Spanien: Diesel könnte ab Oktober um 24,4 Cent je Liter steigen

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
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Diesel könnte in Spanien ab dem 1. Oktober deutlich teurer werden. Falls die staatlichen Steuerhilfen auslaufen, rechnet der Tankstellenverband CEEES mit einem Anstieg um 24,4 Cent je Liter. Ein Liter Diesel würde dann im Mittel 2,039 Euro kosten. Auch Benzin könnte sich um weitere sechs Cent verteuern.
Steuerhilfe für Diesel steht vor dem Ende
Der Preisaufschlag ist noch nicht endgültig beschlossen. Er ergibt sich aus dem möglichen Auslaufen des spanischen Krisendekrets am 30. September. Die Regierung hat bislang keinen neuen Hilfsplan angekündigt. Das Wirtschaftsressort erklärte lediglich, es beobachte die Lage aufmerksam.
Die Confederación Española de Estaciones de Servicio, kurz CEEES, beziffert den möglichen Anstieg bei Diesel auf 24,4 Cent je Liter. Für Benzin erwartet der Verband einen zusätzlichen Aufschlag von sechs Cent. Die Änderungen könnten ab dem 1. Oktober an den Zapfsäulen sichtbar werden.
Warum Diesel derzeit entlastet wird
Nach Bekanntgabe der Inflationsdaten für Juli erhielt Diesel erneut eine Entlastung von 20 Cent je Liter bei der Sondersteuer auf Kohlenwasserstoffe. Benzin profitierte dagegen nur noch von fünf Cent. Seine Teuerungsrate hatte die im Krisendekret festgelegte Schwelle von 15 Prozent in der entsprechenden Untergruppe nicht überschritten.
Zum Monatsbeginn lagen beide Kraftstoffarten bei 1,79 Euro je Liter. Für Benzin bedeutete das einen Anstieg um vier Cent. Diesel wurde zugleich um sieben Cent günstiger. CEEES rechnete für den weiteren Verlauf des Septembers mit insgesamt sechs Cent mehr bei Benzin und zehn Cent weniger bei Diesel.
Preise ändern sich nicht überall sofort
Die steuerlichen Anpassungen kommen nach Angaben der Tankstellenbetreiber nicht an jeder Station zur gleichen Zeit an. Entscheidend ist, wann eine Tankstelle ihre Vorräte erneuert. Bereits vor dem 1. September eingekaufter Kraftstoff wurde noch zu den vorherigen Konditionen beschafft.
Deshalb kann der ausgewiesene Literpreis regional und von Station zu Station abweichen. Erst mit neuen Lieferungen bildet sich die steuerliche Änderung schrittweise im durchschnittlichen Verkaufspreis ab. Das gilt auch für einen möglichen Preissprung Anfang Oktober.
Eine Dieselfüllung könnte mehr als 100 Euro kosten
Als Grundlage für ihre Rechnung nutzt CEEES die durchschnittlichen Kraftstoffpreise vom 3. September. Ohne erneute Hilfen könnte Diesel demnach im Mittel auf 2,039 Euro je Liter steigen. Eine Tankfüllung mit 50 Litern würde dann 101,95 Euro kosten.
Bei Benzin läge der geschätzte Durchschnittspreis bei 1,813 Euro je Liter. Für 50 Liter wären damit 90,65 Euro fällig. Neben der Steuerpolitik bleibt jedoch die Entwicklung an den internationalen Märkten wichtig. Besonders die Lage in der Straße von Hormus und andere geopolitische Krisen können die Preise für Diesel und Rohstoffe beeinflussen.
Folgen für Pendler und Spanien-Urlauber
Für Berufspendler mit Dieselfahrzeug würde ein Aufschlag von 24,4 Cent spürbare Mehrkosten verursachen. Bei einer 50-Liter-Füllung wären das rechnerisch 12,20 Euro mehr. Wer mehrmals im Monat tankt, müsste entsprechend stärker kalkulieren.
Auch Reisende mit einem Diesel-Mietwagen wären betroffen. Bei längeren Fahrten durch Spanien können sich die zusätzlichen Kosten schnell summieren. Urlauber sollten deshalb den Kraftstofftyp bei der Buchung prüfen, Tankpreise entlang der Route vergleichen und die Rückgaberegel des Vermieters beachten. Ob der volle Aufschlag tatsächlich kommt, hängt von einer möglichen Verlängerung der Hilfen und von der weiteren Entwicklung der Rohstoffpreise ab.
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Quelle
ABC – „El diésel se encarecerá 24 céntimos por litro en octubre si decaen todas las ayudas sobre los impuestos“
https://www.abc.es/economia/cuentas-corrientes/diesel-encarecera-centimos-litro-partir-octubre-renuevan-20260910015633-nt.html
Redaktion Spanienleben.de
Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.
Veröffentlicht am 11. September 2026
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