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Lanzarote: Strom nach Totalausfall zurück, Wasserversorgung noch gestört

Von Redaktion Spanienleben.de
Weiße Häuser auf Lanzarote mit Strommasten vor vulkanischer Landschaft

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

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Lanzarote: Strom nach Totalausfall zurück, Wasserversorgung noch gestört.

Stand: Samstag, 3. Oktober 2026, 13:25 Uhr MESZ, 12:25 Uhr auf den Kanaren. Die nachfolgend genannten Ereigniszeiten beziehen sich auf die kanarische Ortszeit am 3. Oktober.

Nach dem Stromausfall auf Lanzarote in der Nacht auf Samstag ist die Stromversorgung wiederhergestellt. Laut Endesa war sie um 07:13 Uhr „praktisch vollständig“ zurück, das Verteilnetz meldete das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt als vollständig wiederhergestellt. Weiter beeinträchtigt ist dagegen die Wasserversorgung auf Lanzarote und La Graciosa. Der Ausfall stoppte Entsalzungsanlagen und unterbrach die Trinkwasserproduktion. Auch nach der Rückkehr des Stroms sind deshalb am Samstag vorübergehende Wasserunterbrechungen und Druckabfälle möglich.

Stromausfall Lanzarote: Was in der Nacht geschah

Nach den Angaben, die Endesa der Nachrichtenagentur EFE übermittelte, begann die Störung um 05:40 Uhr in der Umspannstation Mácher. Dort öffneten sich sämtliche Schalter der Spannungsebene von 66 Kilovolt. Die Anlage gehört zum Übertragungsnetzbetreiber Red Eléctrica. Zunächst waren auf Lanzarote 15.595 Kundenanschlüsse betroffen. Die Wiederherstellung begann über Mittelspannungsverbindungen aus benachbarten Umspannstationen, abgestimmt mit Red Eléctrica. Diese Abfolge schildert die bei Infobae veröffentlichte EFE-Meldung.

Um 05:44 Uhr folgte laut Endesa ein Lastabwurf wegen Unterfrequenz. Dabei werden Stromverbraucher vom Netz getrennt, wenn die Netzfrequenz zu stark absinkt. Betroffen waren weitere 68.478 Kundenanschlüsse der Umspannstationen Bartolomé und Punta Grande. Zugleich wurde die gesamte Erzeugung des Kraftwerks vom Netz getrennt. Die Stromversorgung wurde anschließend schrittweise nach den Vorgaben von Red Eléctrica wieder aufgebaut.

Endesa beziffert die Gesamtzahl der beim Ereignis am Samstag betroffenen Kunden auf rund 84.000. Gemeint sind Anschlüsse beziehungsweise Versorgungspunkte, nicht Personen. Andere Veröffentlichungen nennen abweichende Größen: La Vanguardia und Diario de Avisos berichten von 73.600 betroffenen Kunden, Aguas de Lanzarote nennt laut La Voz mehr als 76.300. Die Angaben sind nicht einheitlich. Für die hier dargestellte technische Abfolge sind die detaillierten Angaben von Endesa gegenüber EFE maßgeblich.

Strom zurück, Süden blieb durchgehend versorgt

Trotz der Bezeichnung „cero energético“, also eines Zusammenbruchs des Stromsystems, war nicht jeder Teil Lanzarotes ohne Elektrizität. Endesa stellte ausdrücklich klar, dass der Süden der Insel während des gesamten Vorfalls durchgehend versorgt blieb. Die Bezeichnung Totalausfall darf daher nicht als Aussage verstanden werden, sämtliche Anschlüsse der Insel seien gleichzeitig ausgefallen.

Bei der Wiederherstellung unterscheidet das Unternehmen zwischen Versorgung und einzelnen Leitungen: Das Verteilnetz war nach seinen Angaben um 07:13 Uhr vollständig wiederhergestellt. Die Leitung Mácher-Tías 1 im Übertragungsnetz von Red Eléctrica blieb hingegen außer Betrieb. Außerdem wurde an einer unterirdischen 20-Kilovolt-Leitung der Umspannstation Punta Grande ein Kabelschaden festgestellt und rasch isoliert. Daraus ergibt sich kein fortdauernder flächiger Stromausfall.

Die abschließende Ursache des Vorfalls ist noch nicht geklärt. Endesa und Red Eléctrica untersuchen das Geschehen. Die beschriebenen Schaltvorgänge und der anschließende Lastabwurf dokumentieren den technischen Ablauf, erklären aber noch nicht abschließend, wodurch die Störung ausgelöst wurde. Eine gesicherte Ursachenzuschreibung liegt zum genannten Artikelstand nicht vor.

Warum die Wasserversorgung länger beeinträchtigt bleibt

Nach Angaben von Aguas de Lanzarote y La Graciosa führte der Stromausfall zum Stillstand der Entsalzungsanlagen und zur Unterbrechung der Trinkwasserproduktion. Die Rückkehr der Elektrizität bedeutet deshalb nicht, dass unmittelbar wieder überall Wasser mit normalem Druck ankommt. Die Anlagen benötigen einen erneuten Anlauf und eine anschließende Stabilisierung ihres Betriebs.

Wie La Provincia zur unterbrochenen Wasserproduktion berichtet, ist die Wasserversorgung Lanzarotes stark von Entsalzung abhängig. Das erklärt, weshalb die Folgen einer elektrischen Störung über deren eigentliche Dauer hinausreichen können. Stromversorgung und Wasserversorgung haben in diesem Fall unterschiedliche Wiederherstellungszeiten. Eine normalisierte Stromverteilung ist noch keine Bestätigung dafür, dass auch Produktion und Verteilung des Trinkwassers vollständig normal laufen.

Für Samstag bleiben deshalb örtliche Unterbrechungen, niedriger Wasserdruck und weitere Beeinträchtigungen auf Lanzarote und La Graciosa möglich. Auch der bereits veröffentlichte Plan vorgesehener Wasserabschaltungen kann sich durch den Vorfall ändern. Der Versorger arbeitet an der Wiederaufnahme der Produktion und an der Normalisierung der Versorgung. Dabei hat auch der Erhalt der verfügbaren Wasserreserven Vorrang.

Wasserlage in den Gemeinden: Angaben vom Morgen

Eine konkrete Übersicht veröffentlichte La Voz de Lanzarote unter Berufung auf den Wasserversorger. Die folgenden Angaben gelten ausdrücklich für den Stand um 08:30 Uhr am Samstag auf Lanzarote. Sie sind keine Bestätigung dafür, dass alle genannten Gebiete zum aktuellen Artikelstand weiterhin im selben Umfang ohne Wasser sind:

  • Teguise: Fast die gesamte Gemeinde war ohne Wasserversorgung. Ausgenommen waren Costa Teguise und Mozaga.
  • Tías: Die Versorgung war mit Ausnahme von Puerto del Carmen unterbrochen.
  • Haría: Für die gesamte Gemeinde wurde eine Unterbrechung gemeldet.
  • Arrecife: Mehrere Viertel waren ohne Wasserversorgung.
  • Tinajo: Gemeldet wurden nur die für Samstag bereits geplanten Abschaltungen.

In ihrem Bericht mit Stand 11:12 Uhr meldete La Voz, dass die Wasserversorgung wiederhergestellt werde, Unterbrechungen aber weiterhin aufträten. Damit ist eine laufende Erholung beschrieben, keine vollständige Entwarnung. Aus der morgendlichen Übersicht lässt sich auch nicht ableiten, wann einzelne Straßen oder Ortsteile wieder durchgehend versorgt werden. Ein belastbarer Zeitpunkt für die vollständige Normalisierung wird in den vorliegenden Angaben nicht genannt.

Vorwarnstufen bleiben wegen der Grundversorgung relevant

Das Cabildo versetzte den Inselnotfallplan PEIN wegen der Beeinträchtigung grundlegender Versorgungsleistungen in die Vorwarnstufe „prealerta“. Inselpräsident Oswaldo Betancort erklärte, die Entwicklung und mögliche Auswirkungen auf wichtige Dienste würden weiter beobachtet. Trotz wiederhergestellter Stromversorgung bleiben die zuständigen Dienste aktiv. Über diese fortgesetzte Einsatzbereitschaft auf Lanzarote und La Graciosa berichtet auch Europa Press.

Zusätzlich aktivierte die Regierung der Kanaren die Vorwarnstufe des regionalen Katastrophenschutzplans Plateca. Nach dem Bericht von Canarias7 über den Ausfall und die behördlichen Maßnahmen dient sie der Beobachtung der Lage, der Abstimmung zwischen Behörden und beteiligten Stellen sowie der Bewertung möglicher Folgen für wesentliche Dienste. Eine Aufhebung dieser Vorwarnstufen ist zum Artikelstand nicht mitgeteilt.

Das Cabildo empfiehlt einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser, solange sich der Betrieb der Anlagen noch normalisiert, und verweist auf Mitteilungen über offizielle Kanäle. Für Einwohner und Urlauber bleibt damit die Unterscheidung entscheidend: Der Strom ist zurück, die Wasserversorgung kann örtlich noch ausfallen oder eingeschränkt sein. Weitere regionale Entwicklungen stehen unter Nachrichten von den Kanaren, die gesamte aktuelle Berichterstattung unter Alle Nachrichten.

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Quelle

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 03. Oktober 2026

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