Wasserreserven der Balearen sinken auf 38 Prozent
Auf Mallorca verschärft sich die Trockenlage. Artà steht nun auf Alarmstufe, die südliche Tramuntana auf Vorwarnstufe.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Der Stausee Gorg Blau in der Serra de Tramuntana auf Mallorca bei niedrigem Wasserstand
Inhaltsverzeichnis
Die Wasserreserven der Balearen sind im August auf 38 Prozent gesunken. Das ist ein Prozentpunkt weniger als im Juli und zwei Punkte weniger als vor einem Jahr.
Auf Mallorca gingen die Reserven von 39 auf 38 Prozent zurück. Zugleich verschärfte sich die Lage in mehreren Versorgungsgebieten der Insel.
Nur Formentera befindet sich noch im Normalbereich. Auf 98,4 Prozent der Fläche der Balearen gilt inzwischen entweder die Vorwarn- oder die Alarmstufe.
Artà wechselt in die Alarmstufe
Der Rückgang hat den Dürreindex in allen zehn Versorgungseinheiten der Balearen verschlechtert. Für zwei Gebiete änderte sich dadurch die Einstufung.
Artà wechselte in die Alarmstufe. Tramuntana Sud, also der südliche Teil des Tramuntana-Gebiets, befindet sich nun nicht mehr im Normalbereich, sondern auf der Vorwarnstufe.
Auf Mallorca gilt die Alarmstufe damit für Artà, den Pla, Manacor-Felanitx und Migjorn. Palma-Alcúdia, Tramuntana Nord und Tramuntana Sud stehen auf Vorwarnung.
Auch außerhalb Mallorcas bleibt die Lage angespannt. Menorca und Ibiza befinden sich ebenfalls auf der Vorwarnstufe. Nur Formentera wird weiterhin als normal eingestuft.
Fast 38 Prozent der Fläche im Alarmzustand
Nach der neuen Einteilung liegen nur noch 1,6 Prozent der Fläche der Balearen im Normalbereich. 60,8 Prozent befinden sich auf der Vorwarnstufe. Für weitere 37,6 Prozent gilt die Alarmstufe.
Der globale Index des hydrografischen Bezirks liegt bei 0,342. Damit ist er zwar höher als der Wert von 0,330 vor einem Jahr, aber niedriger als die 0,364 vom August 2024.
Die Füllstände entwickelten sich auf allen größeren Inseln rückläufig. Mallorca verlor einen Prozentpunkt und liegt nun bei 38 Prozent. Auf Menorca sank der Wert von 34 auf 33 Prozent. Ibiza verzeichnete den stärksten Rückgang und fiel von 42 auf 37 Prozent.
August bringt 55 Prozent zu wenig Regen
Der August war auf den Balearen deutlich trockener als üblich. Im gesamten Archipel fielen durchschnittlich 9,6 Liter Regen pro Quadratmeter. Der klimatische Mittelwert beträgt 21,4 Liter.
Damit lag das Niederschlagsdefizit bei 55 Prozent. Auf Mallorca wurden 8,8 Liter pro Quadratmeter gemessen. Üblich wären 21,1 Liter.
Menorca kam auf 6,1 Liter statt 16,2 Liter. Auf Ibiza waren es 7,1 Liter statt 23,7 Liter. Formentera verzeichnete 10 Liter bei einem Mittelwert von 13,4 Litern.
Trotz des trockenen Monats liegt die über zwölf Monate angesammelte Niederschlagsmenge auf den Balearen bei 99 Prozent des Klimamittels. Mallorca erreicht 95 Prozent, Menorca 102 Prozent und die Pityusen 120 Prozent.
Heißester August seit 1961
Neben dem wenigen Regen belasteten ungewöhnlich hohe Temperaturen die Wasserbilanz. Laut der staatlichen Wetterbehörde Aemet erlebten die Balearen den heißesten August seit 1961.
Die mittlere Temperatur betrug 28,3 Grad. Das waren 2,7 Grad mehr als der übliche Wert. Aemet stuft den Monat als extrem heiß ein.
Auf allen Inseln lagen die Temperaturen über den langjährigen Durchschnittswerten. Die Kombination aus großer Hitze, hoher Verdunstung und geringen Niederschlägen trug dazu bei, dass die Reserven im Verlauf des Monats weiter zurückgingen.
Bedeutung für Bewohner und Urlauber
Die Warnstufen zeigen, in welchen Gebieten die Wasserversorgung besonders unter Druck steht. Konkrete neue Einschränkungen werden mit den aktuellen Daten nicht genannt.
Bewohner, Ferienhausbesitzer und Betriebe sollten dennoch sparsam mit Trinkwasser umgehen. Das betrifft vor allem die Bewässerung von Gärten, das Befüllen von Pools und andere Verwendungen mit hohem Verbrauch.
Örtliche Vorgaben können je nach Gemeinde unterschiedlich ausfallen. Wer auf Mallorca lebt oder eine Unterkunft betreibt, sollte deshalb Mitteilungen des zuständigen Rathauses und des Wasserversorgers beachten.
Quelle
Redaktion Spanienleben.de
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Veröffentlicht am 05. September 2026
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