Kraftstoff auf den Kanaren: Preise steigen auf Spaniens Höchstniveau

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
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Die Kraftstoffpreise auf den Kanaren sind im August 2026 im spanischen Vergleich am stärksten gestiegen. Gegenüber August 2025 verteuerten sich Benzin und Diesel auf dem Archipel um 28,7 Prozent. Dadurch wurde der Verkehr zum stärksten Preistreiber im regionalen Verbraucherpreisindex.
Kraftstoffpreise steigen stärker als im übrigen Spanien
Die Kraftstoffpreise auf den Kanaren haben im August 2026 den stärksten Anstieg aller spanischen Regionen verzeichnet. Gegenüber August 2025 verteuerten sich Benzin und Diesel auf dem Archipel um 28,7 Prozent. Im spanischen Durchschnitt lag der Zuwachs bei 21,3 Prozent. Grundlage sind die veröffentlichten Daten des Verbraucherpreisindex für August 2026.
Damit liegt die jährliche Teuerung bei Kraftstoffen auf den Inseln deutlich über dem landesweiten Wert. Die Entwicklung prägt zugleich die allgemeine Inflation: Die Verbraucherpreise auf den Kanaren stiegen im August im Jahresvergleich um 3,8 Prozent. Für ganz Spanien wurde eine Rate von 4,2 Prozent gemeldet. Weitere Meldungen zur Preisentwicklung und Wirtschaft finden sich unter Nachrichten aus Spanien.
Eine Tankfüllung kostet im Mittel rund 90 Euro
Nach den vorliegenden Angaben werden derzeit durchschnittlich rund 90 Euro benötigt, um einen Tank mit Benzin oder Diesel zu füllen. Ein Jahr zuvor waren es etwa 60 Euro. Der Vergleich verdeutlicht, wie stark sich die höheren Literpreise unmittelbar auf das Budget von Autofahrern auswirken.
Auch im September setzte sich der Aufwärtstrend zunächst fort. Mit Stand 16. September 2026 kostete Diesel im bisherigen Monatsverlauf fünf Cent je Liter mehr als zum durchschnittlichen Preis vom 1. September. Bei Benzin lag der Aufschlag bei etwa vier Cent je Liter. Eine Prognose für den weiteren Monatsverlauf lässt sich daraus nicht ableiten.
Verkehr wird zum stärksten Inflationstreiber
Der Kraftstoffanstieg machte den Verkehr zur am stärksten inflationär wirkenden Kategorie im Verbraucherpreisindex der Kanaren. Die Kosten lagen dort 8,4 Prozent über dem Niveau von August 2025. Innerhalb dieser Gruppe verteuerte sich der persönliche Verkehr binnen eines Jahres um 13 Prozent.
Die steuerlichen Entlastungsmöglichkeiten sind auf den Inseln begrenzt, weil die Kraftstoffbesteuerung bereits niedrig war. Der kanarische IGIC-Satz wurde laut Bericht von einem auf null Prozent gesenkt. Auf dem spanischen Festland sank die Mehrwertsteuer auf Kraftstoff von 21 auf zehn Prozent. Dort sollte die Maßnahme die Folgen des Iran-Krieges abmildern.
Die Entwicklung betrifft alle Inseln und damit auch den Alltag auf Gran Canaria, wo private Mobilität und gewerblicher Transport ebenfalls von den höheren Kraftstoffkosten beeinflusst werden.
Preise steigen auch bei Strom und Gastronomie
Neben Kraftstoffen verteuerten sich Hotels und Restaurants während der sommerlichen Hochsaison um 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Alkoholische Getränke und Tabak kosteten vier Prozent mehr. Kleidung und Schuhe waren dagegen im Zuge der Rabattperiode 3,5 Prozent günstiger. Auch die Strompreise stiegen infolge der höheren Energiekosten: Elektrizität verteuerte sich binnen eines Jahres um 7,4 Prozent.
Bei Lebensmitteln zeigten sich deutliche Unterschiede. Eier kosteten zehn Prozent mehr als im August 2025, blieben im bisherigen Verlauf des Jahres 2026 aber nahezu unverändert. Rindfleisch verteuerte sich um 7,6 Prozent, Schaffleisch um 7,9 Prozent. Kartoffeln und Kartoffelprodukte lagen sieben Prozent, frischer und gefrorener Fisch 5,8 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Günstiger wurden dagegen Brot und Getreideprodukte mit einem Rückgang von 1,2 Prozent. Kaffee und Kakao verbilligten sich um 3,1 Prozent, Hülsenfrüchte und Gemüse um 6,1 Prozent.
Wirtschaft warnt vor breiterem Preisdruck
Die Handelskammer von Teneriffa bezeichnete die Entwicklung der Kraftstoffpreise als besonders besorgniserregend. Ihr Präsident Santiago Sesé warnte, dauerhaft höhere Energie- und Transportkosten könnten schrittweise auf weitere Waren und Dienstleistungen übergehen. Davon wären sowohl Unternehmen als auch Familien betroffen.
Der Unternehmerverband CEOE Teneriffa rechnet zwar damit, dass die Inflation wieder in Richtung zwei Prozent zurückkehrt, erwartet aber weitere Schwankungen. Als zentrales Risiko nennt der Verband nicht einen einzelnen Preissprung, sondern eine dauerhafte Übertragung höherer Energie- und Lebensmittelkosten auf Dienstleistungen, Löhne, Erwartungen und Finanzierung. Die Augustdaten zeigen bereits, dass Kraftstoff den Preisdruck auf den Kanaren besonders stark bestimmt.
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Quelle
Diario de Avisos – „Suben los precios en Canarias con el combustible más encarecido del país“
https://diariodeavisos.elespanol.com/2026/09/aumento-precios-canarias-combustible/
Redaktion Spanienleben.de
Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.
Veröffentlicht am 16. September 2026
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