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33 Grad um zwei Uhr nachts: Dénia erlebt extreme Tropennächte im September

Von Redaktion Spanienleben.de
Menschen auf der nächtlichen Promenade von Dénia bei tropischen Temperaturen

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

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An der nördlichen Costa Blanca bleibt es auch nachts außergewöhnlich heiß. In Dénia wurden mitten in der Nacht noch 33 Grad gemessen. Solche Werte sind selbst für den spanischen Spätsommer ungewöhnlich und belasten vor allem ältere Menschen und Kinder.

  • In Dénia wurden gegen zwei Uhr nachts rund 33 Grad gemessen.
  • Ursache ist eine Kombination aus warmem Mittelmeer und ablandigem Wind aus dem Landesinneren.
  • Als Tropennacht gilt bereits eine Nacht, in der die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt.
  • Die Wassertemperatur des Mittelmeers liegt weiter deutlich über dem langjährigen Mittel.
  • Die Zahl der Tropennächte an der Costa Blanca hat in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen.
  • Erholsamer Schlaf wird bei solchen Werten ohne Kühlung kaum möglich.

Nächtliche Hitze ist gesundheitlich oft belastender als hohe Tageswerte, weil dem Körper die Erholungsphase fehlt.

Ein ungewöhnlicher Messwert

Dass die Temperatur an der Küste zur nächtlichen Tiefstzeit noch bei rund 33 Grad liegt, ist außergewöhnlich. Normalerweise kühlt es an der Costa Blanca nachts durch die Seebrise spürbar ab.

Verantwortlich ist eine besondere Wetterlage: Warme, trockene Luft strömt aus dem Landesinneren zur Küste. Beim Absinken über die Hänge erwärmt sie sich zusätzlich. Gleichzeitig ist das Mittelmeer nach dem heißen Sommer noch sehr warm und gibt Wärme an die Luft ab.

Warum Tropennächte belasten

Von einer Tropennacht spricht man, wenn die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt. Der Körper reguliert seine Temperatur nachts normalerweise herunter. Bleibt es heiß, arbeitet das Herz-Kreislauf-System weiter auf erhöhtem Niveau.

Betroffen sind besonders ältere Menschen, Säuglinge, Schwangere sowie Personen mit Herz-, Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen. Auch Menschen, die körperlich arbeiten oder Medikamente einnehmen, die den Flüssigkeitshaushalt beeinflussen, sind stärker gefährdet.

Was hilft in heißen Nächten

  • Tagsüber Rollläden schließen, erst nachts oder früh morgens lüften.
  • Leichte Baumwollbettwäsche verwenden und auf dicke Decken verzichten.
  • Vor dem Schlafengehen lauwarm duschen – nicht eiskalt.
  • Ventilator so aufstellen, dass er nicht direkt auf den Kopf bläst.
  • Abends auf schwere Mahlzeiten und Alkohol verzichten.
  • Ein Glas Wasser griffbereit am Bett bereitstellen.

Ein langfristiger Trend

Einzelne Messwerte sind kein Beleg für eine Klimaentwicklung. Die Statistik der vergangenen Jahrzehnte zeigt an der spanischen Mittelmeerküste jedoch eine deutliche Zunahme der Tropennächte. In Küstenstädten kommt der Wärmeinseleffekt hinzu: Beton, Asphalt und dichte Bebauung speichern die Tageswärme und geben sie nachts wieder ab.

Für Urlauber heißt das vor allem, bei der Unterkunftswahl auf funktionierende Klimatisierung oder gute Querlüftung zu achten. Weitere Meldungen finden Sie unter Costa Blanca.

Quelle

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 07. September 2026

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