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Unwetter an Costa Dorada und Costa Cálida: Bilanz aus Ebre-Gebiet und Mar Menor

Von Redaktion Spanienleben.de
Überflutete Straße nach Starkregen in einem Küstenort am Mittelmeer

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

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Stand: Samstag, 3. Oktober 2026, 13:25 Uhr MESZ. Die Unwetter vom Freitag haben in den Terres de l’Ebre im Süden der Provinz Tarragona sowie im Campo de Cartagena und in Los Alcázares am Mar Menor zahlreiche Rettungseinsätze ausgelöst. In diesen beiden Gebieten wurden keine Todesopfer berichtet. Während sich die Lage in Murcia zunächst beruhigt hat, kehrt der Regen nach Südkatalonien zurück.

Unwetter Costa Dorada Costa Cálida: neue Gefahr am Samstag

Für Katalonien ist die Freitagsbilanz keine Entwarnung. Laut El País hat Meteocat für Samstagnachmittag die höchste Gefahrenstufe 6 von 6 für 17 Comarcas in den Provinzen Tarragona, Barcelona und Girona ausgerufen. Der Hochwasserplan Inuncat befindet sich in der Phase Alerta.

Protecció Civil warnte angesichts des erneut einsetzenden Regens in den Terres de l’Ebre: „plou sobre mullat“, es regnet auf bereits durchnässten Boden. Ministerpräsident Salvador Illa sprach von einem „mini-huracán mediterráneo“ und kündigte Vorsorgemaßnahmen an. Konkrete Einzelheiten waren zum Berichtsstand nicht bekannt. Der Ausdruck ist seine Beschreibung, keine hier bestätigte meteorologische Einstufung als Hurrikan.

Ebre-Gebiet: Regenmengen mit unterschiedlichen Messständen

Die Niederschlagswerte vom Freitag wurden fortlaufend aktualisiert. Laut Diari Més registrierte die Meteocat-Station Mas de Barberans bis Freitag gegen 9 Uhr 225,7 Liter pro Quadratmeter. Für Les Cases d’Alcanar meldete das Blatt bis Freitagmorgen 203,4 Liter pro Quadratmeter.

Bis Freitag um 12 Uhr stiegen die Stationssummen laut RAC1 unter Berufung auf Meteocat auf 227 Liter in Mas de Barberans, 237 Liter in Les Cases d’Alcanar und 264 Liter in L’Ametlla de Mar, jeweils pro Quadratmeter. Aguaita berichtete für Les Cases d’Alcanar von mehr als 100 Litern pro Quadratmeter allein am Freitag zwischen 6:30 und 7:30 Uhr.

Für Alcanar nennt das Diari de Tarragona inzwischen 282 Liter pro Quadratmeter seit Donnerstag bis Samstag um 11 Uhr. Wegen der unterschiedlichen Zeiträume und Messorte sind diese Angaben nicht unmittelbar vergleichbar.

Rettungen, Evakuierungen und aufgehobene Beschränkungen

In Baix Ebre und Montsià forderte ein ES-Alert am Freitag gegen 8:30 Uhr die Bevölkerung auf, in Gebäuden zu bleiben. Dieses Confinament wurde gegen 13 Uhr aufgehoben. Die anschließende Beschränkung der Mobilität zwischen Gemeinden endete am Freitag um 20 Uhr. Gleichzeitig wurde Inuncat von Emergència auf Alerta zurückgestuft, berichtete Canal 21 Ebre mit der Nachrichtenagentur ACN.

Nach derselben Quelle verzeichneten die Bombers im Ebre-Gebiet bis Freitag um 19:30 Uhr 318 Einsätze und rund 20 Rettungen. Schwerverletzte wurden nicht gemeldet. Der Sender 3Cat berichtete für Freitag von 18 Rettungen aus Fahrzeugen im Raum Alcanar. In Tortosa mussten laut El Periódico sechs Bewohner nach einem wasserbedingten Dacheinsturz evakuiert und in einem Hotel untergebracht werden.

Die N-340 zwischen Alcanar und Amposta war am Freitag zeitweise gesperrt. Laut Canal 21 Ebre/ACN waren tagsüber bis zu 6.000 Stromanschlüsse betroffen, am Freitagabend noch rund 1.200. Diese Zahlen bezeichnen Anschlüsse, nicht Personen.

Die C-12 bei Amposta und die Verbindung Tortosa nach Roquetes waren nach dem Bericht am Freitagabend noch gesperrt. Ihre Wiederöffnung wurde für Samstag erwartet. Eine Bestätigung der aktuellen Straßenlage liegt zum Berichtsstand nicht vor.

Mar Menor: Starkregen und zahlreiche Rettungseinsätze

Im Campo de Cartagena und in Mazarrón galt am Freitag von 14 bis 18 Uhr eine rote AEMET-Warnung vor bis zu 60 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde, anschließend eine orange Warnung. Es wurde ein ES-Alert versandt. Der regionale Hochwasserplan Inunmur wurde auf Emergencia Nivel 1 gesetzt, die zweite von vier Stufen. Laut EFE über Infobae wurde der Unterricht am Freitag in acht Gemeinden ausgesetzt, darunter Cartagena, Los Alcázares und San Javier.

Der Wasserverband CHS registrierte am Freitag innerhalb von sechs Stunden an der Albujón-Mündung 115 Liter pro Quadratmeter, in La Puebla 105,2 und in Pozo Estrecho 88,4. Für Los Alcázares meldete das Rathaus laut Europa Press 104 Liter pro Quadratmeter innerhalb von einer Stunde und 40 Minuten. Im Ortszentrum kamen nach dem vom Rathaus angeführten Messnetz AMETSE am Freitag rund 200 Liter pro Quadratmeter zusammen.

La Verdad berichtete von 35 Rettungen am Freitag in Los Alcázares. Regionsweit erfasste der Notruf 112 laut EFE bis Freitag um 17:45 Uhr 301 Anrufe zu 222 Vorfällen, keiner davon wurde als schwerwiegend eingestuft.

Die Rambla del Albujón erreichte am Freitag zeitweise rund 90 Prozent ihrer Kapazität, die Rambla de Las Colonias über 90 Prozent. Für Las Colonias wurde am Abend ein eigener ES-Alert versandt. Nach Angaben des Regierungsdelegierten Francisco Lucas war die Lage am Freitagabend unter Kontrolle, die Pegel sanken, berichtete Cadena SER.

Kritik an Schulprotokollen, Entspannung auf Murcias Straßen

Bürgermeister Mario Pérez Cervera kritisierte, die Regionalregierung habe die Schulen trotz der anfänglichen Orangewarnung zunächst nicht geschlossen. Die Evakuierung des Instituto Antonio Menárguez mit 1.200 Schülern am Freitag sei schwierig gewesen. Er fordert eine Überprüfung der Notfallprotokolle. Dies ist seine Position, eine Stellungnahme der Region lag dazu nicht vor.

Die am Freitag gesperrten regionalen Straßen im Raum Cartagena und Mar Menor waren laut Murcia Actualidad am Samstagvormittag wieder offen. Für Samstag nennt die morgendliche Prognose von La Opinión de Murcia eine gelbe AEMET-Warnung ausschließlich für den Noroeste von 15 bis 21 Uhr, nicht für den Campo de Cartagena. Die Freitagswarnungen sind abgelaufen.

Einordnung und Hinweise für Urlauber und Residenten

Los Alcázares ist laut La Verdad im vergangenen Jahrzehnt wiederholt von Überschwemmungen betroffen gewesen. Im Montsià stellen Barrancos, zeitweise trockene Wasserläufe, ein strukturelles Überflutungsrisiko dar. Eine amtlich bezifferte Schadensbilanz liegt für die beiden hier behandelten Gebiete noch nicht vor. Besonders in Katalonien kann sich die Lage am Samstagnachmittag erneut verschärfen.

  • Aktuelle Hinweise der zuständigen 112-Dienste, von Meteocat und AEMET sowie neue ES-Alert-Nachrichten beachten.
  • Vor Fahrten die Verkehrsinformationen des SCT in Katalonien beziehungsweise der DGT prüfen. Erwartete Wiederöffnungen sind keine bestätigten Freigaben.
  • Überflutete Straßen, Ramblas und Barrancos weder zu Fuß noch mit Fahrzeugen queren.

Den überregionalen Zusammenhang erläutert der Bericht zur Unwetter-Gesamtlage an Spaniens Ostküste. Weitere regionale Berichte bietet die Übersicht mit Nachrichten aus Barcelona und von der Costa Brava.

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Quelle

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 03. Oktober 2026

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