45,1 Grad in Sevilla: Spanien erlebt die heißesten Tage des Jahres im September

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Inhaltsverzeichnis
Spanien steckt Anfang September in einer außergewöhnlichen Hitzelage. Die Wetterstation Sevilla-Tablada meldete am Donnerstag 45,1 Grad – nach vorläufigen Daten der staatlichen Wetteragentur AEMET der höchste Wert, der 2026 in Spanien gemessen wurde. Am Freitag gelten in weiten Teilen des Landes weiter Warnungen vor hohen Temperaturen.
- Sevilla-Tablada meldete 45,1 Grad – Jahreshöchstwert für Spanien 2026.
- Denselben Wert gab es zuvor nur am 22. und 23. Juni in Andújar und Montoro.
- AEMET betont: Jahresmaxima außerhalb von Juli und August sind selten.
- In der Campiña von Sevilla galt am Donnerstag zeitweise die rote Warnstufe.
- Am Freitag warnt AEMET in weiten Teilen der Halbinsel vor hohen Temperaturen.
- Im Ebrotal und in den Senken des Nordostens sind über 40 Grad möglich.
- Verantwortlich ist eine stabile Hochdruck- und Hitzedomlage.
Der Hitzehöhepunkt war der Donnerstag, doch auch am Freitag bleibt es in weiten Teilen Spaniens deutlich zu heiß für die Jahreszeit.
45,1 Grad: der höchste Wert des Jahres
Um 17.10 Uhr zeigte das Thermometer der Station Sevilla-Tablada am Donnerstag 45,1 Grad an. Nach den vorläufigen Daten der Agencia Estatal de Meteorología (AEMET) ist das der höchste Wert, der in Spanien im Jahr 2026 registriert wurde.
Derselbe Spitzenwert war zuvor nur zweimal erreicht worden: am 22. Juni in Andújar (Jaén) und am 23. Juni in Montoro (Córdoba). Die Wetterbehörde weist darauf hin, dass es ungewöhnlich ist, wenn die Jahreshöchsttemperatur außerhalb der Monate Juli und August gemessen wird.
Auch andere Stationen in Andalusien meldeten außergewöhnliche Werte: Fuentes de Andalucía kam auf 44,5 Grad, Morón de la Frontera auf 44,4 Grad und Carmona auf 43,9 Grad. In Andújar wurden 44,5 Grad und in Montoro 44,2 Grad gemessen.
Warnstufen in weiten Teilen des Landes
Für die Campiña von Sevilla galt am Donnerstag zeitweise die rote Warnstufe, die höchste Kategorie im spanischen Warnsystem. Am Freitag bleibt dort eine orange Warnung zwischen 13 und 21 Uhr aktiv, mit erwarteten Höchstwerten um 41 Grad.
AEMET rechnet auch landesweit mit „deutlich erhöhten Temperaturen im größten Teil der Halbinsel". Die höchsten Werte werden im Ebrotal und in den Senken des Nordostens erwartet, wo 40 Grad überschritten werden können. Auch in den Tälern der südlichen Landeshälfte bleibt es sehr heiß.
Im Inneren der Halbinsel werden verbreitet mehr als 35 Grad erwartet. Auf den Inselgruppen sind lokal ebenfalls hohe Werte möglich.
Warum es Anfang September so heiß ist
Verantwortlich für die Lage ist ein sogenanntes Hitzedom: ein stabiles Hochdruckgebiet, das über der Region liegt, absinkende Luft erwärmt und wie ein Deckel wirkt. Dadurch können sich die unteren Luftschichten von Tag zu Tag weiter aufheizen.
Nach Einschätzung von AEMET war der Freitag der zweite und letzte Tag des Höhepunkts dieser Hitzeepisode. Im Nordwesten Galiciens und im Südwesten der Halbinsel gehen die Höchstwerte bereits zurück, während sie im Osten und Nordosten sowie auf den Inseln zunächst noch steigen.
Zum Wochenende nähert sich zudem eine Dana aus dem Südwesten. Sie bringt mehr Bewölkung und lokal einzelne Schauer oder Gewitter im Südwesten und im Kantabrischen Raum.
Was Urlauber und Residenten jetzt beachten sollten
Bei Werten um oder über 40 Grad ist die Belastung für den Kreislauf erheblich. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kleinkinder, chronisch Kranke sowie alle, die im Freien arbeiten.
Sinnvoll sind vor allem einfache Maßnahmen:
- Aktivitäten im Freien in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegen
- zwischen 13 und 20 Uhr im Schatten oder in klimatisierten Räumen bleiben
- regelmäßig trinken, auch ohne Durstgefühl
- leichte, helle Kleidung und Kopfbedeckung tragen
- Kinder und Tiere niemals im geparkten Auto lassen
- bei tropischen Nächten Wohnung frühmorgens durchlüften
Wer eine Wanderung oder eine längere Autofahrt plant, sollte die aktuellen Warnungen der AEMET für die jeweilige Provinz prüfen. Die Warnstufen ändern sich täglich und gelten oft nur für bestimmte Tageszeiten.
Bedeutung für Reisende in dieser Woche
Für Urlauber an der Küste fällt die Hitze meist erträglicher aus als im Landesinneren. Die Seebrise dämpft die Höchstwerte, dafür steigt die Luftfeuchtigkeit. In Städten wie Sevilla, Córdoba oder Jaén liegen die Temperaturen dagegen regelmäßig mehrere Grad höher.
Wer in diesen Tagen Städtetouren plant, sollte Besichtigungen früh am Tag legen. Viele Museen und Innenräume bieten am Nachmittag eine kühlere Alternative. Details zu Regionen und Reisezeiten finden Sie in unseren Regionenseiten.
Fazit
Mit 45,1 Grad in Sevilla hat Spanien Anfang September den heißesten Wert des Jahres 2026 erreicht. Die Hitzeepisode klingt zum Wochenende langsam ab, doch die Temperaturen bleiben zunächst deutlich über dem Durchschnitt für die Jahreszeit. Wer derzeit in Spanien unterwegs ist, sollte die täglich aktualisierten AEMET-Warnungen im Blick behalten.
Quelle
El Correo de Andalucía – „Sevilla rompe el termómetro: alcanza 45,1 grados y marca la temperatura más alta de España en 2026“
https://www.elcorreoweb.es/sevilla/2026/09/04/sevilla-rompe-termometro-alcanza-45-133935230.htmlelDiario.es – „El calor vuelve a abrasar España y los avisos se extienden este viernes a 15 comunidades“
https://www.eldiario.es/spin/calor-vuelve-abrasar-espana-avisos-extiende-viernes-15-comunidades-pm_1_13485227.html
Redaktion Spanienleben.de
Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.
Veröffentlicht am 04. September 2026
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