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Katalonien: Bahnverkehr läuft wieder an, Einschränkungen bleiben

Von Redaktion Spanienleben.de
Orange-weißer Personenzug an einem Bahnsteig

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Inhaltsverzeichnis
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Spanien lässt die Serie verbreiteter Gewitter hinter sich, doch regional bleibt das Wetter am Donnerstag, 8. Oktober, unbeständig. In Katalonien und auf den Balearen sind noch kräftiger Regen, starker Wind und hoher Seegang möglich. Auf den Kanaren erwartet AEMET zunächst schwache bis mäßige Niederschläge, bevor eine Dana in den nächsten Tagen kräftigere Schauer und Gewitter bringen könnte. Zugleich wirken in Katalonien die Folgen der schweren Unwetter weiter nach.

Aktualisiert am Donnerstag, 8. Oktober 2026, am Vormittag. Nach mehreren Tagen mit schweren Gewittern beruhigt sich das Wetter in weiten Teilen Spaniens. Roberto Brasero, Wettermoderator bei Antena 3, sieht die Serie flächendeckender Gewitter als beendet an. Ganz vorbei ist die unbeständige Phase regional jedoch nicht: Katalonien und die Balearen müssen am Donnerstag weiterhin mit kräftigem Regen, starkem Wind und hohem Seegang rechnen. Auf den Kanaren fällt ebenfalls Regen, während sich für die nächsten Tage neue Instabilität durch eine Dana ankündigt.

Bahnverkehr in Katalonien läuft wieder an

Stand: Donnerstagmorgen, 8. Oktober 2026. Nach dem weitgehenden Stillstand am Mittwoch fahren wieder deutlich mehr Rodalies-Züge. Laut EL PAÍS sind die Linien R1, R4 und R2 Sud wieder auf ihrer gesamten Strecke in Betrieb. Auf der R2 Nord bestehen weiterhin Unterbrechungen mit Ersatzverkehr auf der Straße.

Gleichzeitig beginnen in Barcelona Teilstreiks im städtischen Busverkehr. Weitere Streiktage sind für den 14., 15., 20., 22., 27. und 29. Oktober angekündigt.

Der Verkehr bleibt damit störungsanfällig. Die Angaben beschreiben den Morgenstand und können sich kurzfristig ändern. Prüfe vor der Abfahrt die aktuellen Hinweise bei Rodalies und TMB.

Am Donnerstag bleibt es in Katalonien und auf den Balearen unruhig

Die Wetterbesserung erreicht Spanien nicht überall gleichzeitig. Nach der Prognose Braseros können die Niederschläge am Donnerstag, 8. Oktober, in Katalonien und auf den Balearen noch kräftig ausfallen und einen großen Teil des Tages anhalten. Hinzu kommen starker Wind und ein maritimes Unwetter an Küsten und auf See. Welche Gebiete aktuell von amtlichen Warnungen betroffen sind, solltest du unmittelbar vor einer Fahrt oder einem Aufenthalt im Freien in der Warnübersicht der AEMET prüfen.

Im Kantabrischen lässt der Regen laut Brasero dagegen im Tagesverlauf nach. In Asturias, Cantabria und im Norden Navarras können die Wolken zunächst noch dicht bleiben, die Niederschläge sollen aber schwächer werden. Im übrigen Spanien setzt sich zunehmend die Sonne durch. Für Freitag erwartet Brasero nur noch wenige Schauer im Südosten und in Melilla. Auch in Ceuta könnte es am Freitag regnen.

Die Nächte werden in vielen Teilen des Landes kühler. Brasero zufolge sinken die Tiefstwerte verbreitet, in Aragón örtlich besonders deutlich. Tagsüber ergibt sich ein Kontrast: Im Süden steigen die Temperaturen am Nachmittag wieder an. In Córdoba und Sevilla werden nach seiner Prognose etwa 30 Grad erreicht oder überschritten. Zum langen Wochenende sollen Sonne und stabileres Wetter in großen Teilen Spaniens überwiegen.

Kanaren bekommen Regen, am Donnerstag aber keine signifikanten Phänomene

Auf den Kanarischen Inseln erwartet AEMET laut La Provincia am Donnerstag schwache bis mäßige Regenfälle im Norden der gebirgigen Inseln. Auf Lanzarote und Fuerteventura soll der Regen eher schwach ausfallen. Am Nachmittag sind zudem vereinzelte Schauer im Inselinneren möglich. Für Donnerstag nennt die Prognose keine signifikanten Wetterphänomene. Das bedeutet jedoch nicht, dass es überall trocken bleibt.

Die am Dienstag, 6. Oktober, von der kanarischen Regierung ausgerufene Vorwarnung wegen Regen für El Hierro, La Palma, La Gomera, Teneriffa und Gran Canaria gehörte zur früheren Lage. Sie umfasste nicht Lanzarote und Fuerteventura. Ob behördliche Hinweise fortbestehen oder neu gefasst werden, solltest du bei den zuständigen Stellen und auf der AEMET-Seite kontrollieren, statt dich auf ältere Meldungen zu verlassen.

Für die nächsten Tage kündigt sich nach Angaben von Canarias7 größere Instabilität durch eine Dana an. AEMET rechnet dem Bericht zufolge mit möglichen kräftigen Regenfällen und Gewittern. Am Freitag werden schwache bis mäßige Niederschläge vor allem im Norden der gebirgigen Inseln erwartet. Auf den östlichen Inseln sind sie am Nachmittag eher im Inneren und Südosten wahrscheinlich. Auch am Samstag bleiben Regen und einzelne Schauer möglich. Eine bestimmte Warnstufe lässt sich daraus nicht ableiten. Entscheidend sind die jeweils aktuellen amtlichen Warnungen.

Katalonien meldet örtlich mehr als 200 Liter Regen

Die Wetterbesserung folgt auf eine außergewöhnlich nasse Episode. Laut El Confidencial wurden in Vilassar de Dalt in der Provinz Barcelona während der Episode 226 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. An der Station Drassanes in Barcelona waren es demnach 202 Liter. Diese Episodenwerte dürfen nicht mit Messungen aus abweichenden Zeiträumen addiert werden.

Für den Stadtteil Raval nannte Moncloa.com zuvor 193 Liter pro Quadratmeter innerhalb von sechs Stunden. An der Station Castell d’Aro im Baix Empordà kamen laut Ràdio Capital von Samstag bis Sonntag rund 173 Liter zusammen, fast vollständig am Sonntag, 4. Oktober. Die Werte stammen aus unterschiedlichen Orten, Zeiträumen und Messnetzen. Sie verdeutlichen die Intensität, ergeben zusammen aber keine sinnvolle Gesamtsumme.

Im Baix Empordà führte der Ridaura bei Santa Cristina d’Aro zeitweise mehr als 300 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Ràdio Capital berichtete unter Berufung auf die katalanische Wasserbehörde ACA, dass diese Größenordnung ungefähr einem Ereignis mit einer statistischen Wiederkehrzeit von 100 Jahren entspreche. In Castell d’Aro, Platja d’Aro, s’Agaró und Santa Cristina d’Aro wurden Straßen und Erdgeschosse überflutet. Weitere regionale Informationen findest du unter Costa Brava und Barcelona.

Zwei Tote und zahlreiche Rettungseinsätze

Die Unwetterepisode vom 3. bis 5. Oktober forderte in Katalonien laut Moncloa.com zwei Todesopfer. In Tordera starb am Sonntag, 4. Oktober, ein 65 Jahre alter Mann, als auf einem Campingplatz eine Mauer einstürzte. In Montornès del Vallès fanden Einsatzkräfte einen Mann tot in einer überfluteten Tiefgarage. Zu einer als vermisst gemeldeten Person in Pineda de Mar lag zuletzt keine abschließend bestätigte Information über den Ausgang der Suche vor.

Am Dienstag, 6. Oktober, kam es in der Provinz Tarragona erneut zu Rettungseinsätzen. Cadena SER berichtete über 18 aus Fahrzeugen gerettete Menschen in Xerta sowie jeweils 2 weitere Rettungen in Vandellòs und Cambrils. Straßen waren zeitweise durch Wasser oder Erdrutsche betroffen. Diese Angaben beziehen sich auf den Dienstagabend und belegen keine unveränderte Sperrlage am Donnerstag.

Auch Einrichtungen wurden beschädigt. Im Hospital Comarcal de la Selva in Blanes räumte das Personal am Sonntag das überflutete Erdgeschoss und brachte Patienten in höher gelegene Bereiche. Für Montag war zudem gemeldet worden, dass fünf Schulen wegen Schäden nicht öffnen konnten. Weitere 87 Einrichtungen meldeten Beeinträchtigungen. Diese vorläufigen Zahlen beschreiben die Lage vom Montag und sind keine aktuelle Bilanz für Donnerstag.

Rückblick: Bahn und Flughafen waren erheblich beeinträchtigt

Die Unwetter verursachten auch große Verkehrsprobleme. Am Mittwochmorgen, 7. Oktober, war der Nahverkehr von Rodalies weitgehend zum Erliegen gekommen. Neben Reparaturen spielte ein Konflikt um schriftliche Sicherheitsnachweise eine Rolle. Lokführer der Mehrheitsgewerkschaft Semaf bewegten nach Angaben von El País keine Züge, solange ihnen die verlangten Berichte nicht vorlagen. Rodalies-Direktor Òscar Playà bezeichnete die Situation als Arbeitskonflikt und erklärte, Renfe habe die Unterlagen versandt.

Auslöser war auch ein Unfall am Dienstagabend in Vilanova i la Geltrú. Ein Baum und Teile eines Hangs waren laut La Vanguardia auf einen Zug gestürzt. Rund 100 Fahrgäste wechselten mit Hilfe der Feuerwehr in einen anderen Zug, verletzt wurde niemand. Der Zustand vom Mittwochmorgen darf nicht ohne aktuelle Betreiberbestätigung auf Donnerstag übertragen werden. Prüfe deine Verbindung deshalb direkt bei Rodalies de Catalunya.

Am Flughafen Barcelona-El Prat waren im Zusammenhang mit dem Wochenendunwetter 385 Flüge gestrichen worden. Am Dienstagabend verursachten weitere Gewitter erneut Betriebsprobleme. Für aktuelle Flüge sind die Angaben deiner Fluggesellschaft und von Aena maßgeblich.

Dienstag, 6. Oktober: zweite Regenwelle in Katalonien

Am Dienstagabend zog laut Crónica Global ein weiterer Starkregen von den Terres de l'Ebre über den Camp de Tarragona bis an die Costa Central und die Costa Brava. Erst nach 22 Uhr ließ er nach. Die Generalitat schickte ES-Alert-Warnungen unter anderem in die Comarcas Barcelonès, Baix Llobregat, Garraf, Maresme, Gironès und La Selva sowie in mehrere Comarcas bei Tarragona.

  • Zwischen Cunit und Vilanova i la Geltrú stürzten ein Hang und ein Baum auf einen Zug. Verletzt wurde niemand, die rund 100 Fahrgäste stiegen in einen anderen Zug um.
  • Der katalanische Verkehrsdienst meldete überflutete Straßen, darunter die C-12 bei Xerta, die T-301 bei Benifallet und den Tunnel von Les Franqueses del Vallès auf der C-352. Die C-43 bei Benifallet wurde wegen Erdrutschen gesperrt.
  • Nach den Regenfällen der letzten drei Tage waren in Barcelona 2.097 Kunden ohne Strom, in ganz Katalonien rund 9.000.

Die Schäden waren nach dem Bericht im Wesentlichen materiell.

75 Millionen Euro Hilfen angekündigt

Die katalanische Regionalregierung hat als Reaktion auf die Schäden ein erstes Hilfspaket von 75 Millionen Euro angekündigt. Es soll die Bewältigung der Unwetterfolgen unterstützen. Die Ankündigung bedeutet nicht, dass das Geld bereits ausgezahlt wurde oder dass sämtliche Schäden damit gedeckt sind.

Auch nach dem Ende starker Niederschläge können beschädigte Straßen, Bahnstrecken, Gebäude und Versorgungsanlagen weiter beeinträchtigt sein. Wetterbesserung und Normalisierung der Infrastruktur sind deshalb getrennt zu betrachten. Weitere laufende Meldungen findest du unter Nachrichten aus Spanien.

Was du jetzt beachten solltest

  • Prüfe vor Fahrten die aktuellen Warnungen auf aemet.es/avisos und beachte Hinweise von Protecció Civil sowie ES-Alert.
  • Kontrolliere Bahnverbindungen direkt bei Rodalies und Flugverbindungen bei Aena sowie deiner Fluggesellschaft.
  • Meide Rieras, trockene Bachbetten, Flussufer, Tiefgaragen und überflutete Unterführungen.
  • Fahre nicht durch Wasser, dessen Tiefe und Strömung du nicht sicher einschätzen kannst.
  • Rufe bei unmittelbarer Gefahr die europäische Notrufnummer 112 an.

Für Immobilienbesitzer und Kaufinteressenten an der Mittelmeerküste zeigt die Episode erneut, wie wichtig ausgewiesene Überschwemmungsgebiete und nahe Rieras sind. Prüfe vor einem Kauf die Gefahrenlage des Grundstücks und kläre, welche Hochwasserschäden eine Gebäudeversicherung tatsächlich abdeckt.

Einordnung und Fazit

Die Phase verbreiteter Gewitter geht zu Ende, doch die Lage bleibt regional unterschiedlich. Katalonien und die Balearen müssen am Donnerstag noch mit kräftigem Regen, Wind und hohem Seegang rechnen. Auf den Kanaren ist zunächst schwächerer Regen vorgesehen, während die Dana in den kommenden Tagen kräftigere Niederschläge und Gewitter bringen könnte.

Für weite Teile Spaniens stehen dagegen mehr Sonne, kühlere Nächte und im Süden wieder warme Nachmittage bevor. Die Verbesserung der Wetterlage beseitigt jedoch nicht automatisch die Folgen der vergangenen Tage. In Katalonien bleiben Schäden, frühere Verkehrsausfälle und die angekündigten Hilfen zentrale Themen.

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Quelle

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 04. Oktober 2026 · Zuletzt aktualisiert am 08. Oktober 2026

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