Wetter in Spanien: warme Oktoberwoche, Kanarenregen und unsicherer Wechsel

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
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Spanien erlebt rund um den 13. Oktober 2026 eine Wetterlage, die von einem kräftigen Azorenhoch geprägt ist. Nach Angaben der spanischen Wetterbehörde AEMET, deren Vorhersage am 12. Oktober um 11:21 Uhr veröffentlicht wurde, sorgt das Hoch auf dem Festland und den Balearen für überwiegend wolkenarme bis klare Himmel und eine stabile Situation. Lediglich an der Kantabrischen Küste, auf den Balearen und in den Regionen der östlichen Landesfassade ist mit bewölkten Abschnitten oder Wolkenintervallen zu rechnen, die vereinzelt schwachen und gelegentlichen Niederschlag bringen können. Im nördlichen Drittel der Halbinsel sind morgendliche Nebelbänke und tiefe Wolken wahrscheinlich, die im Tagesverlauf auflockern, während sich am Nachmittag über den östlichen und südöstlichen Gebirgszügen einzelne Quellwolken bilden können. Besonders hartnäckig könnte sich der Nebel an der galicischen Küste halten.
Amtliche Tagesprognose für Festland und Balearen
Bei den Temperaturen zeichnet sich laut AEMET ein leichter bis moderater Anstieg der Höchstwerte an der Atlantikseite, auf den Kanarischen Inseln und im östlichen Pyrenäenraum ab. In den übrigen Gebieten bleibt kaum eine Veränderung zu erwarten, mit Ausnahme eines Rückgangs in der Straße von Gibraltar, im westlichen Alborán und punktuell an der Kantabrischen Küste. Die Mindesttemperaturen steigen ebenfalls leicht bis moderat in der südlichen Landeshälfte, im äußersten Osten der Halbinsel sowie auf beiden Archipelen. Beim Wind wird auf den Kanaren der Passat mit wahrscheinlich kräftigen Böen in exponierten Lagen wehen, in der Straße von Gibraltar ein moderater bis zum Ende hin kräftiger Levante, und in der Gegend von Ampurdán sowie im Norden der Balearen eine schwache bis moderate Tramontana. Im übrigen Land bleibt der Wind schwach mit vorherrschenden nördlichen und östlichen Komponenten, wobei der Levante im Alborán und der Nordwind an der galicischen Küste zum Tagesende an Stärke zunehmen.
Kanaren: Regen im Norden höherer Inseln
Auf den Kanarischen Inseln zeigt sich am 13. Oktober ein eigenständiges Bild. Der Nordostpassat bringt auf den höheren Inseln bewölkte bis bedeckte Himmel mit Niederschlägen im Norden der gebirgigen Inseln. In den Medianías von La Palma können schwache bis mäßige Niederschläge anhaltend auftreten. Auf den übrigen Inseln überwiegen eher Wolkenintervalle. AEMET nennt für Las Palmas de Gran Canaria eine Tiefsttemperatur von 23 und eine Höchsttemperatur von 27 Grad, für Santa Cruz de Tenerife 22 beziehungsweise 27 Grad. Der Nordostwind legt im Tagesverlauf an Stärke zu und erreicht am Abend seine höchste Intensität, besonders in exponierten Lagen der Inseln. In den geprüften Tagesprognosen nennt AEMET keine signifikanten Wettererscheinungen. Eine Tagesprognose ersetzt aber keine aktuelle Warnkarte.
Meteored: 30 Grad möglich, Wetterwechsel unsicher
Über die kommenden Tage hinaus richtet sich der Blick vieler Spanier bereits auf einen möglichen Wetterwechsel. Der aus Alicante stammende Meteorologe Samuel Biener vom Portal Meteored erklärte am 12. Oktober gegenüber der Zeitung Todo Alicante, dass sich Spanien vom verlängerten Pilar Wochenende mit einem sehr stabilen und milden Umfeld verabschiede. Eine Dorsal, die er als rekordverdächtig beschreibt, dominiere die spanische Wettersituation bis einschließlich Donnerstag oder Freitag. In diesem Zeitraum seien in mehreren Provinzhauptstädten noch einmal Höchstwerte von 30 Grad oder mehr möglich, während es nachts im Landesinneren spürbar abkühlt und teils deutliche Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht auftreten. Biener verweist zudem darauf, dass bereits in der ersten Wochenhälfte, in Übereinstimmung mit der wöchentlichen AEMET Vorhersage, vereinzelte Schauer an der östlichen Küste, auf den Balearen und den Kanaren möglich sind.
Nach Einschätzung von Biener könnte der Freitag zu einem Wendepunkt werden. Er spricht von der Möglichkeit, dass ab Sonntag, dem 18. Oktober, eine DANA, ein abgeschlossenes Höhentief, Regen, Gewitter und kühlere Luft über weite Teile Spaniens bringen könnte. Wichtig ist dabei, dass es sich um eine Einschätzung von Meteored und nicht um eine offizielle Bestätigung oder Warnung von AEMET handelt. Die Unsicherheit für diesen Zeitpunkt sei noch hoch, da die numerischen Modelle in diesem zeitlichen Abstand naturgemäß noch stark voneinander abweichen können. Wer Reisen oder Ausflüge für das kommende Wochenende plant, sollte die Vorhersagen daher in den kommenden Tagen weiter im Blick behalten.
Copernicus: global kein Septemberrekord
Parallel zu den tagesaktuellen Vorhersagen liefert der Copernicus Klimadienst C3S einen Rückblick auf den vergangenen September, der das Bild der aktuellen Wärme in einen größeren Zusammenhang stellt. Laut dem am 6. Oktober veröffentlichten Klimabulletin lag die globale Durchschnittstemperatur der Luft an der Erdoberfläche im September 2026 bei 16,27 Grad Celsius. Das sind 0,82 Grad mehr als im Mittel der Referenzperiode 1991 bis 2020 und macht den Monat zum zweitwärmsten September im ERA5 Datensatz, nur 0,11 Grad kühler als der bisherige Rekordhalter September 2023. Gegenüber dem vorindustriellen Niveau lag die globale Temperatur im September 2026 um 1,63 Grad höher, womit es laut Copernicus seit November 2025 erstmals wieder zwei aufeinanderfolgende Monate über der 1,5 Grad Marke gab. Ein globaler Septemberrekord wurde damit nicht aufgestellt, wohl aber der zweithöchste je gemessene Wert für diesen Monat.
Für Europa insgesamt war der September 2026 mit einer Durchschnittstemperatur von 16,26 Grad, 1,54 Grad über dem Mittel von 1991 bis 2020, der drittwärmste je registrierte September. Besonders ausgeprägt zeigte sich die Wärme erneut in Westeuropa und den angrenzenden Meeresgebieten, wie es bereits weite Teile des Sommers geprägt hatte. Laut Copernicus war der September 2026 für Westeuropa, gemeinsam mit dem September 2023, der wärmste je gemessene September in dieser Teilregion, mit einer Abweichung von 2,51 Grad über dem Mittel. Auch bei den Meerestemperaturen wurde ein Rekord vermeldet, nicht global, sondern spezifisch für die Meeresoberflächentemperatur zwischen 60 Grad Süd und 60 Grad Nord, die im September 2026 mit 21,05 Grad den bisherigen Septemberrekord von 20,92 Grad aus dem Jahr 2023 übertraf. Die Experten von Copernicus bringen diese Entwicklung unter anderem mit einem sich weiter verstärkenden El Niño Phänomen im äquatorialen Pazifik in Verbindung.
Lokale Vorhersagen bleiben maßgeblich
Die heutige Prognose gilt für den 13. Oktober, Meteoreds unsicheres Szenario für das kommende Wochenende. Copernicus blickt auf September zurück. Für konkrete Ausflüge solltest du die lokale Vorhersage und aktuelle Behördenhinweise prüfen. Weitere Orientierung findest du auf unseren Seiten zu Teneriffa und Gran Canaria sowie im Reise-Guide.
Quellen
AEMET – „Predicción general. España. 13 de octubre de 2026“ (2026-10-12)
https://www.aemet.es/es/api-eltiempo/prediccion/2026-10-13/PB/6/65
AEMET – „El tiempo. Predicción. España (Canarias)“ (2026-10-12)
https://www.aemet.es/es/eltiempo/prediccion/espana?k=coo&w=13
Todo Alicante – „Meteored avisa de que 'el veranillo' se acaba y una dana podría cambiar el tiempo“ (2026-10-12)
https://www.todoalicante.es/el-tiempo/meteored-avisa-dana-cambiar-tiempo-20261012142105-nt.html
Copernicus Climate Change Service (C3S) – „September 2026 Climate Bulletin (Spanish)“ (2026-10-06)
https://climate.copernicus.eu/sites/default/files/2026-10/261006_September%202026%20Climate%20Bulletin_Spanish_FINAL%20%281%29.docx
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Quelle
AEMET
https://www.aemet.es/es/api-eltiempo/prediccion/2026-10-13/PB/6/65AEMET
https://www.aemet.es/es/eltiempo/prediccion/espana?k=coo&w=13Todo Alicante
https://www.todoalicante.es/el-tiempo/meteored-avisa-dana-cambiar-tiempo-20261012142105-nt.htmlCopernicus Climate Change Service (C3S)
https://climate.copernicus.eu/sites/default/files/2026-10/261006_September%202026%20Climate%20Bulletin_Spanish_FINAL%20%281%29.docx
Redaktion Spanienleben.de
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Veröffentlicht am 13. Oktober 2026
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