Flughafen Palma erwartet bis 2031 fast 36 Millionen Passagiere

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Inhaltsverzeichnis
Der Flughafen Palma de Mallorca könnte in den kommenden fünf Jahren knapp zwei Millionen zusätzliche Passagiere pro Jahr abfertigen. Nach der aktuellen Prognose des Flughafenbetreibers Aena soll das jährliche Passagieraufkommen von 33,8 Millionen im Jahr 2025 auf rund 35,7 Millionen im Jahr 2031 steigen.
- Aena rechnet für 2031 mit rund 35,7 Millionen Passagieren am Flughafen Palma – 2025 waren es 33,8 Millionen.
- Das entspricht einem Wachstum von etwa 5,6 Prozent.
- Die Zahlen stammen aus dem Entwurf des Flughafenregulierungsplans DORA III für 2027 bis 2031.
- Die Kapazitätsgrenze von 66 Flugbewegungen pro Stunde soll unverändert bleiben.
- Eine weitere große Terminalerweiterung ist für Palma derzeit nicht vorgesehen.
- Die Passagiergebühr soll 2027 von 10,52 auf 10,92 Euro steigen – die Wettbewerbsbehörde CNMC widerspricht.
Der Plan ist noch nicht beschlossen: Er muss geprüft und anschließend vom spanischen Ministerrat genehmigt werden.
Mehr Passagiere bedeuten nicht automatisch mehr Flüge
Das entspricht einem Wachstum von etwa 5,6 Prozent. Die Zahlen stammen aus dem Vorschlag für den dritten spanischen Flughafenregulierungsplan DORA III. Dieser legt unter anderem fest, wie sich die staatlich betriebenen Flughäfen zwischen 2027 und 2031 entwickeln und welche Investitionen vorgesehen werden.
Endgültig beschlossen ist der Plan noch nicht. Er muss zunächst geprüft und anschließend vom spanischen Ministerrat genehmigt werden.
Aena betont, dass die steigende Passagierzahl nicht automatisch mit einer Ausweitung der erlaubten Flugbewegungen verbunden ist. Der Flughafen Palma soll weiterhin maximal 66 Starts und Landungen pro Stunde abwickeln können.
Dabei handelt es sich um bis zu 33 ankommende und 33 abfliegende Maschinen. Diese Kapazitätsgrenze gilt bereits seit mehr als 15 Jahren und soll nach den derzeitigen Plänen nicht erhöht werden.
Ein Passagierwachstum ist trotzdem möglich, wenn Flugzeuge stärker ausgelastet werden oder Fluggesellschaften größere Maschinen einsetzen. Zudem nutzen nicht nur Urlauber den Flughafen. Auch die wachsende Wohnbevölkerung Mallorcas sowie Reisende mit kürzeren Aufenthalten beeinflussen die Gesamtzahlen.
Der Direktor des Flughafens, Tomás Melgar, weist deshalb darauf hin, dass die Zahl der Passagiere nicht mit der Zahl der Urlauber oder Flugbewegungen gleichgesetzt werden kann.
Aena will bestehende Nachfrage besser bewältigen
Die für Palma vorgesehenen Investitionen sollen nach Darstellung Aenas vor allem dabei helfen, das bestehende Verkehrsaufkommen effizienter zu bewältigen. Eine weitere große Erweiterung des Terminals ist im neuen Plan bislang nicht vorgesehen.
Die umfangreiche Modernisierung des Flughafengebäudes erfolgt bereits innerhalb des noch laufenden Regulierungszeitraums 2022 bis 2026 und steht kurz vor dem Abschluss.
Während andere Flughäfen wie Madrid-Barajas, Barcelona-El Prat, Málaga, Alicante, Valencia, Ibiza und Teneriffa in den kommenden Jahren größere Terminalprojekte erhalten sollen, gehört Palma im aktuellen Entwurf nicht zu dieser Gruppe.
Damit geht es auf Mallorca vor allem darum, Abläufe, Passagierströme und vorhandene Flächen besser zu organisieren.
Streit über die künftigen Flughafengebühren
Der Entwurf enthält auch Änderungen bei den Flughafengebühren. Aena schlägt vor, die Gebühr pro Passagier in Palma 2027 von derzeit 10,52 Euro auf 10,92 Euro anzuheben.
Die spanische Wettbewerbsbehörde CNMC vertritt dagegen die Auffassung, dass die Gebühren im gesamten Aena-Netz schrittweise sinken sollten. Sie setzt unter anderem andere Annahmen bei der erwarteten Passagierentwicklung, den geplanten Investitionen und den Finanzierungskosten an.
Welche Gebühren tatsächlich gelten, entscheidet sich erst mit der endgültigen Ausgestaltung des Flughafenplans. Eine höhere Flughafengebühr muss zudem nicht zwangsläufig vollständig auf den Preis eines einzelnen Flugtickets übertragen werden.
Neue Zahlen verschärfen Mallorcas Tourismusdebatte
Die Prognose dürfte dennoch die Diskussion über die Belastungsgrenzen Mallorcas verstärken. Auf der Insel wird seit Jahren über Verkehrsprobleme, Wohnraummangel, Wasserverbrauch, überlastete Infrastruktur und die Folgen hoher Besucherzahlen gestritten.
Aena sieht den Flughafen allerdings nicht als Verursacher dieser Entwicklung. Der Betreiber argumentiert, dass Flughäfen lediglich die vorhandene Nachfrage abwickeln. Wie viele Hotelbetten, Ferienunterkünfte oder touristische Angebote zur Verfügung stehen, werde an anderer Stelle entschieden.
Fest steht: Selbst ohne eine Erhöhung der erlaubten Flugbewegungen muss sich der Flughafen Palma auf weiter steigende Passagierzahlen einstellen. Ob tatsächlich 35,7 Millionen Reisende erreicht werden, hängt jedoch von der wirtschaftlichen Entwicklung, dem Angebot der Fluggesellschaften und der Nachfrage in den kommenden Jahren ab.
Weitere Meldungen von der Insel finden Sie unter Mallorca.
Quelle
Última Hora – „El aeropuerto de Palma prevé casi 36 millones de pasajeros en 2031“
https://www.ultimahora.es/
Redaktion Spanienleben.de
Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.
Veröffentlicht am 07. September 2026
Unsere RedaktionsleitlinienArtikel teilen
Kennst du jemanden, für den dieser Beitrag interessant ist?
Die Spanien-Woche – jeden Sonntag kostenlos im Posteingang
Verpasse keine wichtige Nachricht mehr: Jeden Sonntag senden wir dir die wichtigsten Meldungen aus Spanien. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
Ähnliche Artikel

Kreuzfahrtherbst in Cádiz: 134 Schiffsanläufe bis Jahresende
Im Hafen von Cádiz beginnt die stärkste Kreuzfahrtphase des Jahres. Von September bis einschließlich Dezember stehen insgesamt 134 Anläufe im aktuellen Kalender der Hafenbehörde. Besonders geschäftig dürfte es im Oktober und November werden.

Hitze und Calima: Bis zu 37 Grad zum Wochenstart auf Gran Canaria
Die Kanaren starten mit einer Hitzeperiode in die Woche. Auf Gran Canaria werden bis zu 37 Grad erwartet, dazu zieht Saharastaub über die Inseln. Die Kombination aus Hitze und Calima kann die Luftqualität deutlich verschlechtern.

33 Grad um zwei Uhr nachts: Dénia erlebt extreme Tropennächte im September
An der nördlichen Costa Blanca bleibt es auch nachts außergewöhnlich heiß. In Dénia wurden mitten in der Nacht noch 33 Grad gemessen. Solche Werte sind selbst für den spanischen Spätsommer ungewöhnlich und belasten vor allem ältere Menschen und Kinder.
