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Kanaren: 668 Menschen in 24 Stunden mit Booten angekommen

Von Redaktion Spanienleben.de
Ruhiger Hafen einer Vulkaninsel in der Abenddämmerung mit einem orangefarbenen Rettungsboot am Kai, KI-Illustration

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Inhaltsverzeichnis
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Auf den Kanaren sind zwischen Samstagabend und Sonntagabend, 10. und 11. Oktober 2026, insgesamt 668 Menschen in vier Booten angekommen. Das berichten Cadena SER und RTVE unter Berufung auf Rettungsdienste und Rotes Kreuz. Die meisten erreichten El Hierro. Über das ganze Jahr gesehen liegen die Ankünfte auf den Inseln aber deutlich unter dem Vorjahr.

Vier Boote in 24 Stunden

Nach den Angaben von Cadena SER und RTVE kamen die Boote so an:

  • Lanzarote: Am Samstagabend gegen 21:30 Uhr griff die Seenotrettung rund 92 Kilometer vor Lanzarote ein Boot mit 96 Menschen auf und brachte sie nach Arrecife. Unter ihnen waren neun Frauen sowie mehrere Minderjährige. Drei Menschen kamen ins Krankenhaus.
  • Gran Canaria: Am Sonntagmorgen wurde südlich von Arguineguín ein Boot mit 216 Menschen begleitet. Ein Mann war in kritischem Zustand und wurde laut 112 per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Die Zählung war laut RTVE noch nicht endgültig.
  • El Hierro: Am Sonntagnachmittag erreichten zwei Boote mit 220 und 136 Menschen den Hafen von La Restinga, darunter 19 Frauen und 26 Minderjährige. Zwei Menschen kamen ins Inselkrankenhaus.

Nach eigenen Angaben waren die Menschen sechs bis sieben Tage unterwegs, gestartet unter anderem in Senegal und Gambia. Schon am Freitag und Samstag hatten laut Cadena SER weitere Boote El Hierro und Lanzarote erreicht.

Die Jahresbilanz: deutlich weniger als 2025

Laut dem jüngsten Bericht des Innenministeriums, den Europa Press ausgewertet hat, kamen vom 1. Januar bis 30. September 2026 insgesamt 7.133 Menschen irregulär über das Meer auf die Kanaren. Im selben Zeitraum 2025 waren es 12.848. Das ist ein Rückgang um 44,5 Prozent. Die Zahlen des Ministeriums sind vorläufig.

Im September gab es dagegen mehr Ankünfte als im Vorjahresmonat. Die Regionalregierung nannte dafür 1.970 Menschen. Diese Zahl stammt von der Regionalregierung, nicht aus dem Bericht des Ministeriums. Ob sich daraus ein Trend für den Herbst ergibt, ist offen. In früheren Jahren kamen im Herbst oft besonders viele Boote, weil das Wetter auf der Atlantikroute dann günstiger ist.

Politische Reaktionen

Die PP auf den Kanaren forderte am Sonntag laut Canarias Ahora, die Zentralregierung solle die Streitkräfte zur Kontrolle der Migration einsetzen. Die Forderung kommt mitten im Vorwahlkampf vor der Wahl am 29. November. Eine Reaktion der Zentralregierung lag bis Montagmorgen nicht vor.

Was das für dich bedeutet

Für Urlauber und Residenten auf den Kanaren hat die Ankunft der Boote keine Auswirkungen auf Flüge, Fähren oder den Alltag. Wer sich ehrenamtlich engagieren möchte, findet Ansprechpartner beim Roten Kreuz auf den Inseln. Weitere Kanaren-Themen findest du in unseren Beiträgen zum Wohnen im Vorwahlkampf und zu den Flugpreisen für Residenten.

Quellen dieses Artikels:

Cadena SER – „Más de 500 migrantes llegan a Canarias este fin de semana“
https://cadenaser.com/canarias/2026/10/11/mas-de-500-migrantes-llegan-a-canarias-este-fin-de-semana-ser-las-palmas/

RTVE – „Canarias recibe a 668 inmigrantes en 24 horas“
https://www.rtve.es/noticias/20261011/salvamento-maritimo-rescata-dos-cayucos-ruta-canaria-con-mas-300-inmigrantes-a-bordo/17262543.shtml

Europa Press – „La llegada de migrantes de forma irregular a Canarias cae un 44,5% hasta septiembre pese a contabilizar 7.133 personas“
https://www.europapress.es/islas-canarias/noticia-llegada-migrantes-forma-irregular-canarias-cae-445-septiembre-pese-contabilizar-7133-personas-20261006122043.html

Ministerio del Interior – „Balances e informes: informe quincenal sobre inmigración irregular“
https://www.interior.gob.es/opencms/es/prensa/balances-e-informes/

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Quelle

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 12. Oktober 2026

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