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Aktuelle Nachrichten9. Februar 2026Aktualisiert am 3. September 2026

Überschwemmungen in Spanien: Warum Andalusien gerade am Limit ist

Überschwemmungen in Spanien: Warum Andalusien gerade am Limit ist
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Spanien erlebt einen Winter, der vielen Menschen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Eine ungewöhnliche Serie von Sturmtiefs hat vor allem den Süden des Landes mit Starkregen, Überschwemmungen und Erdrutschen getroffen. In Andalusien standen ganze Landstriche unter Wasser, Flüsse traten über die Ufer und die Infrastruktur wurde vielerorts beschädigt. Parallel dazu war auch Portugal stark betroffen, in beiden Ländern wurde sogar das Militär zur Unterstützung des Katastrophenschutzes hinzugezogen.

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Seltene Wetterlage bringt Stürme nach Süden

Meteorologen erklären die außergewöhnliche Unwetterserie mit einer seltenen Konstellation über dem Atlantik. Ein Hochdruckgebiet über Grönland und Island habe sich weiter als üblich nach Süden ausgedehnt. Gleichzeitig habe sich das sonst bei den Azoren liegende Hoch ebenfalls verschoben. Die Folge: Atlantiktiefs, die normalerweise eher Richtung Großbritannien und Deutschland ziehen, wurden deutlich weiter südlich über die Iberische Halbinsel gelenkt.

Sturmtief „Marta“ trifft Portugal und Spanien

Mit dem Atlantiktief „Marta“ verschärfte sich die Lage erneut. In Teilen Portugals und in Südspanien wurde die zweithöchste Unwetterwarnstufe Orange ausgelöst, weil Starkregen, Orkanböen und hohe Wellen erwartet wurden. Zuvor war die Region bereits von „Leonardo“ betroffen gewesen. In Andalusien und Extremadura machte sich „Marta“ besonders bemerkbar, während in Portugal Küstenabschnitte und das Zentrum und der Süden unter Warnstufe standen.

Evakuierungen und Stauseen am Limit

Ein zentrales Problem: Die Böden waren bereits so stark durchnässt, dass sie kaum noch Wasser aufnehmen konnten. Stauseen waren voll und mussten kontrolliert Wasser ablassen, wodurch Flüsse weiterhin Hochwasser führten.

In Spanien wurden insgesamt etwa elftausend Menschen evakuiert, in Portugal nach Berichten rund eintausend Bewohner niedrig gelegener Gebiete. Tausende Evakuierte waren in Notunterkünften untergebracht, und das Risiko von Erdrutschen blieb hoch.

„Wasserbeben“ und Evakuierung in Grazalema

Besonders außergewöhnlich war die Lage im Gebirgsort Grazalema in Andalusien. Dort wurden Erschütterungen registriert, die wie ein Erdbeben wirkten. Ausgelöst wurden sie durch Wassermassen, die im Untergrund aus höheren Lagen unter die Stadt flossen. Die gesamte Gemeinde musste wegen Einsturzgefahr geräumt werden. In Medien war von einem seltenen Phänomen namens „Hidroseísmo“ die Rede, was als Wasserbeben beschrieben wurde.

Milliardenschäden in der Landwirtschaft und Infrastruktur

Die Schäden werden in den Berichten als enorm beschrieben. Für Portugal und Spanien zusammen wurden die Schäden an Infrastruktur und Landwirtschaft auf mehr als sieben Milliarden Euro geschätzt.

In Portugal wurden die Schäden nach offiziellen Angaben bereits im Milliardenbereich gesehen, nachdem Extremstürme Häuser beschädigt und Straßen und Schienen durch Erdrutsche unpassierbar gemacht hatten. Auch in der Landwirtschaft wurden erhebliche Verluste gemeldet.

Weniger Wassermangel im kommenden Sommer

So zerstörerisch die Regenmassen sind, wird in den Berichten auch ein effekt genannt, der sich später positiv auswirken könnte. Wegen der vollen Stauseen dürfte es im kommenden Sommer trotz großer Hitze und Trockenheit nicht zu dem sonst üblichen Wassermangel kommen.

Fazit: Die Lage bleibt weiterhin fragil

Auch wenn es zwischenzeitlich Regenpausen gab und sich die Situation örtlich leicht entspannte, bleibt das Gesamtbild angespannt. Viele Regionen sind weiterhin überflutet, die Gefahr von Erdrutschen ist weiterhin hoch, und weitere Niederschläge wurden bereits wieder angekündigt.

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Quelle

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 09. Februar 2026 · Zuletzt aktualisiert am 03. September 2026

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