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Aktuelle Nachrichten26. Mai 2026Aktualisiert am 3. September 2026

Zweiter Hantavirus-Fall in Spanien bestätigt

Zweiter Hantavirus-Fall in Spanien bestätigt
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Weitere Passagiere bleiben in Madrid unter Beobachtung

In Spanien ist ein zweiter Hantavirus-Fall im Zusammenhang mit dem Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ bestätigt worden. Ein Passagier, der sich bereits in Quarantäne befand, wurde positiv auf das Virus getestet.

Nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums ändert der neue Fall nichts an der Risikobewertung für die allgemeine Bevölkerung. Das Risiko für Menschen außerhalb des betroffenen Umfelds werde dadurch nicht höher eingestuft.

Fall bei PCR-Kontrolle entdeckt

Der neue positive Befund betrifft eine Person, die als enger Kontakt des ursprünglichen Ausbruchs galt. Sie war bereits isoliert und stand unter ärztlicher Beobachtung.

Nach Angaben der Behörden wurde der Fall bei einer regelmäßigen PCR-Kontrolle entdeckt. Damit zeigt sich, warum die medizinische Überwachung der evakuierten Passagiere weiterhin wichtig ist.

Der betroffene Patient wurde inzwischen im Militärkrankenhaus Gómez Ulla in Madrid auf eine Hochisolierstation verlegt.

Zwei Infizierte in Madrid

Bereits zuvor war ein anderer spanischer Passagier kurz nach dem Verlassen der „Hondius“ positiv auf das Hantavirus getestet worden.

Damit gibt es nun zwei bestätigte positive Fälle unter den aus dem Schiff evakuierten spanischen Passagieren.

Insgesamt waren 14 spanische Passagiere nach der Evakuierung des Kreuzfahrtschiffs in das Militärkrankenhaus Gómez Ulla gebracht worden.

Zwölf weitere Spanier bleiben in Quarantäne

Die übrigen zwölf spanischen Passagiere bleiben weiterhin in Quarantäne und unter medizinischer Beobachtung.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sollen die vorgesehenen Isolationsmaßnahmen so lange aufrechterhalten werden, bis die international vorgesehenen 42 Tage verstrichen sind.

Grund dafür ist die lange Inkubationszeit des Virus. Auch wenn die Betroffenen keine Symptome zeigen, gelten sie weiterhin als medizinisch zu beobachten.

Evakuierung vor Teneriffa

Die spanischen Behörden hatten vor rund zwei Wochen die Evakuierung der „MV Hondius“ ermöglicht.

Das Kreuzfahrtschiff durfte vor der Kanareninsel Teneriffa ankern. Dort wurden Passagiere und Besatzungsmitglieder unter strengen Sicherheitsmaßnahmen von Bord geholt.

Die spanischen Passagiere wurden anschließend nach Madrid gebracht, wo sie seither isoliert und medizinisch überwacht werden.

WHO meldete mehrere Fälle

Die Weltgesundheitsorganisation hatte zuletzt mitgeteilt, dass ihr seit dem Hantavirus-Ausbruch an Bord der „Hondius“ insgesamt zwölf bestätigte oder vermutete Infektionsfälle gemeldet wurden.

Drei Passagiere starben im Zusammenhang mit dem Ausbruch. Unter den Todesopfern befindet sich auch eine Deutsche.

Der Ausbruch ereignete sich während einer Reise des Kreuzfahrtschiffs von Ushuaia im Süden Argentiniens in Richtung Kapverden.

Was das Andesvirus besonders macht

Bei dem Erreger auf der „Hondius“ handelt es sich um das Andesvirus.

Hantaviren werden normalerweise über Ausscheidungen infizierter Nagetiere übertragen, etwa über Urin, Kot oder Speichel.

Das Andesvirus gilt jedoch als besonderer Stamm, weil es nachweislich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.

Keine Änderung für die Allgemeinbevölkerung

Trotz des zweiten bestätigten Falls betont das spanische Gesundheitsministerium, dass sich die Risikobewertung für die allgemeine Bevölkerung nicht verändert habe.

Wichtig ist dabei:

  • der Patient war bereits isoliert
  • der Fall wurde durch Kontrolle entdeckt
  • die übrigen Kontaktpersonen bleiben unter Beobachtung
  • die Quarantänemaßnahmen laufen weiter
  • für die breite Bevölkerung sieht das Ministerium keine erhöhte Gefahr

Fazit

Der zweite bestätigte Hantavirus-Fall in Spanien zeigt, dass die Folgen des Ausbruchs auf der „MV Hondius“ noch nicht abgeschlossen sind.

Der Fall wurde bei einer regelmäßigen PCR-Kontrolle entdeckt, während die betroffene Person bereits isoliert war. Die übrigen zwölf spanischen Passagiere bleiben weiter in Quarantäne, bis die international vorgesehenen 42 Tage abgelaufen sind.

Die wichtigsten Punkte:

  • zweiter Hantavirus-Fall in Spanien bestätigt
  • Patient war bereits in Quarantäne
  • Fall wurde bei PCR-Kontrolle entdeckt
  • zwei infizierte spanische Passagiere werden in Madrid behandelt
  • zwölf weitere Spanier bleiben unter Beobachtung
  • Risiko für die allgemeine Bevölkerung laut Behörden unverändert

Der Fall bleibt damit vor allem eine Frage der medizinischen Überwachung und konsequenten Isolation der Kontaktpersonen.

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Quelle

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 26. Mai 2026 · Zuletzt aktualisiert am 03. September 2026

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