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Aktuelle Nachrichten18. Februar 2026Aktualisiert am 4. August 2026

Überraschende Studie: Spanien bei Renten besser als viele EU-Länder

Überraschende Studie: Spanien bei Renten besser als viele EU-Länder
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Fast jeder fünfte Mensch in der Europäischen Union ist 65 Jahre oder älter. Gleichzeitig zeigt sich in den meisten Mitgliedstaaten ein strukturelles Problem: Die staatlichen Renten reichen häufig nicht aus, um die laufenden Lebenshaltungskosten im Alter vollständig zu decken.

Eine aktuelle Studie des deutschen Forschungsinstituts DataPulse Research kommt jedoch zu einem bemerkenswerten Ergebnis: Spanien zählt zu den wenigen Ländern innerhalb der Europäischen Union, in denen die durchschnittlichen Rentenzahlungen die typischen Ausgaben von Seniorinnen und Senioren übersteigen.

Nur vier EU-Länder mit positiver Bilanz

Laut den ausgewerteten Daten aus dem Jahr 2023 gibt es lediglich vier Länder, in denen Rentner rechnerisch mehr erhalten, als sie durchschnittlich ausgeben:

  • Rumänien (+21 Prozent)
  • Tschechische Republik (+18 Prozent)
  • Polen (+4 Prozent)
  • Spanien (+3 Prozent)

In allen anderen EU-Staaten liegen die Ausgaben der über 65-Jährigen über den staatlichen Rentenzahlungen.

Spanien mit leichtem Überschuss

Die Studie vergleicht die jährlichen staatlichen Renten vor Steuern mit den geschätzten durchschnittlichen Lebenshaltungskosten älterer Menschen.

Für die gesamte Europäische Union ergibt sich folgendes Bild:

  • Durchschnittliche EU-Rente: 17.300 Euro pro Jahr
  • Durchschnittliche Ausgaben: 21.700 Euro pro Jahr
  • Durchschnittliches Defizit: 4.400 Euro

In Spanien stellt sich die Situation anders dar:

  • Durchschnittliche Rente: 19.800 Euro pro Jahr
  • Durchschnittliche Ausgaben: 19.300 Euro pro Jahr
  • Überschuss: 500 Euro

Damit weist Spanien eine leicht positive Deckungsquote von drei Prozent auf.

Große Unterschiede innerhalb Europas

Während Spanien zu den wenigen Ländern mit positiver Bilanz zählt, kämpfen viele andere Staaten mit deutlichen Finanzierungslücken.

Beispiele:

  • Italien: -15 Prozent
  • Portugal: -17 Prozent
  • Frankreich: -23 Prozent
  • Kroatien: -40 Prozent

In neun europäischen Ländern übersteigen die Ausgaben die Renteneinkünfte sogar um mindestens dreißig Prozent, darunter Deutschland, Luxemburg, Norwegen, Zypern, die Slowakei, Ungarn und Slowenien.

Interessant ist zudem, dass hohe nominale Renten nicht automatisch eine ausreichende Deckung bedeuten. Luxemburg führt zwar mit durchschnittlich 34.400 Euro pro Jahr die Rentenstatistik an, dennoch reicht die Kaufkraft in vielen Ländern nicht aus, um die Lebenshaltungskosten vollständig abzudecken.

Rekordausgaben für Renten in Spanien

Parallel dazu steigen die staatlichen Rentenausgaben in Spanien weiter an. Im Januar wurde mit 14.250,7 Millionen Euro ein neuer Höchstwert für reguläre beitragsabhängige Monatsrenten erreicht. Das entspricht einem Anstieg von sechs Prozent gegenüber dem Januar des Vorjahres.

Die jüngste Neubewertung betrifft:

  • 6,6 Millionen Altersrenten
  • 1,5 Millionen Witwenrenten
  • 1.049.580 Renten wegen dauerhafter Erwerbsunfähigkeit
  • 318.163 Waisenrenten
  • 46.352 Familienrenten

Insgesamt profitieren mehr als sechs Millionen Rentnerinnen und Rentner allein im Bereich der Altersrenten.

Fazit

Während in vielen EU-Staaten Rentnerinnen und Rentner mit strukturellen Defiziten kämpfen, gehört Spanien laut DataPulse Research zu den wenigen Ländern, in denen die durchschnittlichen Rentenzahlungen die typischen Lebenshaltungskosten decken.

Der rechnerische Überschuss ist zwar gering, zeigt aber, dass das spanische Rentensystem im europäischen Vergleich derzeit eine vergleichsweise stabile Position einnimmt.

Quellen

• Idealista – „Spanien unter den wenigen EU-Ländern, in denen die Renten die Lebenshaltungskosten decken“, 18. Februar 2026
https://www.idealista.com/de/news/finanzen-in-spanien/2026/02/18/883116-spanien-unter-den-wenigen-eu-laendern-in-denen-die-renten-die-lebenshaltungskosten

• DataPulse Research – Vergleich staatlicher Jahresrenten vor Steuern mit geschätzten Ausgaben von über 65-Jährigen in der EU (Datenstand 2023), zitiert nach Idealista

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Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 18. Februar 2026 · Zuletzt aktualisiert am 04. August 2026

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