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Starkregen in Spanien: Rekordregen in Barcelona, Rodalies gestoppt, Überflutungen in Bilbao

Von Redaktion Spanienleben.de
Regennasse Küstenstraße in einer spanischen Mittelmeerstadt. Symbolbild, mit künstlicher Intelligenz erstellt

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

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Stand: Sonntag, 4. Oktober 2026, 9:10 Uhr MESZ. Der Starkregen in Spanien hat besonders Katalonien und das Baskenland getroffen. Barcelona und Umgebung erlebten laut Meteocat den regenreichsten Tag seit mindestens zwei Jahrzehnten. Rodalies ist weitgehend eingestellt, am Besòs besteht Überlaufgefahr. In Bilbao wurden Wohnungen und Geschäfte überflutet.

Barcelona und Umgebung

Die Generalitat hat wegen eines mesoskaligen konvektiven Systems, kurz SCM, im Mittelmeer die Notfallstufe Emergència aktiviert. Nach Meteocat-Daten, über die La Vanguardia berichtet, war Samstag, der 3. Oktober, in Barcelona und Umgebung der regenreichste Tag seit mindestens 20 Jahren.

Für die Niederschläge seit Samstag bis Sonntag, 4. Oktober, 6 Uhr nennt La Vanguardia folgende Summen: Granollers 247,9 Liter pro Quadratmeter, Mataró 244,1, Cabrils 231,7, Puig Sesolles 202,2 und La Roca del Vallès 194,5 Liter pro Quadratmeter.

Ein anderer Messstand gilt für die von EFE veröffentlichten Meteocat-Werte: Bis Mitternacht zum 4. Oktober wurden im Raval 190,8 Liter pro Quadratmeter gemessen, in der Zona Universitària 170,3, der höchste Wert seit 18 Jahren, und am Museu de Badalona 152, der höchste seit 21 Jahren. Im Raval fielen während dieser Episode 3,4 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Minute und 36,1 innerhalb einer halben Stunde. Die genauen Uhrzeiten dieser Intensitätsspitzen nennt die Meldung nicht.

Wegen Überlaufgefahr am Besòs ging ein ES-Alert an Montcada i Reixac, Santa Coloma de Gramenet, Sant Adrià del Besòs und Barcelona. Anwohner sollen Erdgeschosse und Keller meiden, bei eindringendem Wasser höhere Stockwerke aufsuchen und nicht ans Flussufer gehen.

Am Sonntag früh meldete EFE für den Besòs bei Santa Coloma einen Durchfluss von 903 Kubikmetern pro Sekunde und einen Wasserstand von 3,5 Metern. Die Zugänge zum Parc Fluvial del Besòs sind geschlossen. Laut El País überschritt der Ripoll in Montcada am Sonntagmorgen mit 129 Kubikmetern pro Sekunde die Alarmschwelle; auch Mogent und Riera de Tenes stiegen stark an.

Auch Veranstaltungen waren betroffen, Barcelonas Wohnungsdemonstration wurde wegen des Regens verschoben.

Girona und Mobilitätsbeschränkung

Die Regenbänder verlagern sich in Richtung Girona. Ein weiterer ES-Alert erinnert die Bevölkerung in Vallès Oriental, Maresme, Selva, Baix Empordà und Gironès an die geltende Mobilitätsbeschränkung.

Zum Ende der Beschränkung gibt es widersprüchliche Angaben: elDiario.es berichtet von einer Geltung bis Sonntag, 14 Uhr. Im von EFE wiedergegebenen ES-Alert heißt es dagegen, das Mobilitätsverbot bleibe bis zum Ende der Unwetterepisode bestehen. Eine gesicherte Aufhebung zu einer festen Uhrzeit lässt sich daraus nicht ableiten.

Der Govern bittet mindestens bis 14 Uhr um höchste Vorsicht. Regierungschef Salvador Illa bezeichnete die Nacht als „kompliziert“ und betonte, die Episode sei „noch nicht vorbei“. Der angekündigte „minihuracán mediterráneo“ hat sich laut El País nicht im eigentlichen Sinn ausgebildet. Das relativiert die außergewöhnlichen Regenmengen und die Hochwassergefahr nicht.

Rodalies, Metro, Straßen, Flughafen

Der Nah- und Regionalverkehr von Rodalies in Katalonien bleibt bis auf Weiteres ausgesetzt. Ausgenommen sind laut El País und EFE die Linien RL3 und RL4 in Lleida sowie die R16 zwischen Tortosa und L'Hospitalet de l'Infant, sofern Wetter und Sicherheitsbedingungen den Betrieb zulassen. Ein Wiederbeginn zu einer bestimmten Uhrzeit ist nicht bestätigt.

In der Nacht zum Sonntag blieben laut El País Dutzende Reisende in Barcelona-Sants ohne Weiterfahrt. Die Metro Barcelona schloss um Mitternacht und nahm am Sonntag ab 5 Uhr den Betrieb mit Einschränkungen und geschlossenen Stationen wieder auf.

Nach El País und elDiario.es waren am Sonntagmorgen folgende Straßen gesperrt:

  • C-17 zwischen Ciutat Meridiana und Montcada i Reixac wegen Überflutung.
  • C-60 bei La Roca del Vallès wegen eines Erdrutsches.
  • BV-1462 zwischen Barcelona und Sant Cugat sowie B-500 zwischen Sant Fost und Tiana.
  • N-150 in Terrassa und C-1413a in Sentmenat.
  • C-352 zwischen Les Franqueses und Canovelles sowie C-1415c in La Roca.
  • C-16 bei Plaça Borràs, gemeldet von der Guàrdia Urbana.

Am Flughafen Barcelona-El Prat gab es laut El País am Samstag, 3. Oktober, Flugstreichungen und Verspätungen von bis zu vier Stunden. Diese Bilanz beschreibt den Samstag, nicht den aktuellen Sonntagsflugplan. Vor einer Anfahrt ist der jeweilige Flugstatus zu prüfen.

Rettungen in Granollers und Canovelles

Die Bombers wurden am Sonntag um 5:10 Uhr wegen plötzlich anschwellender Rieras in Granollers alarmiert. Nach EFE und El País saßen mehrere Menschen in Autos an einem überfluteten Kreisverkehr fest, einige waren auf die Fahrzeugdächer gestiegen.

elDiario.es berichtet auch über Rettungen in Canovelles. Einsatzleiter Oriol Corbella erklärte gegenüber dem Sender 324, Hauptsorge seien von der Flut mitgerissene Fahrzeuge; Einsatzkräfte holten Menschen von Autodächern. Die zeitliche Einordnung dieses Berichts reicht über den Artikelstand hinaus und wird unten abgegrenzt.

Bis Sonntag, 3 Uhr, verzeichneten die Bombers in Katalonien laut La Vanguardia und EFE 682 Einsätze. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden keine Schwerverletzten gemeldet. El País nennt in einem späteren Meldestand mehr als 1.000 Einsätze, ohne genaue Uhrzeit. Der Notruf 112 registrierte laut EFE bis Sonntag, 7 Uhr, insgesamt 5.156 Anrufe. In L'Hospitalet wurde eine vierköpfige Familie nach einem teilweisen Deckeneinsturz evakuiert.

Bilbao und Bizkaia

Im Baskenland galt am Samstag, 3. Oktober, ab 18 Uhr zunächst eine gelbe, später eine orange Starkregenwarnung. Nach La Vanguardia unter Berufung auf Europa Press trafen die Überflutungen besonders Bilbaos Casco Viejo mit Wohnungen und Geschäften.

In der Artekale erreichte das Wasser am Samstag laut diesem Bericht bis zu 70 Zentimeter. Polizei und Feuerwehr waren ab 19 Uhr im Einsatz. Die Tunnel der Avanzada in Leioa wurden gesperrt. Betroffen waren außerdem Getxo, Basauri, Galdakao, Sestao, Erandio sowie Llodio in Álava. Die aktuelle baskische Warnstufe für Sonntag ist nicht geprüft.

La Rioja

Für La Rioja erwartet AEMET am Sonntag Regen und Schauer mit gelegentlichen Gewittern, die örtlich kräftig ausfallen können. Das berichtet Europa Press am 4. Oktober um 5:31 Uhr.

Was Reisende und Bewohner jetzt beachten sollten

Maßgeblich sind die aktuellen Mitteilungen von Protecció Civil, Meteocat, AEMET, Rodalies und Aena. Bei akuter Gefahr gilt der Notruf 112. Ramblas, Rieras und überflutete Unterführungen dürfen nicht durchfahren werden. ABC berichtet über die behördliche Warnung, dass nachlassender Regen keine Entwarnung für steigende Flüsse bedeutet.

La Vanguardia erwartet für Sonntag weitere Schauer im Zentrum und Norden Spaniens, in Barcelona teilweise sintflutartig. Regionale Berichte finden sich unter Nachrichten aus Barcelona und Costa Brava. Hintergrund bietet die frühere Gesamtlage zu Unwettern an der Ostküste; sie ersetzt keine aktuellen Warnungen.

Unsicherheiten

Die unterschiedlichen Regenbilanzen beziehen sich auf verschiedene Messzeiträume. Auch Einsatzstände sind nicht unmittelbar vergleichbar. Offen bleiben das Ende der Mobilitätsbeschränkung und die Wiederaufnahme von Rodalies.

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Quelle

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 04. Oktober 2026

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