Kanaren prüfen Preisregeln für Flugtickets von Residenten

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
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Die Kanaren prüfen, ob sie die Preise für Flugtickets von Residenten stärker regulieren können. Das geht aus dem Entwurf einer neuen Mobilitätsstrategie hervor, über den Canarias7 am Sonntag, 11. Oktober 2026, berichtet. Wichtig vorab: Es handelt sich um einen Entwurf. Neue Höchstpreise oder günstigere Tickets gibt es dadurch nicht.
Was die Strategie ist
Im Auftrag der Regionalregierung haben die Beratungsfirmen Doymo, Alomon und CPS die Estrategia de Movilidad Sostenible e Inteligente de las Islas Canarias, kurz Emsican, erarbeitet. Sie blickt bis zum Jahr 2050 und enthält laut Canarias7 48 Maßnahmen und sieben Ziele, darunter die Bezahlbarkeit. Die Strategie befindet sich noch im Verfahren. Für die Umweltprüfung liegt ein erstes strategisches Dokument vor. Eine endgültige Fassung gibt es nicht.
Unabhängig davon hat der Regierungsrat der Kanaren laut der Zeitung am vergangenen Montag den Entwurf eines Gesetzes über nachhaltige Mobilität beschlossen. Es soll ein Recht auf nachhaltige Mobilität festschreiben. Auch dieses Gesetz muss noch vom Regionalparlament verabschiedet werden.
Was zu Flugpreisen geplant ist
Als Maßnahme M7 nennt der Entwurf eine Tarifregulierung für Residenten. Sie soll die Bezahlbarkeit verbessern und den bestehenden staatlichen Rabatt von 75 Prozent für Residenten ergänzen. Diesen Rabatt bezeichnet die Strategie als zentrales Element des Rechts auf Mobilität. Wie eine solche Regulierung konkret aussehen würde, beschreibt der Bericht nicht.
Eng damit verbunden ist Maßnahme M6: eine gemeinsame Kommission von Staat und Kanaren für die Flughafenpolitik. Hintergrund ist, dass Flughäfen und große Teile des Luftverkehrs in Spanien in die Zuständigkeit des Zentralstaats fallen. Die Kanaren könnten Ticketpreise also nicht allein festlegen.
Für Flüge zwischen den Inseln setzt der Entwurf auf gemeinwirtschaftliche Verpflichtungen. Über sie könnten auf wichtigen Strecken Höchsttarife oder Mindestfrequenzen festgelegt werden, damit kleinere Inseln nicht abgehängt werden. Geplant ist außerdem ein einheitliches Ticket für Wege, die Flug, Fähre und Bus kombinieren.
Weitere Inhalte des Entwurfs
Laut Canarias7 entfallen auf das Auto mehr als 61 Prozent der Wege auf den Inseln. Der Verkehr verursacht 42 Prozent der Treibhausgasemissionen. Die Strategie will diese Emissionen bis 2040 um 84,2 Prozent senken, Busse und Autos elektrifizieren und an Flughäfen und Häfen nachhaltige Treibstoffe einführen. Statt neuer Start- und Landebahnen schlägt sie vor, die bestehenden Terminals besser zu nutzen.
Was das für Residenten und Urlauber bedeutet
Für Residenten auf den Kanaren ändert sich vorerst nichts. Der Rabatt von 75 Prozent gilt weiter wie bisher. Ob es zusätzliche Preisregeln geben wird, hängt vom weiteren Verfahren und von einer Einigung mit dem Staat ab. Für Urlauber ist der Entwurf nicht unmittelbar relevant, weil die geplante Tarifregulierung auf Residenten zielt. Mehr zur Entwicklung der Flughäfen liest du in unserem Beitrag zu den geplanten Investitionen an den Kanaren-Flughäfen und auf der Seite zu Gran Canaria.
Quellen dieses Artikels:
Canarias7 – „Canarias se abre a regular los precios de los billetes de avión en la Estrategia de Movilidad“
https://www.canarias7.es/economia/canarias-abre-regular-precios-billetes-avion-estrategia-20261011071000-nt.html
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Quelle
Canarias7 – „Canarias se abre a regular los precios de los billetes de avión en la Estrategia de Movilidad“
https://www.canarias7.es/economia/canarias-abre-regular-precios-billetes-avion-estrategia-20261011071000-nt.html
Redaktion Spanienleben.de
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Veröffentlicht am 11. Oktober 2026
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