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Aktuelle Nachrichten1. September 2026

Euribor steigt auf 2,95 Prozent: Variable Hypotheken in Spanien werden teurer

Von Redaktion Spanienleben.de
Modellhaus, Schlüssel, Euro-Münzen und Taschenrechner symbolisieren steigende Hypothekenkosten in Spanien

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Inhaltsverzeichnis
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Der Euribor hat den August 2026 mit einem vorläufigen Monatswert von 2,95 Prozent beendet. Damit liegt der wichtigste Referenzwert für variable Immobilienkredite in Spanien so hoch wie seit zwei Jahren nicht mehr. Für viele Kreditnehmer bedeutet die nächste Überprüfung ihrer Hypothek eine höhere Monatsrate.

  • Der vorläufige Euribor-Monatswert für August beträgt 2,95 Prozent.
  • Im August 2025 lag der Wert bei 2,114 Prozent.
  • Die Differenz beträgt 0,836 Prozentpunkte beziehungsweise rund 84 Basispunkte.
  • Eine Beispielhypothek über 150.000 Euro kann sich bei jährlicher Anpassung um etwa 68 Euro pro Monat verteuern.
  • Fest verzinste Kredite sind von einer laufenden Euribor-Veränderung grundsätzlich nicht betroffen.
  • Der Augustwert muss noch offiziell von der Banco de España bestätigt werden.

Wie stark die Rate tatsächlich steigt, hängt vom individuellen Vertrag ab: Restschuld, Aufschlag, Laufzeit und Anpassungstermin sind entscheidend.

Euribor erreicht höchsten Monatswert seit August 2024

Der Euribor ist der in Spanien am häufigsten verwendete Referenzwert für Hypotheken mit variablem Zinssatz. Im August 2026 lag der Monatsdurchschnitt bei vorläufig 2,95 Prozent. Zuletzt war der Wert im August 2024 mit 3,169 Prozent höher.

Gegenüber August 2025 ist der Euribor deutlich gestiegen. Damals lag er bei 2,114 Prozent. Kreditnehmer, deren Vertrag jetzt jährlich überprüft wird, müssen deshalb mit einer höheren Rate rechnen.

Während des Monats überschritt der tägliche Wert zeitweise die Marke von drei Prozent. Für die Anpassung einer Hypothek ist jedoch normalerweise der im Vertrag vorgesehene offizielle Monatswert entscheidend.

Beispielrechnung: Rund 810 Euro mehr im Jahr

RTVE berechnet die möglichen Folgen anhand einer variabel verzinsten Hypothek über 150.000 Euro mit 25 Jahren Restlaufzeit und einem vertraglichen Aufschlag von einem Prozentpunkt.

Bei einem Euribor von 2,95 Prozent ergibt sich in diesem Beispiel ein Gesamtzinssatz von 3,95 Prozent. Die Monatsrate steigt demnach auf ungefähr 788 Euro. Bei einer Überprüfung auf Grundlage des Augustwerts 2025 hätte die Rate noch bei etwa 720 Euro gelegen.

Die Differenz beträgt:

  • rund 68 Euro im Monat,
  • ungefähr 810 Euro im Jahr.

Bei einer halbjährlichen Überprüfung fällt der Vergleich geringer aus. Gegenüber dem Euribor vom Februar 2026 würde die Beispielrate laut RTVE von ungefähr 729 auf 788 Euro steigen. Das wären rund 59 Euro zusätzlich pro Monat beziehungsweise etwa 354 Euro für das folgende Halbjahr.

Warum die tatsächliche Erhöhung anders ausfallen kann

Die Beispielrechnung lässt sich nicht unverändert auf jeden Immobilienkredit übertragen. Die tatsächliche Veränderung hängt von mehreren Faktoren ab:

  • noch offene Kreditsumme,
  • verbleibende Laufzeit,
  • vertraglicher Aufschlag auf den Euribor,
  • jährliche oder halbjährliche Überprüfung,
  • konkret im Vertrag festgelegter Referenzmonat,
  • mögliche Ober- oder Untergrenzen im Kreditvertrag.

Auch Gebühren, Versicherungen und andere vertragliche Zusatzkosten können die Gesamtbelastung beeinflussen.

Festzinskredite bleiben zunächst unverändert

Wer eine Hypothek mit einem festen Zinssatz abgeschlossen hat, erhält durch den neuen Euribor-Wert normalerweise keine unmittelbare Ratenerhöhung. Der vereinbarte Zinssatz bleibt während der festgelegten Laufzeit konstant.

Bei gemischten Hypotheken gilt häufig zunächst eine Festzinsphase. Erst nach deren Ablauf wird der Kredit variabel und an den Euribor gekoppelt. Kreditnehmer sollten deshalb in ihren Unterlagen prüfen, welche Zinsform und welcher Anpassungstermin vereinbart wurden.

Bedeutung für deutsche Eigentümer in Spanien

Viele deutsche Residenten und Zweitwohnungsbesitzer finanzieren ihre Immobilie über eine spanische Bank. Wer einen variablen Kredit besitzt, sollte vor der nächsten Überprüfung nicht nur den Euribor beobachten, sondern auch die Restschuld und den vertraglichen Aufschlag kennen.

Besonders relevant ist der neue Wert für Eigentümer, deren jährliche Anpassung auf dem August-Euribor basiert. Die Bank muss die neue Rate entsprechend den Bedingungen des Kreditvertrags berechnen.

Eine Umschuldung oder Änderung der Zinsform kann Kosten verursachen und sollte nicht allein aufgrund einer allgemeinen Beispielrechnung beschlossen werden. Entscheidend sind die persönlichen Vertragsbedingungen und ein konkretes Angebot.

Vorläufiger Wert muss noch bestätigt werden

Der Monatswert von 2,95 Prozent war bei Veröffentlichung der Meldung noch nicht abschließend von der Banco de España bestätigt. Erst die offizielle Veröffentlichung ist die verbindliche Referenz für die entsprechenden Vertragsberechnungen.

Die Größenordnung der Entwicklung steht jedoch fest: Der Euribor liegt deutlich über dem Vorjahreswert und erhöht damit den finanziellen Druck auf Haushalte mit variabler Hypothek.

Fazit

Der Euribor hat im August 2026 vorläufig 2,95 Prozent erreicht. Für viele variable Immobilienkredite in Spanien bedeutet das bei der nächsten Anpassung eine höhere Monatsrate. Wie stark die Belastung tatsächlich steigt, hängt vom individuellen Vertrag ab.

Eigentümer sollten deshalb den Anpassungstermin, den vereinbarten Aufschlag und die Restschuld prüfen, statt sich ausschließlich an allgemeinen Durchschnittsrechnungen zu orientieren.

Quellen

Quellen

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 01. September 2026

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