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Aktuelle NachrichtenCosta Brava & BarcelonaCosta de AzaharCosta Blanca30. September 2026Aktualisiert am 8. Oktober 2026

Unwetter in Spanien: Todesopfer in Madrigueras, höchste Warnstufe in Katalonien

Von Redaktion Spanienleben.de
Regennasse Straße mit Palmen und stehendem Wasser

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Inhaltsverzeichnis
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Unwetter in Spanien: Todesopfer in Madrigueras, höchste Warnstufe in Katalonien

Stand: 3. Oktober 2026, 13:25 Uhr

Die Unwetter in Spanien haben in Madrigueras in der Provinz Albacete ein Todesopfer gefordert. Eine nach Angaben der Regionalregierung 102 Jahre alte Frau starb während der Sturzflut am Freitag in ihrer Wohnung. Am Samstag richtet sich der Blick besonders auf Katalonien: Dort bestehen erneut rote Warnungen, die gefährlichste Phase wird ab dem Abend und in der Nacht auf Sonntag erwartet. In der Comunitat Valenciana hat AEMET dagegen die orangefarbenen Warnungen für Samstag aufgehoben.

Madrigueras: Eine Tote und rund 90 Rettungen

Die Sturzflut traf Madrigueras in Castilla-La Mancha am Freitag, 2. Oktober, ab etwa 18:15 Uhr. Innerhalb von ungefähr zwei bis zweieinhalb Stunden fielen rund 142 Liter Regen pro Quadratmeter. El País berichtet am Samstag von dieser Regenmenge innerhalb von zweieinhalb Stunden. Die Wassermassen überfluteten Wohnungen und öffentliche Gebäude.

In der Wohnung der verstorbenen Frau stand das Wasser über einen Meter hoch. RTVE nennt unter Berufung auf die Junta ein Alter von 102 Jahren. Davon abweichend gibt Europa Press das Alter mit 100 Jahren an. Dieser Artikel folgt der Angabe der Regionalregierung.

Nach der von RTVE wiedergegebenen Bilanz der Junta führten die Einsatzkräfte am Freitagnachmittag und in den ersten Nachtstunden rund 90 Rettungen durch. Betroffen waren vor allem Menschen in überschwemmten Wohnungen. Der regionale Notfallplan für gefährliche Wetterereignisse, METEOCAM, ist in der operativen Stufe 1 aktiv.

Auch das Gesundheitszentrum von Madrigueras wurde überflutet. Nach Angaben von EFE wurde dessen Dienst in den örtlichen Sitz des Roten Kreuzes verlegt. Die medizinische Versorgung wird dort fortgeführt. Am Samstag laufen die Aufräumarbeiten und die Beseitigung der Schäden weiter.

Regionalpräsident Emiliano García-Page und der Regierungsdelegierte José Pablo Sabrido waren am Samstag vor Ort. Sabrido kündigte Unterstützung für die Betroffenen an. Daraus lässt sich noch keine bereits erfolgte Auszahlung von Hilfen ableiten. Ministerpräsident Pedro Sánchez und Oppositionsführer Alberto Núñez Feijóo drückten ihre Anteilnahme aus.

Unwetter Spanien: Warnungen in 15 Regionen

Für Samstag meldete El País um 05:30 Uhr auf Grundlage der AEMET-Warnungen insgesamt 15 autonome Regionen mit Wetterwarnungen. Neben der erneut höchsten Warnstufe in Teilen Kataloniens gilt Orange unter anderem in Kantabrien und im Norden der Region Madrid. Die Übersicht beschreibt die großräumige Lage, nicht eine einheitliche Gefährdung innerhalb jeder Region.

AEMET erwartet kräftige bis sehr kräftige Schauer und Gewitter in weiten Teilen der Iberischen Halbinsel sowie auf den Balearen. Die genaue Lage einzelner Starkregenzellen lässt sich nach Angaben des Wetterdienstes nur schwer im Voraus bestimmen. Entsprechend können sich sowohl die betroffenen Gebiete als auch die zeitlichen Schwerpunkte verschieben.

Entscheidend sind deshalb die jeweiligen Warngebiete und Gültigkeitszeiten. Eine rote Warnung für einen Küstenabschnitt bedeutet nicht automatisch, dass dieselbe Stufe für die gesamte autonome Region gilt. Ebenso ist eine Absenkung der Warnstufe nicht mit dem Ende aller Regenfälle gleichzusetzen.

Katalonien: Höchste Gefahr ab Samstagabend

Der katalanische Wetterdienst Meteocat weist für die Regenintensität eine Gefahrenstufe von bis zu 6 von 6 aus. Das veröffentlichte Warnzeitfenster reicht von Samstag, 3. Oktober, 08:00 Uhr, bis Montag, 5. Oktober, 02:00 Uhr. Möglich sind mehr als 40 Millimeter Regen innerhalb von 30 Minuten, wie Metrópoli Abierta unter Berufung auf Meteocat berichtet. Die höchste Stufe gilt dabei nicht überall während des gesamten Zeitraums.

Für Niederschlagsmengen von mehr als 200 Millimetern innerhalb von 24 Stunden nennt Meteocat die Stufe 5 von 6. Laut La Vanguardia vom 3. Oktober sind unter anderem Alt Empordà, Baix Empordà, Garrotxa, Pla de l’Estany, Gironès, Vallès Oriental, Vallès Occidental, La Selva, Maresme, Barcelonès und Baix Llobregat betroffen.

Diese Werte sind Warnschwellen für mögliche Niederschläge, keine bereits gemessenen Regenmengen. Die Skala von Meteocat ist zudem vom Farbsystem der staatlichen AEMET zu unterscheiden. Beide Dienste warnen vor einer sehr gefährlichen Wetterlage, verwenden dafür aber unterschiedliche Darstellungen.

Der Schwerpunkt wird ab Samstagabend und in der Nacht auf Sonntag erwartet. AEMET warnt laut La Vanguardia vor außerordentlicher Gefahr für Gebiete der Provinzen Barcelona und Girona. Starke Niederschläge können dort Überschwemmungen und rasch steigende Wasserstände auslösen. Wie stark einzelne Orte betroffen sein werden, bleibt von der tatsächlichen Entwicklung der Schauer abhängig.

Die Stadt Barcelona hat ihren kommunalen Alarmplan für Probleme durch unzureichende Entwässerung aktiviert. Metrópoli Abierta berichtet, dass die Maßnahme angesichts möglicher Überlastungen der Entwässerung durch den angekündigten Regen ergriffen wurde. Weitere regionale Berichte finden sich unter Nachrichten aus Barcelona und von der Costa Brava.

Comunitat Valenciana: Orange aufgehoben, Gelb an den Küsten

In der Comunitat Valenciana hat AEMET die orangefarbenen Regenwarnungen für Samstag aufgehoben. Nach dem aktuellen Bericht von La Vanguardia ist Gelb dort nun die höchste Warnstufe. Frühere Meldungen, die für Samstag noch Orange nannten, sind damit überholt.

Die gelben Warnungen betreffen die Küsten der Provinzen Castellón und Valencia sowie die nördliche Küste der Provinz Alicante. Für Samstag nennt AEMET dort mögliche Mengen von 30 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde oder 60 Litern in zwölf Stunden. Auch Gewitterwarnungen bestehen. Die Herabstufung bedeutet daher keine vollständige Entwarnung.

Die in früheren Fassungen dieses Artikels hervorgehobenen roten Warnungen für Castellón und das südliche Tarragona betrafen Freitag, 2. Oktober. Sie sind kein aktueller Warnstand für Samstag. Auch der frühere Ausblick, wonach am Samstag keine roten Warnungen mehr vorgesehen waren, ist durch die neue Entwicklung in Katalonien überholt. Regionale Meldungen aus Alicante bündelt die Seite Nachrichten von der Costa Blanca.

Rückblick: Die erste Welle am 1. und 2. Oktober

Ergänzt am Donnerstag, 8. Oktober 2026. Schon von Donnerstagabend, 1. Oktober, bis Freitag, 2. Oktober, hatte Starkregen den Süden Kataloniens und die Comunitat Valenciana getroffen. In Tortosa (Tarragona) fielen laut El Español in nur sechs Stunden 162 Liter pro Quadratmeter. Protección Civil schickte eine ES-Alert-Warnung an die Bevölkerung der Comarcas Baix Ebre und Montsià. In Tortosa richteten die Behörden im Pavillon El Temple eine Anlaufstelle für Betroffene ein, auf der N-340 saßen Fahrzeuge fest.

In der Provinz Castellón lag der Höchstwert nach Daten von AEMET und der Confederación Hidrográfica del Júcar in Alcalà de Xivert bei 145,8 Litern pro Quadratmeter, berichtet Moncloa.com. In zwölf Stunden wurden mehr als 50.000 Blitze gezählt. In der Comunitat Valenciana fiel für 411.953 Schülerinnen und Schüler der Unterricht aus.

Renfe stellte am Donnerstag ab 18 Uhr Cercanías, Regional- und Fernzüge ein. Am Freitag fuhren Cercanías und Regionalzüge schrittweise wieder, die Verbindungen Euromed und Intercity nach Katalonien blieben zunächst gestört. Wie es danach in Katalonien weiterging, liest du in unserem aktuellen Bericht zur Lage in Katalonien.

Ausblick: Wetterepisode mindestens bis Mittwoch

Nach der von El País wiedergegebenen AEMET-Prognose hält die Wetterepisode mindestens bis Mittwoch, 7. Oktober, an. Am Sonntag soll sich westlich der Iberischen Halbinsel eine DANA bilden, ein in der Höhe abgetrenntes Tief. Sie kann die wechselhafte und unwetterträchtige Lage fortsetzen. Das bedeutet jedoch nicht, dass überall bis Mittwoch dieselbe Warnstufe gilt.

Die weitere Entwicklung der DANA ist laut AEMET mit Unsicherheiten verbunden. Ort, Zeitpunkt und Stärke der größten Niederschlagsmengen können sich in kommenden Prognosen ändern. Maßgeblich bleiben die laufend aktualisierte amtliche Warnübersicht der AEMET, die Meldungen von Meteocat und die Hinweise der Protección Civil. Der hier wiedergegebene Stand bildet die Lage am Samstagmittag ab.

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Hintergrund und Praxiswissen, das über die aktuelle Meldung hinausgeht.

Quelle

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 30. September 2026 · Zuletzt aktualisiert am 08. Oktober 2026

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