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Unwetter auf Mallorca: 205 Flüge verspätet, 44 gestrichen

Von Redaktion Spanienleben.de
Reisende warten während des Unwetters vor den Anzeigetafeln am Flughafen Palma de Mallorca.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

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Ein schweres Unwetter hat am Mittwoch den Flugverkehr am Flughafen Palma de Mallorca erheblich gestört. 205 Flüge verspäteten sich, weitere 44 wurden gestrichen. Zugleich registrierte der Notruf 112 auf den Balearen 173 wetterbedingte Vorfälle. Besonders betroffen waren Mallorca und die Inselhauptstadt Palma.

Flugbetrieb in Palma stark beeinträchtigt

Das Unwetter über den Balearen hat am Mittwoch den Betrieb am Flughafen Palma durcheinandergebracht. Nach Angaben des Flughafenbetreibers Aena waren 205 Flüge verspätet. Weitere 44 Verbindungen wurden annulliert.

Bei den geplanten Abflügen von Son Sant Joan starteten 118 Maschinen später als vorgesehen. Neun Abflüge fielen aus. Bei den Ankünften wurden 87 Verspätungen und 35 Annullierungen gezählt. Damit waren ankommende Verbindungen besonders stark von den Ausfällen betroffen.

Im Terminal warteten viele Passagiere vor den Anzeigetafeln, auf Sitzbänken und auf dem Boden. Die Angaben zu einzelnen Verbindungen änderten sich am Nachmittag fortlaufend. Später begann der Flughafen, den regulären Betrieb schrittweise wieder aufzunehmen.

Starker Regen und heftige Windböen

Am Flughafen Palma fielen bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter. Zudem wurden dort Windböen von bis zu 65 Kilometern pro Stunde gemessen. Auf Mallorca lagen die Spitzenwerte noch deutlich höher.

In Capdepera erreichte eine Böe 109 Kilometer pro Stunde. An der Universität der Balearen in Palma wurden 94 Kilometer pro Stunde registriert. Dort beschädigten Wind und Wasser die Dächer eines Parkplatzes. Platten lösten sich oder stürzten auf Fahrzeuge.

Besonders viel Regen fiel in Llucmajor mit 47 Litern pro Quadratmeter. In Santa Maria wurden 34 Liter gemessen. Die staatliche Wetteragentur Aemet hatte vor örtlich sehr intensiven Niederschlägen von bis zu 50 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde gewarnt. Möglich waren außerdem starke Böen und vereinzelt Hagel.

173 Vorfälle beim Notruf 112

Zwischen 10.00 und 20.00 Uhr erfasste die Notrufzentrale 112 insgesamt 173 wetterbedingte Vorfälle auf den Balearen. Davon entfielen 149 auf Mallorca. Menorca meldete sieben Vorfälle und Ibiza zwei. Bei 15 Meldungen war der betroffene Ort zunächst nicht bekannt.

Palma verzeichnete mit 59 Fällen die meisten Einsätze. Dahinter folgten Esporles mit 16, Manacor mit 12 und Calvià mit sieben. Aus Felanitx wurden sechs Vorfälle gemeldet. Llucmajor und Banyalbufar kamen auf jeweils fünf, Marratxí und Valldemossa auf jeweils vier.

Besonders häufig lagen umgestürzte Bäume auf Fahrbahnen. Davon wurden 48 Fälle registriert. Hinzu kamen 29 Überflutungen von Gebäuden oder Geschäften sowie zehn überflutete öffentliche Straßen. In zwölf Fällen waren grundlegende Versorgungsdienste unterbrochen.

Schäden und Hindernisse auf den Straßen

Der Notruf erfasste außerdem 14 herabgestürzte oder gelöste Teile der städtischen Infrastruktur. Elf Meldungen betrafen Hindernisse oder Flüssigkeiten auf Fahrbahnen. Siebenmal bestand die Gefahr, dass sich weitere Teile lösten. Drei Ampeln fielen aus.

Zudem wurden zwei drohende Gebäudeüberflutungen und zwei Felsstürze gemeldet. In Felanitx kam es zu einem Sturz auf gleicher Ebene. Die Kombination aus Starkregen und Wind sorgte damit sowohl in Ortschaften als auch auf Straßen für Probleme.

Die Gewitterfront kam von der Iberischen Halbinsel. Sie erreichte Mallorca über die Serra de Tramuntana und zog anschließend über weite Teile der Insel. Der Nordwesten Menorcas wurde in geringerem Maß getroffen.

Was Flugreisende jetzt beachten sollten

Für Passagiere bleibt der aktuelle Flugstatus entscheidend. Obwohl der Flughafen seinen Betrieb wieder aufnahm, können sich Verspätungen auch nach dem Ende des stärksten Unwetters fortsetzen. Umläufe von Flugzeugen und Besatzungen können durch vorherige Ausfälle weiterhin verschoben sein.

Reisende sollten deshalb die Mitteilungen ihrer Fluggesellschaft und die Anzeigen im Terminal verfolgen. Bei einer Annullierung ist die Airline der wichtigste Ansprechpartner für Umbuchungen und weitere Informationen. Auch die Anfahrt zum Flughafen kann durch umgestürzte Bäume, Wasser oder andere Hindernisse länger dauern.

Die Flughäfen auf Menorca und Ibiza meldeten keine erheblichen direkten Beeinträchtigungen. Jeweils zwei dort gestrichene Flüge standen in Verbindung mit Mallorca. Das zeigt, dass Störungen in Palma auch Reisende auf den Nachbarinseln treffen können.

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Quelle

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 10. September 2026

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