Málaga: 4.337 Euro pro Quadratmeter, Andalusien-Preise sinken im Quartal

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Inhaltsverzeichnis
- Wohnungspreise Málaga: 80 Quadratmeter rechnerisch rund 347.000 Euro
- Die Provinz Málaga liegt landesweit auf Rang vier
- Andalusien sinkt im Quartal, bleibt aber über dem Vorjahr
- Acht besonders teure Gemeinden liegen in der Provinz Málaga
- Was die Zahlen zeigen und was nicht
- Einordnung: Neue Daten statt pauschaler Trendwende
- Fazit: Hohes Preisniveau bei schwächerer regionaler Entwicklung
Die Wohnungspreise Málaga liegen nach dem Fotocasa-Index für September 2026 in der Stadt bei 4.337 Euro pro Quadratmeter. Für die Provinz Málaga weist der Bericht 4.594 Euro aus. Andalusien erreicht 2.895 Euro je Quadratmeter, trotz eines Rückgangs um 3,2 Prozent im dritten Quartal. Gegenüber dem Vorjahr bleibt dort ein Plus von 8,4 Prozent. Erfasst werden Angebotspreise von Gebrauchtwohnungen, nicht tatsächlich gezahlte Kaufpreise.
Der am 30. September veröffentlichte Índice Inmobiliario von Fotocasa für das dritte Quartal 2026 zeigt damit unterschiedliche Entwicklungen je nach Vergleichszeitraum. Stand dieses Artikels ist der 1. Oktober 2026. Besonders wichtig für die Einordnung: Die Werte für Málaga-Stadt, die Provinz und Andalusien beschreiben jeweils andere geografische Gebiete.
Wohnungspreise Málaga: 80 Quadratmeter rechnerisch rund 347.000 Euro
Aus dem Fotocasa-Wert von 4.337 Euro pro Quadratmeter für Málaga-Stadt ergibt sich im September 2026 für eine rechnerische Musterwohnung mit 80 Quadratmetern ein Angebotspreis von 346.960 Euro, gerundet rund 347.000 Euro. Das ist eine reine Multiplikation des ausgewiesenen Quadratmeterpreises mit der Wohnfläche, keine Bewertung einer bestimmten Wohnung.
Cadena SER berichtete am 1. Oktober, Málaga sei damit die sechstteuerste Provinzhauptstadt Spaniens, trotz der Abkühlung ihres Immobilienmarkts. Diese Rangangabe stammt von dem Sender. Sie ist von der Rangfolge der Provinzen zu unterscheiden, in der Fotocasa die gesamte Provinz Málaga einordnet.
Zu den teureren Städten gehören nach der Fotocasa-Tabelle für September San Sebastián mit 7.028 Euro, Madrid mit 6.582 Euro, Barcelona mit 5.348 Euro und Palma mit 5.196 Euro pro Quadratmeter. Diese Vergleichswerte beziehen sich ebenfalls auf Städte. Sie dürfen nicht mit den anders abgegrenzten Provinzwerten gleichgesetzt werden.
Die Provinz Málaga liegt landesweit auf Rang vier
Für die Provinz Málaga nennt Fotocasa im Bericht zum dritten Quartal 2026 einen Angebotspreis von 4.594 Euro pro Quadratmeter. Damit ist sie laut Originaltabelle die viertteuerste Provinz Spaniens. Vor ihr liegen Madrid mit 5.376 Euro, die Balearen mit 5.348 Euro und Gipuzkoa mit 4.842 Euro.
Die Unterscheidung ist auch deshalb relevant, weil La Opinión de Málaga die Provinz in ihrem Bericht vom 30. September als drittteuerste bezeichnet. Dabei bleibt Gipuzkoa in der genannten Reihenfolge unberücksichtigt. Maßgeblich für die Einordnung hier ist die Fotocasa-Originaltabelle mit Málaga auf Platz vier.
Der Provinzwert liegt im September über dem Wert der Stadt Málaga. Daraus lässt sich jedoch keine Aussage über eine einzelne Wohnung oder über das Preisniveau jeder Gemeinde ableiten. Beide Kennzahlen stehen für unterschiedlich abgegrenzte Angebotsmärkte.
Andalusien sinkt im Quartal, bleibt aber über dem Vorjahr
Andalusien verzeichnete laut Fotocasa im dritten Quartal 2026 mit minus 3,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal den stärksten Quartalsrückgang aller spanischen Regionen. Der ausgewiesene Angebotspreis lag im September bei 2.895 Euro je Quadratmeter. Im Jahresvergleich ergibt sich nach Fotocasa und dem Bericht von La Opinión dennoch ein Anstieg um 8,4 Prozent.
Ein Rückgang gegenüber dem Vorquartal und ein Plus gegenüber dem Vorjahr widersprechen sich nicht. Die beiden Veränderungsraten vergleichen den aktuellen Stand mit unterschiedlichen Ausgangszeitpunkten. Die Preise können zuletzt nachgegeben haben und gleichzeitig noch über dem Niveau des Vorjahres liegen.
Für Spanien insgesamt weist Fotocasa im September 2026 einen Quadratmeterpreis von 3.136 Euro aus. Bundesweit stiegen die Angebotspreise im dritten Quartal um 0,1 Prozent und gegenüber dem Vorjahr um 13,8 Prozent. Andalusien liegt damit sowohl beim ausgewiesenen Preisniveau als auch beim jährlichen Zuwachs unter dem landesweiten Wert.
Fotocasa-Sprecherin María Matos ordnet die Entwicklung dahingehend ein, dass die Kaufkraft der Käufer beginne, eine Grenze zu setzen. Das Wachstum verliere an Intensität. Sie spricht zugleich nicht von einer Preissenkung im Jahresvergleich. Diese Einschätzung ist eine Interpretation der Sprecherin, kein Nachweis einer einzelnen Ursache für die regionalen Veränderungen.
Acht besonders teure Gemeinden liegen in der Provinz Málaga
Die hohen Provinzwerte stehen neben deutlich unterschiedlichen Angebotspreisen innerhalb der Provinz. Nach den Fotocasa-Daten für September 2026, über die La Opinión de Málaga am 30. September berichtete, liegen acht der zehn teuersten Gemeinden Andalusiens in der Provinz Málaga:
- Marbella: 5.741 Euro pro Quadratmeter.
- Benahavís: 5.484 Euro pro Quadratmeter.
- Ojén: 5.286 Euro pro Quadratmeter.
- Fuengirola: 5.191 Euro pro Quadratmeter.
- Estepona: 5.040 Euro pro Quadratmeter.
- Benalmádena: 4.747 Euro pro Quadratmeter.
- Nerja: 4.488 Euro pro Quadratmeter.
- Mijas: 4.414 Euro pro Quadratmeter.
Alle acht genannten Gemeinden liegen mit diesen Septemberwerten über dem Fotocasa-Wert für Málaga-Stadt. Die Liste beschreibt jedoch zunächst Preisniveaus. Aus einer hohen Position lässt sich weder ein gleich starker Anstieg noch ein gemeinsamer Verlauf sämtlicher lokaler Märkte ableiten.
Was die Zahlen zeigen und was nicht
Die methodische Grenze des Fotocasa-Index ist entscheidend: Grundlage sind Angebotspreise aus Inseraten für Gebrauchtwohnungen. Der Index bildet daher nicht unmittelbar ab, welche Beträge bei abgeschlossenen Verkäufen tatsächlich vereinbart wurden. Auch der errechnete Preis der 80-Quadratmeter-Musterwohnung darf nicht als dokumentierter Verkaufspreis verstanden werden.
Andere Portale messen anders. So nannte ABC Sevilla am 11. September unter Bezug auf Idealista für Málaga-Stadt im August 2026 einen Wert von 3.938 Euro pro Quadratmeter. Dieser Augustwert ist kein geeigneter Ausgangspunkt, um durch direkten Vergleich mit Fotocasas Septemberwert einen monatlichen Preisanstieg zu berechnen.
Die Quellen und Erhebungen sind verschieden. Eine bloße Differenz zwischen den beiden Zahlen wäre deshalb keine belastbare Veränderungsrate. Für zeitliche Vergleiche müssen Datenquelle, räumliche Abgrenzung und Vergleichszeitraum zusammenpassen. Ebenso wenig belegt Andalusiens Quartalsminus automatisch einen Rückgang in Málaga-Stadt oder in jeder Gemeinde der Provinz.
Einordnung: Neue Daten statt pauschaler Trendwende
Der aktuelle Bericht ergänzt die bisherige Berichterstattung über steigende Wohnungspreise in Andalusien. Frühere Veränderungsraten sind dabei an ihren jeweiligen Berichtszeitraum gebunden. Für das dritte Quartal 2026 gelten die nun ausgewiesenen minus 3,2 Prozent zum Vorquartal und plus 8,4 Prozent zum Vorjahr.
Auch beim Vergleich mit dem Beitrag Málaga und Cádiz über dem Blasenniveau müssen Quelle und Zeitraum berücksichtigt werden. Ein historischer Niveauvergleich beantwortet eine andere Frage als die aktuelle Quartalsentwicklung. Aus beiden Perspektiven lässt sich ohne weitere Belege keine Prognose für die kommenden Monate ableiten.
Fazit: Hohes Preisniveau bei schwächerer regionaler Entwicklung
Zum 1. Oktober 2026 ergibt sich aus den Fotocasa-Daten ein differenziertes Bild: Málaga-Stadt bleibt mit 4.337 Euro je Quadratmeter hochpreisig, die Provinz liegt landesweit auf Rang vier. Andalusiens Angebotspreise gingen im dritten Quartal zurück, lagen aber weiterhin deutlich über dem Vorjahr. Belegt ist damit eine schwächere kurzfristige Entwicklung auf regionaler Ebene, nicht eine allgemeine Preissenkung in sämtlichen Teilmärkten Málagas.
Ratgeber zum Thema
Hintergrund und Praxiswissen, das über die aktuelle Meldung hinausgeht.
Wohnen in Spanien: Miete, Kauf und Wohnungssuche
Wie Wohnungssuche, Mietvertrag und Immobilienkauf in Spanien wirklich ablaufen.
Immobilien in Spanien kaufen
Nebenkosten, Steuern und Fallstricke beim Kauf einer Immobilie in Spanien.
Finanzen und Steuern in Spanien
Bankkonto, Steuerpflicht, Abgaben und laufende Kosten im Überblick.
Behörden und Recht in Spanien
NIE, Meldebescheinigung, Aufenthalt und die wichtigsten Behördengänge.
Quelle
Fotocasa – „¿Cuánto cuesta comprar una casa en España? (Índice Inmobiliario, tercer trimestre 2026)“
https://www.fotocasa.es/fotocasa-life/compraventa/conoce-el-precio-de-la-vivienda-en-venta-este-mes/La Opinión de Málaga – „Málaga tiene ocho de los diez municipios más caros de Andalucía para comprar vivienda“
https://www.laopiniondemalaga.es/malaga/2026/09/30/malaga-ocho-diez-municipios-caros-andalucia-compra-vivienda-5000-metro-134847635.htmlABC Sevilla – „Cádiz y Málaga pulverizan los precios récord del metro cuadrado registrados en la burbuja“
https://www.abc.es/sevilla/economia/cadiz-malaga-pulverizan-precios-record-metro-cuadrado-20260911071240-nts.html
Redaktion Spanienleben.de
Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.
Veröffentlicht am 01. Oktober 2026
Unsere RedaktionsleitlinienArtikel teilen
Kennst du jemanden, für den dieser Beitrag interessant ist?
Die Spanien-Woche – jeden Sonntag kostenlos im Posteingang
Verpasse keine wichtige Nachricht mehr: Jeden Sonntag senden wir dir die wichtigsten Meldungen aus Spanien. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
Ähnliche Artikel

Aemet-Sonderwarnung: Tagelanger Starkregen in Ostspanien und auf den Balearen
Aemet und Protección Civil warnen vor einer mehrtägigen Starkregenlage in Ostspanien und auf den Balearen. Für Donnerstag gilt in fünf autonomen Gemeinschaften teilweise Orange. Lokale Überschwemmungen sind möglich.

Andalusien: 263.000 Mietverträge können verlängert werden
In Andalusien fallen laut Regierungsdaten 263.222 registrierte Mietverträge unter die außerordentliche Verlängerung. Besonders viele liegen in Málaga und Sevilla. Ob die Maßnahmen Bestand haben, entscheidet sich bei der Kongressabstimmung am 2. Oktober.

United fliegt 2027 täglich von Palma nach New York
United Airlines will Palma und New York/Newark ab dem 27. Mai 2027 täglich verbinden. Die Saison soll bereits zu Ostern am 29. März mit zunächst drei Flügen pro Woche beginnen.
