Zweitwohnungen an Andalusiens Küste übertreffen Preise der Hauptstädte
Ferienimmobilien verteuern sich an der gesamten andalusischen Küste. Besonders hoch liegen die Quadratmeterpreise in Teilen der Provinzen Cádiz und Málaga.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Wohnhäuser und Ferienapartments an einem Strand der andalusischen Küste
Inhaltsverzeichnis
Zweitwohnungen an Andalusiens Küste kosten vielerorts deutlich mehr als normale Wohnungen in derselben Region. In einzelnen Ferienorten übersteigen die Preise sogar das Niveau der jeweiligen Provinzhauptstadt.
Besonders deutlich zeigt sich das an der Küste von Cádiz. Zwischen Chiclana und Puerto Real werden für Ferienimmobilien im Mittel 4.000 Euro pro Quadratmeter genannt. Zum Vergleich: In Cádiz-Stadt lag der allgemeine Wohnungswert je nach Auswertung bei 2.567 beziehungsweise 2.838 Euro pro Quadratmeter.
Auch Tarifa hat Sevilla überholt. Im ersten Quartal lag der Quadratmeterpreis dort bei mehr als 3.655 Euro. Im Casco Antiguo, dem teuersten Bezirk Sevillas, waren es 3.547 Euro.
Große Preisunterschiede an der Küste von Cádiz
Der Bericht „Vivienda en Costa 2025“ von Tinsa by Accumin weist für Ferienimmobilien entlang der Küste von Cádiz hohe Durchschnittswerte aus. Je nach räumlicher Abgrenzung und Auswertung unterscheiden sich einzelne Zahlen allerdings.
Für Sotogrande werden 3.850 bis 4.500 Euro pro Quadratmeter genannt. Im Abschnitt zwischen Tarifa und Conil liegen die Werte bei 3.300 bis 3.500 Euro. Zwischen Chiclana und Puerto Real sind es übereinstimmend 4.000 Euro.
Andere Küstenabschnitte bleiben günstiger. Zwischen Rota und El Puerto de Santa María werden 2.800 Euro pro Quadratmeter ausgewiesen. Für den Abschnitt von Rota bis Sanlúcar de Barrameda nennt eine andere Auswertung 2.950 Euro. In Algeciras liegt der Wert bei 1.800 Euro.
Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Zweitwohnungen an der Küste von Cádiz wird mit 3.200 Euro angegeben. Damit liegt er weit über dem allgemeinen Wohnungsmarkt der Provinz und der Küstengemeinden.
Verkäufe nehmen weiter zu
Die Immobilienpreise an der Küste von Cádiz stiegen im ersten Quartal 2025 binnen eines Jahres um 6,4 Prozent. Die Zahl der Verkäufe erhöhte sich um 9,9 Prozent. Seit 2008 wurde nur in den Jahren 2021 und 2022 ein höheres Niveau erreicht.
In einigen Orten war der Preisanstieg besonders kräftig. Rota verzeichnete ein Plus von 11,9 Prozent auf 2.236 Euro pro Quadratmeter. In Sanlúcar stieg der Durchschnitt um 11 Prozent auf 1.691 Euro. Tarifa legte um 8,7 Prozent auf 2.436 Euro zu, wobei diese Zahlen den gesamten örtlichen Wohnungsmarkt und nicht nur Ferienimmobilien abbilden.
Costa del Sol bleibt besonders teuer
An der Mittelmeerküste Andalusiens setzt sich der Aufwärtstrend fort. In der Provinz Málaga kosten Ferienimmobilien in der Axarquía durchschnittlich 4.300 Euro pro Quadratmeter.
Zwischen Torremolinos und Mijas werden 4.350 Euro erreicht. Der Abschnitt zwischen Marbella und Manilva kommt sogar auf 5.000 Euro. Der allgemeine Durchschnitt liegt dagegen bei 3.027 Euro in den Küstengemeinden, 2.600 Euro in der gesamten Provinz und 2.810 Euro in Málaga-Stadt.
Auch Granada und Almería melden steigende Werte. An Granadas Küste werden für Ferienimmobilien durchschnittlich 2.750 Euro pro Quadratmeter verlangt. In Almería reicht die Spanne von 1.900 Euro zwischen Roquetas de Mar und Adra bis zu 2.750 Euro zwischen Níjar und Aguadulce.
Huelva bleibt vergleichsweise erschwinglich
Die Küste von Huelva ist günstiger als Cádiz oder Málaga. Zwischen Mazagón und Islantilla kosten Ferienimmobilien im Mittel 2.400 Euro pro Quadratmeter. An den Stränden von Isla Cristina und Ayamonte sind es 2.450 Euro.
Auch dort liegen Zweitwohnungen klar über dem übrigen Markt. Der allgemeine Durchschnitt beträgt 1.801 Euro in den Küstengemeinden, 1.429 Euro in der Provinz und 1.452 Euro in Huelva-Stadt.
Bedeutung für Käufer und Residenten
Kaufinteressenten sollten Durchschnittspreise für Ferienimmobilien nicht mit dem allgemeinen örtlichen Quadratmeterpreis verwechseln. Lage, Meerblick und Strandnähe führen innerhalb derselben Gemeinde zu erheblichen Unterschieden.
In Cádiz stammt die Nachfrage überwiegend aus Spanien, besonders aus Sevilla, Córdoba, Madrid und dem Baskenland. In Málaga entfallen dagegen 50 bis 60 Prozent der Käufe von Ferienimmobilien auf internationale Kunden. Sie kommen unter anderem aus dem Vereinigten Königreich, Deutschland, Belgien, den Niederlanden, den nordischen Ländern, Polen und dem Nahen Osten.
Quelle
El Correo de Andalucía, Diario de Cádiz
https://www.elcorreoweb.es/sevilla/2026/08/30/costa-andaluza-sigue-disparada-precio-133605829.htmlRedaktion Spanienleben.de
Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.
Veröffentlicht am 30. August 2026
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