Butangas in Spanien wird teurer: Preis steigt fast auf Vierjahreshoch

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
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Die regulierte 12,5-Kilogramm-Butangasflasche kostet in Spanien seit dem 15. September 2026 18,84 Euro. Gegenüber dem vorherigen Preis entspricht das einem Anstieg um 4,96 Prozent und damit nahezu der zulässigen Obergrenze. Der Preis liegt so hoch wie seit 2022 nicht mehr. Grundlage ist die turnusmäßige Überprüfung, die alle zwei Monate erfolgt.
Regulierte Butangasflasche kostet jetzt 18,84 Euro
Der Preis der regulierten 12,5-Kilogramm-Butangasflasche ist in Spanien am 15. September 2026 gestiegen. Seit diesem Dienstag kostet sie 18,84 Euro. Das sind 4,96 Prozent mehr als beim vorherigen Preis und damit nur knapp unter der zulässigen Obergrenze von fünf Prozent.
Im Juli hatte der Preis noch bei 17,83 Euro gelegen. Damit setzt sich die schrittweise Verteuerung im Verlauf des Jahres 2026 fort. Der aktuelle Betrag ist zugleich der höchste Stand seit 2022. Weitere wirtschaftliche Entwicklungen aus Spanien finden sich in unserem Nachrichtenbereich.
Butangas wird in Spanien weiterhin in Haushalten genutzt, unter anderem bei saisonal vermieteten Wohnungen. Auch in der Gastronomie spielt der Energieträger eine Rolle. Der Verbrauch von Flüssiggas ist innerhalb von fünf Jahren zwar um zwölf Prozent zurückgegangen, nahm 2025 nach Angaben der spanischen Wettbewerbs- und Marktkommission CNMC jedoch um zwei Prozent zu.
Preis wird alle zwei Monate überprüft
Der regulierte Preis der Butangasflasche wird in Spanien im Abstand von zwei Monaten neu festgesetzt. Bei jeder Überprüfung darf er gegenüber dem vorherigen Wert höchstens um fünf Prozent steigen oder fallen. Diese Begrenzung soll starke Preissprünge abfedern und gilt in beide Richtungen.
Die neue Festsetzung geht aus einer am Montag im spanischen Staatsanzeiger BOE veröffentlichten Resolution hervor. Der Preis von 18,84 Euro bleibt für die folgenden zwei Monate in Kraft. Die nächste turnusmäßige Überprüfung ist für den dritten Dienstag im November 2026 vorgesehen.
Dann wird der Preis erneut anhand der maßgeblichen internationalen Notierungen und Kostenfaktoren berechnet. Wichtig ist dabei: Die zweimonatliche Prüfung führt nicht automatisch zu einer Erhöhung. Abhängig von den zugrunde liegenden Daten kann der Preis steigen, sinken oder unverändert bleiben, wobei die Fünf-Prozent-Grenze greift.
Rohstoffpreise und Frachtkosten treiben die Berechnung
Bei der aktuellen Überprüfung stiegen die Notierungen der Rohstoffe um 8,24 Prozent. Gemeint sind insbesondere Propan und Butan auf den internationalen Märkten. Hinzu kam ein Anstieg der Frachtkosten um 10,27 Prozent. Der Transport ist damit ein weiterer wichtiger Bestandteil der regulierten Preisformel.
Auch die Entwicklung des Wechselkurses zwischen Euro und US-Dollar fließt in die Berechnung ein. Bei dieser Überprüfung wurde eine Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar um 7,1 Prozent berücksichtigt. Außerdem ging die seit dem 1. September geltende vorübergehende Senkung der Kohlenwasserstoffsteuer um 11,25 Euro je Tonne gemäß dem Königlichen Gesetzesdekret 18/2026 in die Kalkulation ein.
Das Zusammenspiel dieser Faktoren bestimmt den rechnerischen Preis. Weil die mögliche Veränderung je Überprüfungsrunde begrenzt ist, wurde der Anstieg trotz höherer Rohstoff- und Frachtwerte auf 4,96 Prozent beschränkt. Regionale Meldungen und Entwicklungen sind unter Spanien nach Regionen gebündelt.
Jährliche Ausgaben steigen auf rund 75 Euro
Ein Haushalt, der weiterhin Butangas verwendet, verbraucht dem Bericht zufolge durchschnittlich vier Flaschen pro Jahr. Beim neuen Preis ergibt sich daraus eine jährliche Ausgabe von rund 75,35 Euro. Der tatsächliche Bedarf kann je nach Nutzung und Haushalt selbstverständlich abweichen.
Gegenüber dem Juli-Preis verteuert sich eine einzelne Flasche um 1,01 Euro. Bei vier Flaschen entspricht dies rechnerisch gut vier Euro zusätzlicher Belastung innerhalb eines Jahres, sofern der aktuelle Preis für alle Käufe zugrunde gelegt wird. Da der regulierte Betrag alle zwei Monate überprüft wird, kann sich die tatsächliche Jahressumme jedoch verändern.
Historischer Höchstwert bleibt vorerst unerreicht
Mit 18,84 Euro nähert sich der Preis dem Niveau des Jahres 2022. Damals sorgten steigende Energiepreise im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine für hohen Kostendruck. Zwischen Mai und September 2022 erreichte die regulierte Flasche mit 19,55 Euro ihren historischen Höchstwert.
Im März 2022 hatte sie 18,63 Euro gekostet, im November desselben Jahres 18,58 Euro. Der neue Preis übertrifft diese beiden Vergleichswerte, bleibt aber noch 71 Cent unter dem Rekord. Stand 16. September 2026 gilt der Betrag von 18,84 Euro bis zur nächsten turnusmäßigen Neubewertung im November.
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Quelle
ABC – „El precio de la bombona de butano sube y se acerca a su máximo en cuatro años“
https://www.abc.es/economia/cuentas-corrientes/precio-bombona-butano-sube-partir-hoy-acerca-20260915020547-nt.html
Redaktion Spanienleben.de
Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.
Veröffentlicht am 16. September 2026
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