Hitzewelle in Spanien: „Heat Dome“ bringt bis zu 45 Grad

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Über Spanien hat sich in dieser Woche eine gewaltige Hitzeglocke breitgemacht – ein waschechter »Heat Dome«. Ab Dienstag klettern die Werte auf der Iberischen Halbinsel auf bis zu 45 Grad. Wüstenluft aus Nordafrika wird wie durch einen Trichter nach Norden gepumpt. Die Bilder aus dem Süden sind eindrücklich: flirrende Straßen und Menschen, die vor der Mittagssonne in den Schatten flüchten.
Rekordhitze während der „Canícula“
Die erste Sommerhälfte 2026 war laut dem spanischen Wetterdienst Aemet bereits die heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen. Nun folgt die nächste intensive Hitzewelle – und sie fällt genau in die »Canícula«, die statistisch heißeste Phase des spanischen Sommers zwischen Mitte Juli und Mitte August.
Warnstufen: Wo es besonders heiß wird
Für den 22. Juli 2026 gilt in halb Spanien die Warnstufe Orange. Dort werden Temperaturen von 40 Grad und mehr erwartet, örtlich bis 42 Grad. Betroffen sind unter anderem die Gegenden um Córdoba, die Sierra, Murcia, Saragossa sowie das Landesinnere von Mallorca.
In weiteren Regionen gilt die Warnstufe Gelb mit Temperaturen bis 40 Grad, darunter die Räume Barcelona, Valencia, Sevilla, Alicante sowie Ibiza und Formentera. Ein Ende der Hitzewelle wird laut Aemet erst gegen Ende der Woche erwartet – ab dem 24. Juli.
Dritte Hitzewelle bringt extreme Warnstufe Rot
Es ist bereits die dritte Hitzewelle dieses Sommers. Aemet spricht von einer »äußerst ungewöhnlichen« Lage: Seit dem 1. Juni habe es kaum Tage mit unterdurchschnittlichen Temperaturen gegeben, die intensive Hitzeperiode habe bereits Ende Mai begonnen. Auch für August werden überdurchschnittlich hohe Temperaturen prognostiziert, weitere Hitzewellen sind nicht ausgeschlossen.
Für Teile Andalusiens hat Aemet erstmals in dieser Woche die Warnstufe Rot ausgerufen – gleichbedeutend mit einer extremen Gesundheitsgefahr. Orange Warnungen gelten zusätzlich in Aragón, auf den Balearen, in Kastilien-La Mancha, Katalonien, Murcia und der Comunidad Valenciana; Castilla y León, Madrid, Navarra, La Rioja und Ceuta stehen unter gelber Warnung.
Höchstwerte, Tropennächte und Calima
Besonders stark betroffen sind erneut die Städte entlang der Flusstäler des Guadalquivir in Andalusien und des Ebro in Aragonien. In der kleinen andalusischen Stadt Macael könnten am Donnerstag mit 44 Grad die Höchstwerte erreicht werden. Auf Mallorca sind bereits am Dienstag rund 39 Grad in Palma möglich, im Landesinneren der Insel am Freitag bis zu 40 Grad.
Dazu kommen Tropennächte: An der Mittelmeerküste und im Tal des Guadalquivir sinken die Tiefstwerte mancherorts nicht mehr unter 25 Grad. Im Süden und Osten der Halbinsel sowie auf den Balearen bringt Calima – Staubdunst aus der Sahara – dunstige Sicht und zusätzliche Belastung für die Atemwege.
Was Urlauber und Bewohner jetzt beachten sollten
Wer in den kommenden Tagen in Spanien unterwegs ist oder bereits vor Ort ist, sollte die Warnungen der Behörden konsequent verfolgen. Ärztinnen und Ärzte raten, körperliche Anstrengung in den heißesten Stunden zu vermeiden, ausreichend zu trinken, schattige oder klimatisierte Orte aufzusuchen und lockere, helle Baumwollkleidung zu tragen. Auf Alkohol, zuckerhaltige Getränke und besonders fettreiche Speisen sollte während der Hitzewelle möglichst verzichtet werden.
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Quelle
reisereporter – „Urlaub in Spanien: Extreme Hitze und hohe Waldbrandgefahr – alle Infos“
https://www.reisereporter.de/reisenews/urlaub-in-spanien-extreme-hitze-und-hohe-waldbrandgefahr-alle-infos-GAIROIBDZBEKFBX5QRA3FHNS5M.htmlwetter.com – „Nächste Hitzewelle rollt an: Spanien steuert auf 44 Grad zu – auch Griechenland und Italien schwitzen“
https://www.wetter.com/news/naechste-hitzewelle-rollt-an-spanien-steuert-auf-44-grad-zu-auch-griechenland-und-italien-schwitzen_aid_6a5e13076e9bd17680083698.htmleuronews – „Spanien: Hitzewelle mit extremer Gefahr“
https://de.euronews.com/my-europe/2026/07/21/spanien-hitzewelle-extreme-gefahr
Redaktion Spanienleben.de
Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.
Veröffentlicht am 30. Juni 2025 · Zuletzt aktualisiert am 04. August 2026
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