Zweiter Hantavirus-Fall in Spanien bestätigt

Inhaltsverzeichnis
Weitere Passagiere bleiben in Madrid unter Beobachtung
In Spanien ist ein zweiter Hantavirus-Fall im Zusammenhang mit dem Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ bestätigt worden. Ein Passagier, der sich bereits in Quarantäne befand, wurde positiv auf das Virus getestet.
Nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums ändert der neue Fall nichts an der Risikobewertung für die allgemeine Bevölkerung. Das Risiko für Menschen außerhalb des betroffenen Umfelds werde dadurch nicht höher eingestuft.
Fall bei PCR-Kontrolle entdeckt
Der neue positive Befund betrifft eine Person, die als enger Kontakt des ursprünglichen Ausbruchs galt. Sie war bereits isoliert und stand unter ärztlicher Beobachtung.
Nach Angaben der Behörden wurde der Fall bei einer regelmäßigen PCR-Kontrolle entdeckt. Damit zeigt sich, warum die medizinische Überwachung der evakuierten Passagiere weiterhin wichtig ist.
Der betroffene Patient wurde inzwischen im Militärkrankenhaus Gómez Ulla in Madrid auf eine Hochisolierstation verlegt.
Zwei Infizierte in Madrid
Bereits zuvor war ein anderer spanischer Passagier kurz nach dem Verlassen der „Hondius“ positiv auf das Hantavirus getestet worden.
Damit gibt es nun zwei bestätigte positive Fälle unter den aus dem Schiff evakuierten spanischen Passagieren.
Insgesamt waren 14 spanische Passagiere nach der Evakuierung des Kreuzfahrtschiffs in das Militärkrankenhaus Gómez Ulla gebracht worden.
Zwölf weitere Spanier bleiben in Quarantäne
Die übrigen zwölf spanischen Passagiere bleiben weiterhin in Quarantäne und unter medizinischer Beobachtung.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sollen die vorgesehenen Isolationsmaßnahmen so lange aufrechterhalten werden, bis die international vorgesehenen 42 Tage verstrichen sind.
Grund dafür ist die lange Inkubationszeit des Virus. Auch wenn die Betroffenen keine Symptome zeigen, gelten sie weiterhin als medizinisch zu beobachten.
Evakuierung vor Teneriffa
Die spanischen Behörden hatten vor rund zwei Wochen die Evakuierung der „MV Hondius“ ermöglicht.
Das Kreuzfahrtschiff durfte vor der Kanareninsel Teneriffa ankern. Dort wurden Passagiere und Besatzungsmitglieder unter strengen Sicherheitsmaßnahmen von Bord geholt.
Die spanischen Passagiere wurden anschließend nach Madrid gebracht, wo sie seither isoliert und medizinisch überwacht werden.
WHO meldete mehrere Fälle
Die Weltgesundheitsorganisation hatte zuletzt mitgeteilt, dass ihr seit dem Hantavirus-Ausbruch an Bord der „Hondius“ insgesamt zwölf bestätigte oder vermutete Infektionsfälle gemeldet wurden.
Drei Passagiere starben im Zusammenhang mit dem Ausbruch. Unter den Todesopfern befindet sich auch eine Deutsche.
Der Ausbruch ereignete sich während einer Reise des Kreuzfahrtschiffs von Ushuaia im Süden Argentiniens in Richtung Kapverden.
Was das Andesvirus besonders macht
Bei dem Erreger auf der „Hondius“ handelt es sich um das Andesvirus.
Hantaviren werden normalerweise über Ausscheidungen infizierter Nagetiere übertragen, etwa über Urin, Kot oder Speichel.
Das Andesvirus gilt jedoch als besonderer Stamm, weil es nachweislich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Keine Änderung für die Allgemeinbevölkerung
Trotz des zweiten bestätigten Falls betont das spanische Gesundheitsministerium, dass sich die Risikobewertung für die allgemeine Bevölkerung nicht verändert habe.
Wichtig ist dabei:
- der Patient war bereits isoliert
- der Fall wurde durch Kontrolle entdeckt
- die übrigen Kontaktpersonen bleiben unter Beobachtung
- die Quarantänemaßnahmen laufen weiter
- für die breite Bevölkerung sieht das Ministerium keine erhöhte Gefahr
Fazit
Der zweite bestätigte Hantavirus-Fall in Spanien zeigt, dass die Folgen des Ausbruchs auf der „MV Hondius“ noch nicht abgeschlossen sind.
Der Fall wurde bei einer regelmäßigen PCR-Kontrolle entdeckt, während die betroffene Person bereits isoliert war. Die übrigen zwölf spanischen Passagiere bleiben weiter in Quarantäne, bis die international vorgesehenen 42 Tage abgelaufen sind.
Die wichtigsten Punkte:
- zweiter Hantavirus-Fall in Spanien bestätigt
- Patient war bereits in Quarantäne
- Fall wurde bei PCR-Kontrolle entdeckt
- zwei infizierte spanische Passagiere werden in Madrid behandelt
- zwölf weitere Spanier bleiben unter Beobachtung
- Risiko für die allgemeine Bevölkerung laut Behörden unverändert
Der Fall bleibt damit vor allem eine Frage der medizinischen Überwachung und konsequenten Isolation der Kontaktpersonen.
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Quelle
DIE ZEIT – „Verdacht auf zweiten Hantavirusfall in Spanien hat sich bestätigt““
https://www.zeit.de/gesundheit/2026-05/hantavirus-spanien-zweiter-fall-bestaetigungTagesspiegel – „Zweiter bestätigter Hantavirus-Fall in Spanien““
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/nach-evakuierung-von-kreuzfahrtschiff-zweiter-bestatigter-hantavirus-fall-in-spanien-15638098.htmlEuronews – „Spanien: Gesundheitsministerium bestätigt Hantavirus-Fall, zwei Infizierte in Quarantäne in Madrid““
https://de.euronews.com/gesundheit/2026/05/25/spanien-gesundheitsministerium-bestatigt-hantavirus-fall-zwei-infizierte-in-quarantane-in
Redaktion Spanienleben.de
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Veröffentlicht am 26. Mai 2026 · Zuletzt aktualisiert am 03. September 2026
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