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Costa Brava bleibt Spaniens Campinghochburg

Von Redaktion Spanienleben.de
Wohnmobil und Zelt auf einem Campingplatz an einer felsigen Bucht der Costa Brava

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Inhaltsverzeichnis
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Die Costa Brava war im Juli 2026 Spaniens Ferienregion mit den meisten Campingübernachtungen. Mehr als 2,2 Millionen Nächte wurden auf den Campingplätzen der katalanischen Mittelmeerküste registriert. Besonders Torroella de Montgrí und Calonge gehören zu den wichtigsten Campingorten des Landes.

  • Die Costa Brava verzeichnete im Juli mehr als 2,2 Millionen Campingübernachtungen.
  • Damit führte sie alle spanischen Ferienregionen an.
  • Torroella de Montgrí und Calonge gehörten zu den Orten mit den meisten Campingnächten.
  • In ganz Katalonien wurden mehr als 4,5 Millionen Übernachtungen auf Campingplätzen registriert.
  • Der katalanische Wert lag 1,3 Prozent unter dem Vorjahresmonat.
  • Die Daten des spanischen Statistikamtes INE sind vorläufig.

Wer in der Hauptsaison an die Costa Brava reist, sollte früh reservieren – und zwischen Campingplatz, Stellplatz und bloßem Parken unterscheiden.

Mehr als 2,2 Millionen Nächte an der Costa Brava

Campingurlaub gehört seit Jahrzehnten zum touristischen Profil der Costa Brava. Die neuen Zahlen des spanischen Statistikamtes bestätigen die besondere Bedeutung dieser Unterkunftsform erneut.

Im Juli wurden in der ausgewiesenen Tourismusregion mehr als 2,2 Millionen Übernachtungen auf Campingplätzen gezählt. Keine andere spanische Ferienregion kam auf ein höheres Volumen.

Die Statistik umfasst nicht nur klassische Zeltplätze. Je nach Betrieb gehören auch Stellplätze für Wohnwagen und Wohnmobile sowie Bungalows und andere fest installierte Campingunterkünfte zum Angebot.

Torroella de Montgrí und Calonge besonders gefragt

Torroella de Montgrí und Calonge zählten gemeinsam mit Benidorm zu den spanischen Orten mit den meisten Campingübernachtungen. Beide Gemeinden liegen an besonders gefragten Abschnitten der Costa Brava.

Torroella de Montgrí umfasst unter anderem den Ferienort L’Estartit und liegt am Naturpark Montgrí, Illes Medes i Baix Ter. Calonge besitzt mit Sant Antoni de Calonge ebenfalls einen stark touristisch geprägten Küstenbereich.

Große Campinganlagen, direkte Strandnähe und Angebote für Familien tragen dazu bei, dass die Aufenthaltsdauer häufig länger ist als bei klassischen Städtereisen.

Katalonien führt trotz Rückgang

In ganz Katalonien kamen die Campingplätze im Juli auf mehr als 4,5 Millionen Übernachtungen. Damit war die autonome Gemeinschaft Spaniens wichtigstes Campingziel.

Gegenüber Juli 2025 ging die Zahl allerdings um 1,3 Prozent zurück. Der Rückgang ändert nichts an der führenden Position, zeigt aber, dass hohe absolute Werte nicht automatisch ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr bedeuten.

Spanienweit stiegen die Campingübernachtungen im gleichen Zeitraum um 1,2 Prozent. Bei Gästen mit Wohnsitz in Spanien betrug das Plus 3,8 Prozent, während die Übernachtungen ausländischer Gäste um 2,4 Prozent zurückgingen.

Niederlande wichtigster internationaler Markt

41,1 Prozent der Campingübernachtungen in Spanien entfielen auf Gäste ohne spanischen Wohnsitz. Unter den internationalen Herkunftsmärkten lagen die Niederlande mit einem Anteil von 36,6 Prozent vorn.

Deutschland gehört traditionell ebenfalls zu den wichtigen Campingmärkten an der spanischen Mittelmeerküste. Die INE-Pressemitteilung nennt für Juli jedoch keinen gesonderten deutschen Anteil an der Costa Brava. Entsprechende Zahlen sollten deshalb nicht aus dem landesweiten Ergebnis abgeleitet werden.

Übernachtungszahl ist nicht gleich Auslastung

Die Costa Brava führt nach der absoluten Zahl der Campingnächte. Den höchsten Auslastungsgrad unter den ausgewiesenen Ferienregionen erreichte dagegen die Costa Blanca mit 71,1 Prozent.

Die beiden Kennzahlen beantworten unterschiedliche Fragen:

  • Die Übernachtungszahl zeigt, wie viele Nächte insgesamt gebucht wurden.
  • Der Auslastungsgrad setzt die belegten Kapazitäten ins Verhältnis zum vorhandenen Angebot.

Eine Region mit sehr vielen und großen Campinganlagen kann deshalb die meisten Übernachtungen verzeichnen, ohne gleichzeitig den höchsten Belegungsanteil zu erreichen.

Preise auf spanischen Campingplätzen steigen

Der landesweite Preisindex für Campingplätze lag im Juli 6,3 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats. Dabei handelt es sich um einen spanischen Durchschnitt und nicht um eine konkrete Preissteigerung für jeden Campingplatz an der Costa Brava.

Die tatsächlichen Kosten hängen stark von Reisezeit, Lage, Stellplatzgröße, Personenzahl und Unterkunftsart ab. Bungalows oder Glamping-Unterkünfte können deutlich teurer sein als einfache Zeltplätze.

Was deutsche Camper beachten sollten

Die Zahlen bestätigen, dass die Costa Brava im Juli zu den am stärksten nachgefragten Campingregionen Europas gehört. Für Reisen in der Hauptsaison empfiehlt sich daher eine rechtzeitige Reservierung, besonders bei Anlagen direkt am Meer.

Wohnmobilreisende sollten außerdem zwischen einem regulären Campingplatz, einem ausgewiesenen Stellplatz und dem bloßen Parken unterscheiden. Übernachten, Markisen ausfahren oder Campingmöbel aufstellen kann außerhalb zugelassener Flächen örtlichen Einschränkungen unterliegen.

Fazit

Mehr als 2,2 Millionen Campingübernachtungen machen die Costa Brava im Juli 2026 erneut zur führenden Campingregion Spaniens. Torroella de Montgrí und Calonge gehören zu den wichtigsten Einzelzielen.

Der leichte Rückgang in ganz Katalonien zeigt jedoch, dass die starke Marktposition nicht mit einem uneingeschränkten Wachstum gleichzusetzen ist.

Quellen

Quellen

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 01. September 2026

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