Wetterschäden an Spaniens Häusern haben sich im Sommer verdoppelt
Stürme, Starkregen und Hagel verursachten im Sommer 2025 mehr als 8.800 gemeldete Schäden. Besonders betroffen waren Madrid, Aragón, Navarra und La Rioja.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Inhaltsverzeichnis
Extreme Wetterereignisse haben im Sommer 2025 deutlich mehr Schäden an spanischen Wohnhäusern verursacht. Mutua Madrileña registrierte in den Sommermonaten mehr als 8.800 entsprechende Versicherungsfälle.
Im Sommer 2024 waren es noch 4.274 Fälle. Damit hat sich die Zahl innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt.

Besonders viele Meldungen gingen im Juli ein. Auslöser waren unter anderem schwere Gewitter, starke Windböen und Hagelschauer.
Außenbereiche besonders anfällig
Die Wetterereignisse beschädigten häufig Teile der Häuser und Gegenstände im Freien. Dazu gehörten Markisen, Dachziegel, Poolabdeckungen und Gartenmöbel.
Auch Terrassen und Innenhöfe waren betroffen. Dort können ungesicherte Gegenstände durch kräftige Böen beschädigt oder fortgeweht werden.
Die Auswertung zeigt damit, dass sich das Schadensrisiko nicht auf das Gebäudeinnere beschränkt. Gerade frei liegende und leichte Bauteile reagieren empfindlich auf Sturm und Hagel.
Regen verursacht 29 Prozent der Schäden
Regen war für 29 Prozent der erfassten Wetterschäden verantwortlich. Häufig drang Wasser durch Fassaden oder Dächer ein und führte zu Feuchtigkeitsschäden.
Wind verursachte weitere 24 Prozent der Beschädigungen. Dabei waren vor allem Rollläden sowie Gegenstände auf Terrassen und in Innenhöfen betroffen.
Zusammen entfiel damit mehr als die Hälfte der gemeldeten Wetterschäden auf Regen und Wind. Hinzu kamen Schäden durch weitere atmosphärische Ereignisse wie Hagel und schwere Gewitter.
Vier Regionen stechen hervor
Besonders viele wetterbedingte Schadensfälle verzeichnete Mutua Madrileña in den autonomen Gemeinschaften Madrid, Aragón, Navarra und La Rioja. Die Untersuchung nennt keine konkreten Fallzahlen für die einzelnen Regionen.
Die Bilanz bezieht sich auf die bei diesem Versicherer erfassten Vorgänge. Sie ist daher keine vollständige Statistik aller Schäden in Spanien, zeigt aber einen klaren Anstieg innerhalb des betrachteten Bestands.
Auch die Gesamtzahl aller gemeldeten Schadensereignisse nahm zu. Im dritten Quartal 2025 registrierte die Versicherung rund 117.000 Vorfälle. Das waren 17 Prozent mehr als im entsprechenden Vergleichszeitraum.
Auch mehr Einbrüche während der Ferien
Einbrüche standen im Sommer an sechster Stelle der erfassten Schadensursachen. Ihr Anteil an allen Vorfällen betrug 5,78 Prozent.
Über einen Zeitraum von zehn Jahren hat sich ihre Zahl mehr als verdreifacht. Im Jahr 2016 wurden 2.053 Fälle registriert. Während der Sommerferien 2025 waren es 6.600.
Die Zahlen zeigen somit zwei Entwicklungen: Wetterextreme führten kurzfristig zu einem starken Anstieg der Schäden. Einbrüche nahmen dagegen über einen längeren Zeitraum deutlich zu.
Was Bewohner jetzt prüfen sollten
Haus- und Wohnungseigentümer sollten vor angekündigten Unwettern Markisen einfahren und lose Gegenstände auf Balkonen, Terrassen oder in Gärten sichern. Auch Poolabdeckungen und Gartenmöbel können bei starkem Wind beschädigt werden.
Dächer, Fassaden und mögliche Eintrittsstellen für Wasser sollten regelmäßig kontrolliert werden. Nach einem Schaden ist es sinnvoll, Fotos anzufertigen und den Versicherer möglichst schnell zu informieren.
Zudem lohnt ein Blick in die Versicherungspolice. Entscheidend ist, welche Wetterereignisse und Gebäudeteile abgedeckt sind und welche Nachweise bei einer Schadensmeldung verlangt werden.
Quelle
ABC – „Los siniestros de hogar por meteorología se duplicaron el verano pasado“
https://www.abc.es/economia/siniestros-hogar-meteorologia-duplicaron-verano-pasado-20260811153541-nt.htmlRedaktion Spanienleben.de
Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.
Veröffentlicht am 12. August 2026
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