Kanaren weiten Waldbrandalarm aus: Fünf Inseln betroffen

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Inhaltsverzeichnis
Die kanarische Regierung hat den bestehenden Waldbrandalarm ausgeweitet. Seit Dienstag, dem 8. September 2026, um 10 Uhr gilt die Alarmstufe für Gran Canaria, Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro.
Auslöser ist eine Kombination aus sehr hohen Temperaturen, geringer Luftfeuchtigkeit und Wind. Diese Bedingungen können dazu führen, dass sich ein entstehendes Feuer besonders schnell ausbreitet und die Löscharbeiten erschwert werden.
Bei der Warnung handelt es sich um einen vorsorglichen Gefahrenalarm. Sie bedeutet nicht, dass auf allen fünf Inseln aktive Waldbrände bestehen.
Gran Canaria mit den höchsten erwarteten Temperaturen
Auf Gran Canaria können die Temperaturen in mittleren und höheren Lagen besonders stark steigen. Nach Angaben der kanarischen Regierung sind örtlich Werte von 37 bis 38 Grad möglich. In einzelnen Gebieten können sogar rund 40 Grad erreicht werden.
Betroffen sind vor allem die südlichen, östlichen und westlichen Hänge sowie höher gelegene Bereiche. Gleichzeitig kann die relative Luftfeuchtigkeit unter 30 Prozent sinken.
Die trockene Vegetation und die hohe Wärmebelastung erhöhen das Risiko, dass sich Funken oder kleine Feuer rasch ausbreiten.
Auch Teneriffa und die westlichen Inseln einbezogen
Auf Teneriffa werden in bewaldeten mittleren Höhenlagen verbreitet Temperaturen um 36 Grad erwartet. Örtlich sind bis zu 37 Grad möglich. Der Alarm umfasst nun ausdrücklich auch zuvor nicht vollständig einbezogene Gebiete im Norden der Insel.
Auf La Gomera können ebenfalls bis zu 37 Grad erreicht werden. Für La Palma werden örtlich bis zu 35 Grad erwartet, für El Hierro etwa 34 bis 35 Grad.
Damit gilt der Waldbrandalarm erstmals in dieser Wetterphase auch ausdrücklich für La Palma, La Gomera und El Hierro.
Was der Alarm für Besucher bedeutet
Wanderer und Ausflügler sollten vor der Fahrt in Wald- oder Berggebiete prüfen, ob Zufahrten, Wanderwege, Grillplätze oder Erholungsflächen geschlossen wurden.
Die Inselverwaltungen können abhängig von der örtlichen Lage zusätzliche Maßnahmen anordnen. Dazu gehören beispielsweise Einschränkungen für bestimmte Arbeiten im Freien, Verbote offenen Feuers oder die Sperrung besonders gefährdeter Waldgebiete.
Auch ohne vollständige Sperrung sollten körperlich anstrengende Wanderungen während der heißesten Stunden vermieden werden. Die hohen Temperaturen stellen unabhängig von der Brandgefahr ein Gesundheitsrisiko dar.
Besonders gefährdet sind ältere Menschen, kleine Kinder und Personen mit Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen. Ausreichend Wasser, Sonnenschutz und eine angepasste Tagesplanung sind daher wichtig.
Offenes Feuer und Funken unbedingt vermeiden
Offenes Feuer, Grillen und das Abbrennen von Gartenabfällen sind in gefährdeten Gebieten besonders riskant und können örtlich vollständig untersagt sein.
Auch Funken von Maschinen, Fahrzeugen oder Werkzeugen können trockene Vegetation entzünden. Grundstückseigentümer sollten deshalb keine Arbeiten durchführen, die in unmittelbarer Nähe von Gras, Kiefernnadeln oder trockenem Unterholz Funken erzeugen.
Zigaretten und andere glimmende Gegenstände dürfen keinesfalls aus Fahrzeugen oder in die Landschaft geworfen werden. Zufahrtswege für Feuerwehr und Rettungsdienste müssen frei bleiben.
Wer Rauch oder ein mögliches Feuer entdeckt, sollte sich nicht selbst in Gefahr bringen, den Standort möglichst genau beschreiben und sofort den Notruf 112 verständigen.
Alarm kann kurzfristig angepasst werden
Die weitere Entwicklung hängt von Temperatur, Wind und Luftfeuchtigkeit ab. Die kanarische Regierung kann den Alarm verschärfen, verlängern, auf weitere Gebiete ausdehnen oder bei einer Entspannung wieder herabstufen.
Urlauber und Residenten sollten deshalb neben allgemeinen Wetterinformationen besonders die Mitteilungen der kanarischen Regierung, der Inselräte und der jeweiligen Gemeinden verfolgen.
Aktuelles von den Inseln lesen Sie in den Regionen Gran Canaria und Teneriffa.
Quelle
Gobierno de Canarias – „El Gobierno actualiza la situación a alerta por riesgo de incendios forestales en Gran Canaria e islas occidentales“
https://www3.gobiernodecanarias.org/noticias/el-gobierno-actualiza-la-situacion-a-alerta-por-riesgo-de-incendios-forestales-en-gran-canaria-e-islas-occidentales/
Redaktion Spanienleben.de
Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.
Veröffentlicht am 08. September 2026
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