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Aktuelle Nachrichten 21. August 2026

Wasserverbrauch bringt Netz der Costa del Sol an seine Grenzen

Acosol reagiert mit zusätzlichen Brunnen und Wasser aus Málaga. Eine neue Verbindung soll die Versorgung zwischen Benalmádena, Torremolinos und der Hauptstadt absichern.

Wasserverbrauch bringt Netz der Costa del Sol an seine Grenzen

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

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Die Wasserversorgung der Costa del Sol ist im Sommer an ihre technische Belastungsgrenze geraten. Der Verbrauch lag im Juli 15 Prozent über dem Vorjahreswert.

Betroffen war vor allem der östliche Teil des Netzes zwischen der Aufbereitungsanlage Río Verde und Benalmádena sowie Torremolinos. Um Druckverluste und mögliche Versorgungsausfälle zu verhindern, leitete Málaga kurzfristig zusätzliches Wasser in das System ein.

Die Ursache war diesmal nicht ein leerer Stausee. La Concepción war zu 66 Prozent gefüllt. Zum Problem wurden die hohe Nachfrage und eine Versorgungsinfrastruktur, die teilweise vor 40 oder 50 Jahren geplant wurde.

Málaga liefert Wasser in das Netz der Küste

Acosol und der städtische Wasserversorger Emasa vereinbarten eine dringende Einspeisung über die Pumpstation Rojas in Churriana. Málaga lieferte darüber rund 150 Liter pro Sekunde an die Costa del Sol.

Für die Hauptstadt entspricht dies ungefähr einem Zehntel ihres durchschnittlichen Bedarfs. An der Küste war es nur ein kleiner Anteil der in der Hochsaison benötigten Menge von mehr als 3.000 Litern pro Sekunde. Dennoch war die Lieferung entscheidend, um das Netz zu stabilisieren.

Zusätzlich reaktivierte Acosol Brunnen, die nach den guten Niederschlägen als strategische Reserve bereitstanden. Innerhalb einer Woche entstand außerdem eine provisorische Leitung mit geringerem Durchmesser, über die Wasser aus Málaga in Richtung Benalmádena eingespeist werden konnte.

Alte Infrastruktur wird zum Engpass

Die hohe Entnahme führte dazu, dass sich Speicherbehälter im östlichen Netzabschnitt nicht mehr ausreichend füllten. Dadurch drohten ein deutlicher Druckabfall und örtliche Probleme bei der Versorgung.

Eine Schwachstelle ist die Trinkwasseraufbereitungsanlage am Río Verde. Ihre begrenzte Kapazität wirkt wie ein Flaschenhals im System zwischen Torremolinos und Manilva.

Die Entsalzungsanlage in Marbella arbeitete im Juli mit sechs ihrer acht Linien auf voller Leistung. Auch aktive Brunnen und der gut gefüllte Stausee konnten jedoch nicht verhindern, dass die Transport- und Verteilungsinfrastruktur ihre Grenze erreichte.

Mehr Gäste und stärkere Bewässerung

Nach Auswertung der Verbrauchsdaten nennt Acosol zwei Gründe für den Anstieg. Zum einen war die Bevölkerung bereits im Juli höher als üblich. Das zeigte sich auch an größeren Abwassermengen in den Kläranlagen. Ein Teil des sonst im August verzeichneten touristischen Andrangs hatte sich offenbar vorverlagert.

Zum anderen nahm die Bewässerung von Villen und Wohnanlagen zu. Sie macht zwischen 20 und 25 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs an der Costa del Sol aus.

Acosol startete deshalb in der zweiten Julihälfte und der ersten Augusthälfte eine Kampagne für einen verantwortungsvollen Umgang mit Bewässerungswasser. Unterstützt wurde sie vom Colegio de Administradores de Fincas, das Haus- und Immobilienverwaltungen direkt informierte.

Ausbau der Wasserverbindungen

Die provisorische Einspeisung soll durch eine leistungsfähigere Verbindung ergänzt werden. Die Arbeiten an der sogenannten „Autovía del Agua“ zwischen Benalmádena, Torremolinos und Málaga standen laut Bericht kurz vor dem Abschluss. Das System ist für den Wassertransport in beide Richtungen ausgelegt.

Acosol verfolgt insgesamt einen Investitionsplan über 349 Millionen Euro. Die Finanzierung läuft über 30 Jahre und erfolgt über eine Abgabe. Ein Schwerpunkt liegt auf den Verbindungen zwischen den Versorgungsgebieten.

Langfristig werden außerdem eine zweite Entsalzungsanlage und die Talsperre Gibralmedina zwischen den Provinzen Málaga und Cádiz geprüft beziehungsweise geplant. Die geschätzten Kosten für Staudamm und Leitungen liegen bei mehr als 700 Millionen Euro.

Bedeutung für Bewohner und Urlauber

Für Haushalte und Unterkünfte wurde kein allgemeiner Versorgungsausfall gemeldet. Der Engpass zeigt jedoch, dass ein hoher Verbrauch auch bei vorhandenen Wasserreserven Probleme verursachen kann.

Bewohner, Ferienanlagen und Eigentümergemeinschaften können das Netz besonders durch zurückhaltende Gartenbewässerung entlasten. Das gilt vor allem in den verbrauchsstarken Sommermonaten, wenn sich die Bevölkerung der Costa del Sol durch den Tourismus stark erhöht.

Quelle

Diario SUR – Málaga – „La demanda de agua pone al límite la red de la Costa y fuerza una conexión urgente con Málaga“

https://www.diariosur.es/malaga/demanda-agua-pone-limite-red-costa-fuerza-20260817001444-nt.html

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 21. August 2026

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