Kanaren erwarten 2026 mehr als 18 Millionen Urlauber

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
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Die Kanaren dürften das Jahr 2026 mit etwas mehr als 18 Millionen Urlaubern abschließen. Das ist eine Branchenprognose des Verbandes Excelcan und keine amtliche Jahresbilanz. Trotz der hohen Zahl würde das Ergebnis unter dem Rekord von 2025 bleiben. Im zweiten Quartal gingen die internationalen Ankünfte zurück, während Ausgaben und Beschäftigung im Tourismus stiegen.
Kanaren erwarten 2026 mehr als 18 Millionen Urlauber
Die Kanaren könnten 2026 etwas mehr als 18 Millionen Urlauber empfangen. Zu diesem Ergebnis kommt Excelcan, ein Verband großer kanarischer Tourismusunternehmen, in seiner aktuellen Einschätzung. Die Prognose beschreibt nach Angaben des Verbandes jedoch nur eine knappe Überschreitung dieser Marke und bleibt unter dem Rekord von 2025.
Wichtig ist die Abgrenzung: Bei den mehr als 18 Millionen Urlaubern handelt es sich nicht um eine bereits feststehende amtliche Jahreszahl, sondern um eine Branchenprognose für den Abschluss des laufenden Jahres. Die bisher verfügbaren Daten zum zweiten Quartal 2026 zeigen vielmehr, wie sich einzelne Kennzahlen tatsächlich entwickelt haben. Stand der Einschätzung ist der 16. September 2026.
Branche spricht von einer sanften Landung
Excelcan bezeichnet die aktuelle Entwicklung als „sanfte Landung“. Gemeint ist eine Normalisierung nach dem kräftigen Wiederanstieg des Tourismus in den Jahren nach dem pandemiebedingten Einbruch. Zwischen April und Juni 2026 lag die Zahl der internationalen Urlauber nach Angaben aus dem Verbandsbericht um 3,35 Prozent unter dem entsprechenden Wert von 2025.
Der erwartete Jahreswert von etwas mehr als 18 Millionen würde damit weiterhin ein sehr hohes Besucheraufkommen bedeuten, aber keinen neuen Rekord. Weitere Meldungen zur Entwicklung des Landes finden sich bei den Nachrichten aus Spanien. Für die Kanaren bleibt entscheidend, ob sich die schwächeren Ankunftszahlen der Frühjahrsmonate im weiteren Jahresverlauf fortsetzen oder teilweise ausgeglichen werden.
Ausgaben steigen trotz weniger internationaler Gäste
Der Rückgang der internationalen Ankünfte ging im zweiten Quartal nicht mit sinkenden touristischen Ausgaben einher. Im Gegenteil: Die Ausgaben stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,61 Prozent. Excelcan sieht darin ein Zeichen dafür, dass sich die Branche stabilisiert, auch wenn sich Besucherzahlen und Umsätze unterschiedlich entwickeln.
Zugleich sank die durchschnittliche Aufenthaltsdauer leicht um 0,05 Prozent. Die Zahl der Übernachtungen in touristischen Unterkünften verringerte sich um 1,95 Prozent. Im Vergleich zum ersten Quartal fielen die Gesamteinnahmen um 29,52 Prozent. Der Bericht führt diesen deutlichen Quartalsunterschied auf das Ende der für die Kanaren wichtigen Herbst- und Wintersaison zurück.
Tourismus schafft zusätzliche Beschäftigung
Auch der Arbeitsmarkt entwickelte sich im zweiten Quartal positiv. Die Beschäftigung im Tourismus nahm um 2,40 Prozent zu und erreichte 233.020 Personen. Im Verhältnis zu anderen Wirtschaftsbereichen verlor der Sektor allerdings an Gewicht. Die Zahlen deuten somit nicht auf einen allgemeinen Einbruch hin, sondern auf eine uneinheitliche Entwicklung innerhalb einer weiterhin bedeutenden Branche.
Die Verbandsvertreter bewerten steigende Unterkunftspreise als positives Signal und halten das Reiseziel Kanaren weiterhin für wettbewerbsfähig. Entwicklungen auf einzelnen Inseln können dabei voneinander abweichen. Regionale Berichte und Hintergründe bündelt Spanienleben.de unter anderem für Gran Canaria.
Kerosinpreise gelten als Unsicherheitsfaktor
Risiken sieht Excelcan vor allem in der internationalen Lage. Der Verband verweist auf den Konflikt im Iran und mögliche Folgen für den Kerosinpreis. Treibstoff mache rund 30 Prozent der Kosten einer Fluggesellschaft aus. Steigende Preise könnten Airlines deshalb dazu bewegen, ihre Streckennetze mit Blick auf eine höhere Effizienz neu zu ordnen.
Gleichzeitig berücksichtigt die Prognose mögliche Verlagerungen von Reiseströmen. Nach Einschätzung von Excelcan könnten die Kanaren davon profitieren, wenn Urlauber wegen des Konflikts im Nahen Osten oder der Krise in Ceuta andere Ziele meiden und sichere Destinationen bevorzugen. Wie stark dieser Effekt tatsächlich ausfällt, lässt sich aus dem vorliegenden Material nicht beziffern.
Modellrechnung zeigt wirtschaftliche Abhängigkeit
Vor dem Hintergrund internationaler Unsicherheiten und tourismuskritischer Stimmungen hat Excelcan außerdem ein hypothetisches Szenario berechnet. Ein Rückgang der Urlauberzahlen um zehn Prozent würde demnach das kanarische Bruttoinlandsprodukt um 2,92 Prozent und die Beschäftigung um vier Prozent verringern. Rechnerisch wären rund 40.000 Arbeitsplätze betroffen.
Der Verband betont ausdrücklich, dass die Kanaren von einem solchen Szenario derzeit weit entfernt seien. Die Modellrechnung soll vor allem die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus verdeutlichen. Für 2026 erwartet die Branche keine Krise, sondern eine Stabilisierung auf hohem Niveau: mehr als 18 Millionen Urlauber, jedoch weniger als im Rekordjahr 2025.
Quelle
Radio Televisión Canaria – „Canarias prevé cerrar 2026 con más de 18 millones de turistas“
https://lh3.googleusercontent.com/-DR60l-K8vnyi99NZovm9HlXyZwQ85GMDxiwJWzoasZYCUrPuUM_P_4Rb7ei03j-0nRs0c4F=w16Canarias Ahora (elDiario.es) – „Las empresas canarias prevén un año con 18 millones de turistas, pero por debajo del récord de 2025“
https://www.eldiario.es/canariasahora/turismo/empresas-canarias-preven-ano-18-millones-turistas-debajo-record-2025_1_13511214.html
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Veröffentlicht am 16. September 2026
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