Kanaren wollen Immobilienkauf für Nicht-Residenten verbieten

Inhaltsverzeichnis
In sozialen Netzwerken und Auswanderer-Gruppen taucht immer häufiger die Aussage auf, dass die Kanarischen Inseln zukünftig keine Immobilienkäufe mehr von Personen ohne spanischen Wohnsitz dulden wollen und entsprechende Gesetze bereits in Vorbereitung seien.
Diese Behauptung ist in dieser Pauschalität nicht korrekt, basiert jedoch auf realen politischen Diskussionen und Initiativen.
Dieser Artikel ordnet sachlich und vollständig ein, was aktuell geplant ist, was rechtlich möglich ist und was bislang reine politische Debatte bleibt.
Die aktuelle Lage auf dem kanarischen Wohnungsmarkt
Die Kanarischen Inseln gehören politisch zu Spanien und damit zur Europäischen Union.
Gleichzeitig sind sie aufgrund ihrer geografischen Lage, des milden Klimas und der vergleichsweise stabilen Preise ein äußerst beliebtes Ziel für:
Ein erheblicher Anteil der Immobilienkäufe entfällt auf Nicht-Residenten, also Personen ohne dauerhaften Wohnsitz in Spanien. In einigen Regionen liegt dieser Anteil deutlich über dem spanischen Durchschnitt.
Gleichzeitig klagen viele Einheimische über:
Dieser soziale Druck hat dazu geführt, dass Politik und Verwaltung auf den Kanaren nach Lösungen suchen, um den lokalen Wohnungsmarkt zu entlasten.
Gibt es ein gesetzliches Kaufverbot für Ausländer?
Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es kein Gesetz, das es Personen ohne spanischen Wohnsitz generell verbietet, Immobilien auf den Kanarischen Inseln zu kaufen.
Auch frühere politische Vorstöße, die ein pauschales Verbot für ausländische Käufer oder Nicht-Residenten gefordert haben, wurden nicht verabschiedet.
Entsprechende Initiativen wurden auf nationaler Ebene abgelehnt oder nicht weiterverfolgt.
Nicht-Residenten dürfen weiterhin Immobilien erwerben – unabhängig davon, ob sie EU-Bürger oder Drittstaatsangehörige sind, sofern die üblichen rechtlichen Voraussetzungen erfüllt werden.
Rechtliche Einschränkungen durch EU-Recht
Spanien ist Mitglied der Europäischen Union. Damit unterliegt das Land der Kapitalverkehrsfreiheit, einem der Grundpfeiler des EU-Rechts.
Diese schützt grundsätzlich auch den Immobilienerwerb durch EU-Bürger in anderen Mitgliedsstaaten.
Ein pauschales Verbot für Käufer ohne Wohnsitz würde:
Quelle
Spanienleben – „Kanaren wollen Immobilienkauf für Nicht-Residenten verbieten“
https://www.spanienleben.de/immobilienkauf-kanaren-nicht-residenten-verbot/
Ratgeber zum Thema
Hintergrund und Praxiswissen, das über die aktuelle Meldung hinausgeht.
Auswandern nach Spanien: Der komplette Leitfaden
NIE, Anmeldung, Kosten und Alltag – alle Schritte für den Neustart in Spanien.
Wohnen in Spanien: Miete, Kauf und Wohnungssuche
Wie Wohnungssuche, Mietvertrag und Immobilienkauf in Spanien wirklich ablaufen.
Finanzen und Steuern in Spanien
Bankkonto, Steuerpflicht, Abgaben und laufende Kosten im Überblick.
Behörden und Recht in Spanien
NIE, Meldebescheinigung, Aufenthalt und die wichtigsten Behördengänge.
Redaktion Spanienleben.de
Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.
Veröffentlicht am 07. Januar 2026
Unsere RedaktionsleitlinienArtikel teilen
Kennst du jemanden, für den dieser Beitrag interessant ist?
Die Spanien-Woche – jeden Sonntag kostenlos im Posteingang
Verpasse keine wichtige Nachricht mehr: Jeden Sonntag senden wir dir die wichtigsten Meldungen aus Spanien. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
Ähnliche Artikel

Ceuta drei Monate nach den Masseneinreisen: Fast 14.000 Menschen zurück nach Marokko
Laut El País sind drei Monate nach den Einreisen vom Juli fast 14.000 Menschen von Ceuta nach Marokko zurückgekehrt oder ausgewiesen worden; 7.000 sind in Aufnahmezentren, 4.000 laut Stadt nicht erfasst. Formelle Rückführungen Minderjähriger sind ein getrennter Vorgang.

Kanaren-Regen: La Palma stuft höchste Alarmstufe zurück, Warnlage bleibt bestehen
Die kanarische Regierung hat am Montag, 2. November, ab 09:00 Uhr kanarischer Ortszeit die höchste Alarmstufe im Osten La Palmas zurückgenommen: Dort gilt nun wieder „Alerta“. La Palma, La Gomera und El Hierro bleiben in der Alarmstufe, Teneriffa und Gran Canaria in der Vorwarnstufe. Kräftige Schauer bleiben möglich.

Spaniens Wirtschaft wächst im dritten Quartal um 0,6 Prozent – INE veröffentlicht Erstschätzung
Das reale BIP steigt laut INE vorläufig um 0,6 Prozent zum Vorquartal und 2,7 Prozent zum Vorjahr. Die saison- und kalenderbereinigten Werte können später revidiert werden.
