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Unwetterwarnungen in sechs Regionen: Katalonien schränkt Alltag ein

Von Redaktion Spanienleben.de
Starker Regen über einer Straße in Katalonien, auf der Autos durch große Wasseransammlungen fahren

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

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Schwere Gewitter treffen am Mittwoch den spanischen Mittelmeerraum und die Balearen. AEMET warnt in sechs autonomen Regionen vor Starkregen, Hagel und sehr starken Windböen. In Katalonien fällt in fünf Comarcas der Präsenzunterricht aus. Dort sollen die Menschen bis zum späten Nachmittag möglichst auf nicht notwendige Fahrten verzichten.

AEMET warnt vor einer sehr ungünstigen Wetterlage

Ein Kaltfrontdurchgang hat das Wetter in Spanien grundlegend verändert. Nach der starken Hitze sinken die Temperaturen deutlich. Gleichzeitig breiten sich Regen und Gewitter aus. Besonders betroffen sind der Mittelmeerraum auf dem Festland und die Balearen.

Die staatliche Wetteragentur AEMET bezeichnet die Lage als potenziell sehr ungünstig. Erwartet werden sehr starke und anhaltende Schauer sowie Gewitter. Örtlich können sie Überschwemmungen auslösen. Hagel und sehr starke Windböen könnten außerdem Infrastruktur beschädigen.

Warnungen gelten in sechs autonomen Regionen

AEMET hat wegen Regen und Gewittern Warnungen für Andalucía, Cantabria, Baleares, Comunitat Valenciana, Catalunya und Región de Murcia aktiviert. In den vier letztgenannten Regionen gilt Warnstufe Orange. Sie steht für eine erhebliche Gefahr.

Örtlich können innerhalb einer Stunde bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. In der ersten Tageshälfte betrifft die instabile Wetterlage zunächst vor allem das nördliche Drittel Spaniens. Schwache bis mäßige Niederschläge werden auch in der Nordhälfte und in Extremadura erwartet. Am Nachmittag können kräftige Gewitter die Balearen, den Südosten der Halbinsel und Teile des südlichen Iberischen Gebirges erreichen. Auch der Süden von Castilla-La Mancha und der Osten Andalusiens können betroffen sein.

Katalonien bereitet sich auf sintflutartigen Regen vor

In Katalonien bleibt der Hochwasser-Notfallplan INUNCAT aktiviert. Der katalanische Wetterdienst Meteocat hat die Gefahrenstufe für intensive Niederschläge in den besonders gefährdeten Gebieten auf 5 von 6 angehoben. Vor allem am Vormittag sind dort mehr als 40 Liter pro Quadratmeter innerhalb von nur 30 Minuten möglich.

Als besonders gefährdet gelten Baix Llobregat, Vallès Occidental, Garraf, Alt Penedès und Baix Penedès. An einzelnen Orten könnten in drei Stunden mehr als 90 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen. Das kann die Entwässerung überlasten und zu raschen Anstiegen in Rieras, Schluchten und Sturzbächen führen. Die Gewitter können lokal sehr unterschiedlich ausfallen. Während ein Ort sintflutartigen Regen erlebt, kann es wenige Kilometer entfernt deutlich weniger regnen.

Unterricht und nicht dringende Termine entfallen

Die Generalitat hat für die fünf besonders gefährdeten Comarcas zwischen 07.00 und 17.00 Uhr außergewöhnliche Maßnahmen beschlossen. Präsenzunterricht an Schulen und Universitäten sowie Sportaktivitäten im Freien sind ausgesetzt. Auch bestimmte soziale Dienste und Tageszentren sind betroffen. Wo es möglich ist, wird Homeoffice empfohlen.

Nicht dringende oder nicht notwendige geplante medizinische Behandlungen werden verschoben. Notaufnahmen sowie unaufschiebbare Therapien wie Dialyse, Chemotherapie und Strahlentherapie bleiben in Betrieb. Zudem entfallen nicht dringende Verhandlungen und andere Justiztermine in 14 Gerichtsbezirken. Die Bereitschaftsdienste arbeiten weiter.

Was Reisende und Einwohner beachten sollten

Protecció Civil hat in besonders bedrohten Gebieten Warnungen per ES-Alert an Mobiltelefone geschickt. Nicht notwendige Fahrten sollen während der angeordneten Zeit unterbleiben. Starkregen kann Straßen, Unterführungen und den Nahverkehr beeinträchtigen. Überflutete Bereiche dürfen auch bei scheinbar niedrigem Wasserstand nicht durchquert werden.

An der Küste droht zusätzlich hoher Wellengang. Das gilt besonders für den Empordà. Die Behörden empfehlen, Abstand zu Molen, Wellenbrechern und Strandpromenaden zu halten. Auch unter Bäumen und neben ungesicherten Gegenständen ist wegen möglicher Sturmböen und herabfallender Äste Vorsicht geboten.

Mit der Front endet zugleich die intensive Hitze in weiten Landesteilen. Die Höchstwerte sinken verbreitet. Im Nordosten werden Rückgänge von mehr als 6 Grad, örtlich sogar von mehr als 10 Grad erwartet. Über 35 Grad werden nur noch punktuell am Guadalquivir, in Alborán, Murcia und auf den Kanaren erreicht.

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Quelle

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 09. September 2026

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