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Balearen: 71 Migranten in fünf Booten aufgegriffen

Von Redaktion Spanienleben.de
Einsatzboot der Guardia Civil während einer Kontrolle vor der felsigen Küste der Balearen

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

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Auf den Balearen sind am 15. September insgesamt 71 Migranten in fünf Booten aufgegriffen worden. 59 Menschen wurden im Verlauf des Tages bei vier Einsätzen vor oder an Formentera, Cabrera und Mallorca entdeckt. Hinzu kamen zwölf Menschen, die bereits am späten Montagabend an der Küste im Süden Mallorcas angetroffen worden waren.

Zwölf Menschen im Süden Mallorcas aufgegriffen

Auf den Balearen sind am 15. September insgesamt 71 Migranten aufgegriffen worden, die mit fünf kleinen Booten angekommen waren. Der erste der gemeldeten Fälle ereignete sich bereits am Montagabend. Um 22.05 Uhr trafen Einsatzkräfte zwölf Menschen an der Küstenlinie von Colònia de Sant Jordi an. Der Ort gehört zur Gemeinde Ses Salines im Süden von Mallorca.

Nach Angaben der Regierungsdelegation auf den Balearen handelte es sich um Menschen aus dem Maghreb. An dem Einsatz waren Beamte des Guardia-Civil-Postens von Santanyí, die Einheit für Bürgersicherheit der Kommandantur Usecic sowie die örtliche Polizei von Ses Salines beteiligt. Die Gruppe war den Angaben zufolge mit einem Boot an die Küste gelangt.

Zwei Einsätze auf und vor Formentera

Im Verlauf des Dienstags folgten vier weitere Einsätze mit insgesamt 59 Menschen. Die erste dieser Gruppen wurde um 12.30 Uhr an der Küstenlinie bei Punta Roja im Gebiet Pilar de la Mola auf Formentera entdeckt. In diesem Fall wurden 15 Migranten aufgegriffen.

An der Suche und dem Einsatz beteiligten sich der maritime Dienst der Guardia Civil, die auf Unterwassereinsätze spezialisierte Einheit GEAS, die spanische Seenotrettung Salvamento Marítimo sowie Kräfte des Guardia-Civil-Postens auf Formentera.

Nur wenig später wurde ein weiteres Boot südöstlich der Insel lokalisiert. Um 13.45 Uhr trafen die Einsatzkräfte rund 14 Seemeilen vor Formentera auf 17 Menschen. Dabei waren erneut der maritime Dienst der Guardia Civil und Salvamento Marítimo im Einsatz.

Boot südlich von Cabrera entdeckt

Ein drittes Boot wurde am Dienstag um 15 Uhr etwa zwei Seemeilen südlich von Cabrera aufgegriffen. An Bord befanden sich elf Menschen maghrebinischer Herkunft. Die kleine Insel Cabrera liegt südlich von Mallorca und gehört zum Gebiet der Balearen.

An diesem Einsatz wirkten der maritime Dienst der Guardia Civil, die Einheit Usecic und Salvamento Marítimo mit. Die Behörden machten im vorliegenden Quellenmaterial keine weiteren Angaben zum Zustand der Menschen oder zum Ausgangspunkt der Überfahrt.

Die zeitlich eng aufeinanderfolgenden Einsätze vor Formentera und Cabrera waren Teil der insgesamt vier am Dienstag registrierten Ankünfte. Zusammen mit dem Fall vom Vorabend ergibt sich eine Gesamtzahl von fünf Booten und 71 aufgegriffenen Personen.

Weitere Gruppe erreicht Cala Figuera

Die letzte der am Dienstag gemeldeten Gruppen wurde um 16.35 Uhr an der Küstenlinie von Cala Figuera in der Gemeinde Santanyí auf Mallorca entdeckt. Sie bestand aus 16 Migranten, die ebenfalls mit einem kleinen Boot angekommen waren.

In Cala Figuera übernahmen Beamte der Guardia Civil von Santanyí und der Usecic den Einsatz. Damit wurden auf Mallorca innerhalb des betrachteten Zeitraums zwei Gruppen an Land aufgegriffen: zwölf Menschen in Colònia de Sant Jordi und 16 in Cala Figuera. Weitere 32 Menschen wurden auf oder vor Formentera entdeckt, elf südlich von Cabrera.

Mehr als 5.400 Ankünfte seit Jahresbeginn

Nach den von EFE auf Grundlage von Angaben des spanischen Innenministeriums und der Regierungsdelegation auf den Balearen zusammengestellten Daten erreichten seit Jahresbeginn 314 Boote mit 5.435 Menschen den Archipel. Diese Bilanz berücksichtigt die vier am Dienstag gemeldeten Boote mit 59 Insassen. Zuvor hatte der Stand nach dem Einsatz in Colònia de Sant Jordi bei 310 Booten und 5.376 Menschen gelegen.

Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2025 kamen den Angaben zufolge 401 Boote mit 7.321 Menschen auf den Balearen an. Das waren 24,5 Prozent mehr Migranten und annähernd 15 Prozent mehr Boote als 2024. Weitere Meldungen zu Entwicklungen im Land stehen im Bereich Spanien-Nachrichten.

Alle zeitbezogenen Angaben und Jahreszahlen entsprechen dem Informationsstand vom 16. September 2026. Die vorliegenden Behördenmeldungen beschreiben die Orte, Uhrzeiten und beteiligten Einheiten, enthalten jedoch keine weitergehenden Informationen zu möglichen Asylverfahren oder zur anschließenden Unterbringung der aufgegriffenen Menschen.

Ratgeber zum Thema

Hintergrund und Praxiswissen, das über die aktuelle Meldung hinausgeht.

Quelle

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 16. September 2026

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