Lanzarote: Nach dem Stromausfall droht ab 13. Oktober ein Streik bei der Müllsammlung

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Inhaltsverzeichnis
- Unbefristeter Streik soll am 13. Oktober beginnen
- Betriebsrat fasste einstimmigen Beschluss
- Welche Forderungen CCOO an Urbaser stellt
- Stromausfall hatte zuvor die Wasserproduktion gestoppt
- Wasserversorgung erholte sich am 4. Oktober
- Reserven in Zonzamas blieben knapp
- Regierung untersucht Ursache und kündigt Verstärkung an
- Einordnung: Ob der Müllstreik beginnt, bleibt offen
Nach dem Stromausfall auf Lanzarote hat sich die Wasserversorgung bis Sonntag, 4. Oktober 2026, schrittweise erholt. Einzelne Gebiete waren zu diesem Stand jedoch noch nicht vollständig normal versorgt, zugleich blieben die Reserven in den wichtigsten Depots von Zonzamas knapp. Nun rückt ein weiteres mögliches Problem für die Insel in den Fokus: CCOO hatte für Dienstag, 13. Oktober 2026, einen unbefristeten Streik bei der selektiven Müllsammlung angekündigt. Ob der Ausstand inzwischen abgewendet
Nach dem Stromausfall und den anschließenden Problemen bei der Wasserversorgung droht Lanzarote ab Dienstag, 13. Oktober 2026, ein unbefristeter Streik bei der selektiven Müllsammlung. Die Gewerkschaft CCOO hatte den Ausstand bereits am Dienstag, 29. September 2026, angekündigt. Er soll das Personal im Urbaser-Betrieb für die getrennte Sammlung von Abfällen auf der Insel betreffen.
Wichtig ist der zeitliche Vorbehalt: Die vorliegenden Angaben zum Streik stammen aus der Ankündigung vom 29. September. Ob es seitdem eine Einigung gab oder der Ausstand noch abgewendet wurde, ist nicht bekannt. Auch zum möglichen Umfang im Alltag sowie zu etwaigen Mindestdiensten liegen keine bestätigten Angaben vor.
Unbefristeter Streik soll am 13. Oktober beginnen
Nach der von RTVC veröffentlichten Streikankündigung rief CCOO die Beschäftigten des von Urbaser betriebenen Dienstes zur unbefristeten Arbeitsniederlegung ab Dienstag, 13. Oktober 2026, auf. Betroffen wäre demnach das gesamte Personal am Standort der selektiven Müllsammlung auf Lanzarote.
Die Ankündigung bezieht sich ausdrücklich auf die getrennte Sammlung von Abfällen. Aus ihr lässt sich nicht ableiten, dass sämtliche Formen der Müllabfuhr auf der Insel stillstehen würden. Ebenso fehlen belastbare Angaben dazu, welche Gemeinden, Abholrhythmen oder Wertstoffarten im Fall eines tatsächlichen Streikbeginns konkret betroffen wären.
Auch mögliche Mindestdienste waren zum Stand der Mitteilung nicht benannt. Deshalb ist derzeit keine seriöse Prognose möglich, ob und in welchem Ausmaß sich Abfälle ansammeln könnten. Entscheidend sind weitere Mitteilungen der Gewerkschaft, des Unternehmens und der zuständigen Behörden.
Betriebsrat fasste einstimmigen Beschluss
CCOO zufolge beruht der Streikaufruf auf einem einstimmigen Beschluss der Beschäftigtenversammlung. Als Gründe nennt die Gewerkschaft fehlende Fortschritte bei den Tarifverhandlungen sowie nach ihrer Darstellung wiederholte Verstöße gegen Arbeitnehmerrechte und Vorschriften zur Vorbeugung von Arbeitsrisiken.
Diese Vorwürfe sind Positionen der Arbeitnehmervertretung. Eine Stellungnahme von Urbaser zu den einzelnen Punkten ist in den vorliegenden Informationen nicht enthalten. Entsprechend lässt sich nicht unabhängig beurteilen, welche Forderungen zwischen den Parteien unstrittig sind und welche unterschiedlich bewertet werden.
CCOO erklärt zugleich, weiterhin zu Gesprächen mit der Unternehmensleitung bereit zu sein. Ziel seien Vereinbarungen, mit denen sich der Ausstand verhindern lasse. Ob seit der Ankündigung Verhandlungen stattfanden oder Fortschritte erzielt wurden, geht aus den verfügbaren Quellen nicht hervor.
Welche Forderungen CCOO an Urbaser stellt
Die Gewerkschaft führt eine Reihe konkreter Forderungen an. Ein Schwerpunkt liegt nach ihren Angaben beim Arbeitsschutz. CCOO bemängelt unter anderem die Anpassung und Wartung von Fahrzeugen und Arbeitsgeräten sowie fehlende ergonomische Untersuchungen und Bewertungen der körperlichen Belastung.
- Arbeitssicherheit: Fahrzeuge und Arbeitsmittel sollen nach Darstellung der Gewerkschaft besser angepasst und gewartet werden.
- Feiertage und Nachtarbeit: CCOO fordert die Anwendung von Feiertagszuschlägen und die Bezahlung tatsächlich geleisteter und erfasster Nachtstunden.
- Ruhezeiten: Die vorgeschriebenen Mindestpausen und Ruhephasen sollen eingehalten werden.
- Arbeitskleidung: Lieferung, Ersatz und Verfügbarkeit sollen geregelt und sichergestellt werden.
- Tarife: Die seit Dienstag, 31. Dezember 2024, nach Gewerkschaftsangaben eingefrorenen Bedingungen sollen angepasst werden.
Zusätzlich kritisiert CCOO medizinische Untersuchungen außerhalb der Arbeitszeit. Die Gewerkschaft nimmt auch das Cabildo von Lanzarote in die Pflicht. Als Träger der Dienstleistung müsse die Inselverwaltung nach ihrer Auffassung gewährleisten, dass der beauftragte Betrieb die arbeitsrechtlichen Regeln einhält.
Stromausfall hatte zuvor die Wasserproduktion gestoppt
Die Streikankündigung erhält zusätzliche Aufmerksamkeit, weil Lanzarote erst wenige Tage zuvor mit erheblichen Störungen der Grundversorgung konfrontiert war. In der Nacht zu Samstag, 3. Oktober 2026, fiel in weiten Teilen der Insel der Strom aus. Nach Endesa-Angaben waren insgesamt rund 84.000 Anschlüsse betroffen. Diese Zahl bezeichnet Versorgungspunkte und nicht die Zahl der Menschen.
Die Störung begann in der Umspannstation Mácher. Weitere technische Ereignisse und ein Lastabwurf führten dazu, dass zahlreiche zusätzliche Anschlüsse vom Netz getrennt wurden. Der Süden Lanzarotes blieb laut Endesa durchgehend versorgt. Um 07:13 Uhr war die Stromversorgung nach Angaben des Unternehmens praktisch vollständig wiederhergestellt.
Die Folgen dauerten dennoch an. Weil die Entsalzungsanlagen stillstanden, wurde die Trinkwasserproduktion unterbrochen. Das Wiederhochfahren und Stabilisieren der Anlagen benötigte mehr Zeit als die Wiederherstellung der Elektrizitätsversorgung. Mehr Hintergründe zu dem Ereignis und anderen Entwicklungen findest du unter aktuelle Nachrichten aus Spanien und im Bereich Nachrichten von den Kanaren.
Wasserversorgung erholte sich am 4. Oktober
Die folgenden Angaben zur Wasserlage gelten ausdrücklich für Sonntag, 4. Oktober 2026. Nach dem Bericht von RTVC zur schrittweisen Erholung war die Versorgung in Arrecife normalisiert. In Tías war sie ebenfalls wieder in Betrieb, wobei sich der Druck im Hauptort noch stabilisieren sollte.
San Bartolomé war nahezu vollständig versorgt, örtlich konnte jedoch vorübergehend niedriger Druck auftreten. In Haría waren alle Ortschaften seit der vorherigen Nacht wieder geöffnet, punktuelle Schwankungen blieben während der Stabilisierung möglich. Für Tinajo galt der veröffentlichte reguläre Versorgungsplan.
In Yaiza hatten die Öffnungsmanöver begonnen, nachdem sie sich wegen der außergewöhnlichen Störung verzögert hatten. In der Gemeinde Teguise liefen Arbeiten unter anderem in Tao, Tiagua, Soo, Muñique, Nazaret und Teguise. In Nazaret verlief die Erholung langsamer. La Caleta de Famara war seit dem Samstagnachmittag geöffnet, zunächst aber noch mit reduziertem Durchfluss. Los Valles, Teseguite und El Mojón sollten am Sonntag erst später wieder zugeschaltet werden, sofern die Entwicklung des Systems dies erlaubte.
Reserven in Zonzamas blieben knapp
Trotz der Fortschritte waren die Wasserreserven in den wichtigsten Depots von Zonzamas am Sonntag, 4. Oktober 2026, nach Angaben des Wasserkonsortiums weiterhin knapp. Der Betreiber musste deshalb die Erholung der einzelnen Leitungsnetze mit dem Zufluss in die Speicher abstimmen.
Für diesen Stand war nicht ausgeschlossen, dass zeitweise weitere Netzmanöver nötig werden könnten, falls sich die Speicherstände ungünstig entwickelten. Das war eine vorsorgliche Einschätzung und keine bestätigte Ankündigung konkreter neuer Abschaltungen. Aguas de Lanzarote y La Graciosa rief die Bevölkerung weiterhin dazu auf, Wasser verantwortungsvoll zu verwenden und nicht notwendige Verbräuche zu vermeiden.
Aus den Angaben vom 4. Oktober lässt sich keine aktuelle Wasserlage für Mittwoch, 7. Oktober 2026, ableiten. Sie dokumentieren lediglich, dass sich das System am Sonntag schrittweise normalisierte und einige Gebiete damals noch Einschränkungen aufwiesen.
Regierung untersucht Ursache und kündigt Verstärkung an
Die kanarische Regierung forderte von den für das Stromnetz auf Lanzarote zuständigen Unternehmen Informationen zu dem Ausfall an. Nach Angaben des regionalen Ministeriums für ökologischen Wandel und Energie soll geklärt werden, was versagte und warum. Falls Verantwortlichkeiten festgestellt würden, wolle die Regierung diese einfordern.
Eine abschließende technische Ursache ist in den vorliegenden Informationen nicht genannt. Die Regierung kündigte zugleich an, das Stromsystem weiter zu verstärken. Genannt wurden Investitionen in die Netze sowie Batteriespeicher, die Energie aufnehmen und das System bei Störungen widerstandsfähiger machen sollen. Dabei handelt es sich um angekündigte Maßnahmen, nicht um eine Bestätigung bereits fertiggestellter Anlagen oder eines konkreten Zeitplans.
Das Cabildo hatte nach dem Ausfall den Inselnotfallplan PEIN in die Vorwarnstufe versetzt. Zusätzlich aktivierte die kanarische Generaldirektion für Notfälle die Vorwarnstufe des regionalen Katastrophenschutzplans Plateca. Diese Maßnahmen dienten der Koordination und Beobachtung möglicher Auswirkungen auf wesentliche Dienste.
Einordnung: Ob der Müllstreik beginnt, bleibt offen
Für Einwohner und Urlauber ist nun vor allem die weitere Entwicklung bis Dienstag, 13. Oktober 2026, entscheidend. Die Ankündigung von CCOO ist konkret datiert und unbefristet, doch sie stammt vom 29. September. Ein aktueller Nachweis, dass der Streik bestätigt, verschoben oder nach einer Einigung abgesagt wurde, liegt nicht vor.
Ebenso offen sind die praktischen Folgen. Ohne Angaben zu Mindestdiensten und betroffenen Abholplänen wäre es spekulativ, konkrete Einschränkungen, Müllmengen oder gesundheitliche Auswirkungen vorherzusagen. Fest steht lediglich, dass CCOO den gesamten Urbaser-Standort der selektiven Sammlung zum Ausstand aufgerufen und zugleich seine Verhandlungsbereitschaft erklärt hat.
Nach dem Stromausfall und der nur schrittweisen Stabilisierung der Wasserversorgung steht Lanzarote damit möglicherweise vor einer weiteren Belastung eines wichtigen öffentlichen Dienstes. Ob sie tatsächlich eintritt, hängt davon ab, ob Gewerkschaft und Unternehmen vor dem 13. Oktober noch eine Vereinbarung erzielen.
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Quelle
Infobae (EFE) – „Restablecido el suministro de electricidad en Lanzarote tras sufrir un cero energético“
https://www.infobae.com/espana/agencias/2026/10/03/restablecido-el-suministro-de-electricidad-en-lanzarote-tras-sufrir-un-cero-energetico/La Provincia – „El cero energético paraliza la producción de agua en Lanzarote y La Graciosa y provoca cortes en el suministro“
https://www.laprovincia.es/lanzarote/2026/10/03/cero-energetico-paraliza-produccion-agua-lanzarote-graciosa-134951878.htmlLa Voz de Lanzarote – „The water supply is restored in Lanzarote after the blackout but cuts will continue to occur“
https://www.lavozdelanzarote.com/en/news/people/the-water-supply-is-restored-in-lanzarote-after-the-blackout-but-cuts-will-continue-to-occur_246427_102.htmlEuropa Press – „Servicios de emergencia en Lanzarote y La Graciosa se mantienen activos ante incidencias tras el cero energético“
https://www.europapress.es/islas-canarias/noticia-servicios-emergencia-lanzarote-graciosa-mantienen-activos-incidencias-cero-energetico-20261003120554.htmlCanarias7 – „Un cero energético deja sin luz y agua a miles de personas en Lanzarote“
https://www.canarias7.es/canarias/lanzarote/cero-energetico-deja-luz-miles-personas-lanzarote-20261003081908-nt.htmlRTVC – „Prealerta en Lanzarote tras un apagón eléctrico“
https://rtvc.es/situacion-de-prealerta-en-lanzarote-tras-un-apagon-electrico-3-octubre-2026/RTVC – „El suministro de agua en Lanzarote se recupera progresivamente“
https://rtvc.es/el-suministro-de-agua-en-lanzarote-se-recupera-progresivamente-4-octubre-2026/RTVC – „Huelga indefinida en la recogida selectiva de basura en Lanzarote“
https://rtvc.es/huelga-indefinida-recogida-selectiva-basura-lanzarote-29-septiembre-2026/
Redaktion Spanienleben.de
Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.
Veröffentlicht am 03. Oktober 2026
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