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Aktuelle Nachrichten11. September 2026Aktualisiert am 27. Oktober 2026

Abgesagt: Ärztestreik in Spanien: Unbefristeter Ausstand ab 28. Oktober

Von Redaktion Spanienleben.de
Ärzte in weißen Kitteln demonstrieren vor einem Krankenhaus in Spanien.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Inhaltsverzeichnis
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Hinweis, Stand 27. Oktober 2026: Der hier angekündigte landesweite unbefristete Ärztestreik ab 28. Oktober ist abgesagt. Stattdessen wird regional gestreikt: auf den Kanaren bereits, ab 28. Oktober in Madrid, Katalonien und der Comunitat Valenciana, ab 13. November in Andalusien. Aktuelle Informationen: Ärztestreik: aktueller Stand.

Der Termin für den landesweiten Ärztestreik in Spanien steht nun fest: Ab dem 28. Oktober wollen die Mediziner unbefristet die Arbeit niederlegen. Geplant sind tägliche Arbeitsniederlegungen, die praktisch alle Gesundheitsdienste betreffen. Ausgenommen bleiben Notaufnahmen, Dialyse, Intensivstationen, Chemotherapie und weitere kritische Patienten.

Startdatum steht: 28. Oktober

Zuvor waren als mögliche Starttermine der 14. und 15. Oktober genannt worden. Inzwischen haben die Ärzteorganisationen den unbefristeten Ausstand für ganz Spanien auf den 28. Oktober datiert. Der Streik richtet sich gegen die Reform des sogenannten Estatuto Marco, die das Gesundheitsministerium vorbereitet.

Die Protestform sieht tägliche Arbeitsniederlegungen vor. Betroffen sind damit vor allem planbare Sprechstunden, Untersuchungen und Eingriffe.

Streit über das Rahmenstatut

Das Rahmenstatut regelt die Arbeitsbedingungen des Personals im staatlichen Gesundheitssystem. Die Ärztegewerkschaften kritisieren, dass die Reform ohne Einigung mit ihren Vertretern auf den Weg gebracht wurde.

„Die Ministerin hat entschieden, den Cortes ein Rahmenstatut vorzulegen. Sie haben es im Ministerrat beschlossen und an die Cortes weitergegeben, ohne mit unseren gewerkschaftlichen Vertretern zu irgendeiner Einigung gekommen zu sein“, sagt Pilar Valero, Provinzsekretärin der Gewerkschaft CESM-CV. Das Gesundheitsministerium verteidigt dagegen ein einheitliches Rahmenstatut für das gesamte Gesundheitspersonal.

Kernforderung: Schluss mit 24-Stunden-Diensten

Die Mediziner verlangen ein eigenes Ärztestatut. Zentral ist die Kritik an den Bereitschaftsdiensten: „Wir sagen Nein zu 24-Stunden-Diensten und erinnern daran, dass der Arbeitstag anders organisiert werden muss“, so Valero. Früher habe ein Arzt im Bereitschaftsdienst eher gewartet, heute werde wegen der gestiegenen Nachfrage durchgehend gearbeitet.

Weitere Forderungen sind eine bessere Regelung der Bereitschaftsdienste, damit diese für die Rente angerechnet werden, sowie Gehaltsverbesserungen und eine Anerkennung der langen Ausbildungszeiten und der beruflichen Verantwortung.

Was Patienten erwartet

Nach Angaben der Gewerkschaften betreffen die Arbeitsniederlegungen praktisch alle Bereiche, mit Ausnahme der Notaufnahmen, der Dialyse, der Intensivstationen, der Chemotherapie und der Versorgung kritischer Patienten. Welche Leistungen konkret ausfallen, hängt zusätzlich von den Mindestdiensten in den einzelnen Regionen ab.

Die Verbände hatten zugesichert, dass nichts Dringendes oder Unaufschiebbares unterbleibt. In bestimmten Bereichen können die Mindestdienste bis zu 100 Prozent betragen.

Was Residenten und Urlauber jetzt tun sollten

Wer Ende Oktober einen planbaren Arzt- oder Kliniktermin hat, sollte kurz vorher in der Praxis oder im Krankenhaus nachfragen. Termine können bestätigt, verschoben oder abgesagt werden, und es sind längere Wartezeiten möglich.

Bei einem Notfall bleibt die Notaufnahme die richtige Anlaufstelle; sie ist vom Streik ausgenommen. Wichtig ist außerdem, dass die eigenen Kontaktdaten im Gesundheitszentrum aktuell hinterlegt sind, damit Terminänderungen ankommen. Umfang und Dauer des Ausstands können sich bis zum Beginn noch ändern – Mitteilungen der regionalen Gesundheitsbehörde sollten beachtet werden.

Quelle

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Veröffentlicht am 11. September 2026 · Zuletzt aktualisiert am 27. Oktober 2026

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