. September, und der Nacht zum Samstag mehrere Boote mit Migranten angekommen oder auf See entdeckt worden. Für Formentera ergibt die auf Behördenangaben beruhende Medienzählung bis Freitagmorgen 338 Menschen. In der Freitagnacht wurden zudem neun Personen bei Cala Santanyí und 26 südöstlich von Cabrera lokalisiert. Die Regionalregierung will im Oktober erneut in Brüssel über einen möglichen Frontex-Einsatz sprechen, beschlossen ist dieser jedoch nicht.
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