Wohnpreise auf den Kanaren steigen auf 2.516 Euro pro Quadratmeter
Die Immobilienpreise auf den Kanaren liegen fast 500 Euro über dem spanischen Mittel. Gleichzeitig ging die Zahl der Verkäufe im Mai deutlich zurück.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
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Wohneigentum auf den Kanaren wird weiter teurer. Im Mai erreichte der durchschnittliche Preis 2.516 Euro pro Quadratmeter. Das waren 13,7% mehr als im Vorjahresmonat.
Damit lagen die Kanaren fast 500 Euro pro Quadratmeter über dem spanischen Durchschnitt. Zugleich sank die Zahl der Immobilienverkäufe im Archipel im Jahresvergleich um 9,5%.

Die Zahlen zeigen ein angespanntes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage. Hohe Preise erschweren besonders jungen Menschen und Haushalten mit geringeren Einkommen den Kauf einer Wohnung.
Kanaren gehören zu den teuersten Regionen
Mit 2.516 Euro pro Quadratmeter belegten die Kanaren gemeinsam mit Katalonien den vierten Platz unter den teuersten autonomen Gemeinschaften Spaniens. Grundlage sind die am Donnerstag veröffentlichten Daten des Consejo General del Notariado.
Stärker als auf den Inseln stiegen die Preise nur auf den Balearen mit 16,3%, in Castilla-La Mancha mit 15,4% und in Andalusien mit 14,4%. Hinter den Kanaren folgten Navarra mit 13,5%, Kantabrien mit 12,3%, die Comunidad Valenciana mit 11,9% und Murcia mit 10,7%.
Weniger Verkäufe trotz steigender Preise
Die hohen Angebotspreise bremsen den Markt. Auf den Kanaren wurden im Mai 9,5% weniger Kaufverträge abgeschlossen als ein Jahr zuvor. Die knappe Auswahl an Wohnraum erhöht zugleich den Druck auf die Preise.
Auch landesweit ging die Zahl der Verkäufe zurück. In Spanien wechselten im Mai 55.761 Wohnungen den Eigentümer. Das waren 11,8% weniger als im Vorjahresmonat.
Nur Navarra mit 8,2%, Castilla-La Mancha mit 4,5% und Extremadura mit 0,2% verzeichneten mehr Verkäufe. Besonders stark war der Rückgang in der Comunidad Valenciana mit 35,8%, auf den Balearen mit 20,6% und in Kantabrien mit 19,7%.
Spanischer Durchschnitt steigt auf 2.049 Euro
Im gesamten Land kostete ein Quadratmeter im Mittel 2.049 Euro. Gegenüber Mai des Vorjahres entspricht das einem Anstieg um 8,8%. Nur Galicien verzeichnete eine rückläufige Entwicklung.
Die Kanaren lagen damit nicht nur deutlich über dem Landesmittel. Der Preisanstieg fiel dort auch wesentlich stärker aus. Während der Quadratmeterpreis spanienweit um 8,8% zunahm, waren es auf dem Archipel 13,7%.
Hypotheken auf den Kanaren leicht im Plus
Spanienweit sank die Zahl der neuen Hypothekendarlehen für den Wohnungskauf um 4% auf 30.577. Die durchschnittliche Darlehenssumme stieg dagegen um 3,9% auf 181.976 Euro.
Insgesamt wurden 54,8% der im Mai abgeschlossenen Immobilienkäufe mit einer Hypothek finanziert. Das Darlehen deckte dabei durchschnittlich 72,5% des Kaufpreises ab.
Auf den Kanaren stieg die Zahl der neuen Wohnungsdarlehen entgegen dem landesweiten Trend um 1,1%. Größere Zuwächse gab es in Castilla-La Mancha mit 14,2%, Katalonien mit 3,4% und Andalusien mit 1,5%.
Bedeutung für Käufer auf Gran Canaria
Wer auf Gran Canaria eine Immobilie sucht, muss sich auf ein weiterhin hohes Preisniveau einstellen. Der Durchschnittswert für die Kanaren bildet allerdings nicht automatisch den Preis in einer bestimmten Gemeinde oder einem einzelnen Stadtteil ab.
Käufer sollten deshalb Angebote anhand der konkreten Lage, des Zustands und der Wohnfläche vergleichen. Hinzu kommen Nebenkosten sowie die Frage, welchen Anteil des Kaufpreises eine Bank finanziert. Die landesweite Quote von durchschnittlich 72,5% zeigt, dass in vielen Fällen erhebliches Eigenkapital erforderlich bleibt.
Der Rückgang der Verkäufe bedeutet zudem nicht automatisch sinkende Preise. Die Daten für Mai zeigen vielmehr, dass weniger Abschlüsse und kräftige Preissteigerungen gleichzeitig auftreten können.
Quelle
Canarias7 – „La vivienda en Canarias sigue sin tocar techo y ya es 500 euros/m2 más cara que la media“
https://www.canarias7.es/economia/vivienda/vivienda-canarias-sigue-tocar-techo-500-eurosm2-20260731070000-nt.htmlRedaktion Spanienleben.de
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Veröffentlicht am 31. Juli 2026
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