Zurück zur Übersicht
Aktuelle Nachrichten 05. September 2026

Wasserreserven der Balearen sinken auf 36 Prozent – Ibiza bei 33 Prozent

Von Redaktion Spanienleben.de

Im September 2026 sanken die Wasserreserven der Balearen von 38 auf 36 Prozent. Ibiza fiel auf 33 Prozent, Mallorca auf 36 Prozent. Menorca verbesserte sich auf 38 Prozent.

Der Stausee Gorg Blau in der Serra de Tramuntana auf Mallorca bei niedrigem Wasserstand

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Der Stausee Gorg Blau in der Serra de Tramuntana auf Mallorca bei niedrigem Wasserstand

Inhaltsverzeichnis
Artikel teilen:

Die Wasserreserven der Balearen lagen im September 2026 bei 36 Prozent. Das teilte die Regionalregierung am 10. Oktober mit. Gegenüber August mit 38 Prozent bedeutet das einen Rückgang um zwei Prozentpunkte. Im September 2025 waren es 44 Prozent, also acht Punkte mehr.

Update vom 11. Oktober 2026: Wasserreserven im September

Die amtliche Mitteilung des Govern vom 10. Oktober beschreibt unterschiedliche Entwicklungen: Mallorca fiel von 38 auf 36 Prozent, Ibiza von 37 auf 33 Prozent. Menorca verbesserte sich dagegen von 33 auf 38 Prozent, ein Plus von fünf Prozentpunkten. Diese Werte beziehen sich auf September, nicht auf eine Messung vom heutigen Tag.

Nach den in der Mitteilung wiedergegebenen AEMET-Daten fielen im September durchschnittlich 47 Liter Regen pro Quadratmeter statt der klimatisch üblichen 68 Liter. Das entspricht einem Defizit von rund 30 Prozent. Ibiza kam auf zehn statt 76 Liter, Menorca auf 3,4 statt 60 Liter.

Dass Menorcas Reserven trotzdem stiegen, ist kein Widerspruch: Grundwasser reagiert verzögert auf frühere Niederschläge, weil Wasser erst versickern muss. Auch die Entnahme beeinflusst die Vorräte. Eine konkrete Verringerung der Entnahme auf Menorca ist damit jedoch nicht nachgewiesen.

Bei den Dürrestufen widerspricht sich die amtliche Mitteilung: Die Einleitung zählt Migjorn zu den Alarmgebieten, der spätere Detailindex führt es auf Vorwarnung. Deshalb übernehmen wir hier keine unaufgelöste aktuelle Stufenliste. Die älteren Einstufungen im August-Hintergrund sind nicht als Septemberstand zu lesen.

Für Oktober erwartet die Regionalregierung eine leichte Erholung. Das ist eine Prognose, keine bereits gemessene Entwicklung. Aus den Reservenzahlen lassen sich weder Aussagen zur Trinkwasserqualität noch sichere Versorgungsunterbrechungen oder neue allgemeine Einschränkungen ableiten. Beachte die Vorgaben deiner Gemeinde und deines Wasserversorgers und gehe sparsam mit Wasser um.

Hintergrund: Wasserlage im August 2026

Der folgende ursprüngliche Text bleibt unverändert und dokumentiert ausschließlich August 2026. Seine Alarmstufen, Niederschlagszahlen und Zeitangaben sind historisch, nicht der heutige Stand. Alte und neue Reserven werden nicht zusammengerechnet.

Die Wasserreserven der Balearen sind im August auf 38 Prozent gesunken. Das ist ein Prozentpunkt weniger als im Juli und zwei Punkte weniger als vor einem Jahr.

Auf Mallorca gingen die Reserven von 39 auf 38 Prozent zurück. Zugleich verschärfte sich die Lage in mehreren Versorgungsgebieten der Insel.

Nur Formentera befindet sich noch im Normalbereich. Auf 98,4 Prozent der Fläche der Balearen gilt inzwischen entweder die Vorwarn- oder die Alarmstufe.

Artà wechselt in die Alarmstufe

Der Rückgang hat den Dürreindex in allen zehn Versorgungseinheiten der Balearen verschlechtert. Für zwei Gebiete änderte sich dadurch die Einstufung.

Artà wechselte in die Alarmstufe. Tramuntana Sud, also der südliche Teil des Tramuntana-Gebiets, befindet sich nun nicht mehr im Normalbereich, sondern auf der Vorwarnstufe.

Auf Mallorca gilt die Alarmstufe damit für Artà, den Pla, Manacor-Felanitx und Migjorn. Palma-Alcúdia, Tramuntana Nord und Tramuntana Sud stehen auf Vorwarnung.

Auch außerhalb Mallorcas bleibt die Lage angespannt. Menorca und Ibiza befinden sich ebenfalls auf der Vorwarnstufe. Nur Formentera wird weiterhin als normal eingestuft.

Fast 38 Prozent der Fläche im Alarmzustand

Nach der neuen Einteilung liegen nur noch 1,6 Prozent der Fläche der Balearen im Normalbereich. 60,8 Prozent befinden sich auf der Vorwarnstufe. Für weitere 37,6 Prozent gilt die Alarmstufe.

Der globale Index des hydrografischen Bezirks liegt bei 0,342. Damit ist er zwar höher als der Wert von 0,330 vor einem Jahr, aber niedriger als die 0,364 vom August 2024.

Die Füllstände entwickelten sich auf allen größeren Inseln rückläufig. Mallorca verlor einen Prozentpunkt und liegt nun bei 38 Prozent. Auf Menorca sank der Wert von 34 auf 33 Prozent. Ibiza verzeichnete den stärksten Rückgang und fiel von 42 auf 37 Prozent.

August bringt 55 Prozent zu wenig Regen

Der August war auf den Balearen deutlich trockener als üblich. Im gesamten Archipel fielen durchschnittlich 9,6 Liter Regen pro Quadratmeter. Der klimatische Mittelwert beträgt 21,4 Liter.

Damit lag das Niederschlagsdefizit bei 55 Prozent. Auf Mallorca wurden 8,8 Liter pro Quadratmeter gemessen. Üblich wären 21,1 Liter.

Menorca kam auf 6,1 Liter statt 16,2 Liter. Auf Ibiza waren es 7,1 Liter statt 23,7 Liter. Formentera verzeichnete 10 Liter bei einem Mittelwert von 13,4 Litern.

Trotz des trockenen Monats liegt die über zwölf Monate angesammelte Niederschlagsmenge auf den Balearen bei 99 Prozent des Klimamittels. Mallorca erreicht 95 Prozent, Menorca 102 Prozent und die Pityusen 120 Prozent.

Heißester August seit 1961

Neben dem wenigen Regen belasteten ungewöhnlich hohe Temperaturen die Wasserbilanz. Laut der staatlichen Wetterbehörde Aemet erlebten die Balearen den heißesten August seit 1961.

Die mittlere Temperatur betrug 28,3 Grad. Das waren 2,7 Grad mehr als der übliche Wert. Aemet stuft den Monat als extrem heiß ein.

Auf allen Inseln lagen die Temperaturen über den langjährigen Durchschnittswerten. Die Kombination aus großer Hitze, hoher Verdunstung und geringen Niederschlägen trug dazu bei, dass die Reserven im Verlauf des Monats weiter zurückgingen.

Bedeutung für Bewohner und Urlauber

Die Warnstufen zeigen, in welchen Gebieten die Wasserversorgung besonders unter Druck steht. Konkrete neue Einschränkungen werden mit den aktuellen Daten nicht genannt.

Bewohner, Ferienhausbesitzer und Betriebe sollten dennoch sparsam mit Trinkwasser umgehen. Das betrifft vor allem die Bewässerung von Gärten, das Befüllen von Pools und andere Verwendungen mit hohem Verbrauch.

Örtliche Vorgaben können je nach Gemeinde unterschiedlich ausfallen. Wer auf Mallorca lebt oder eine Unterkunft betreibt, sollte deshalb Mitteilungen des zuständigen Rathauses und des Wasserversorgers beachten.

Quelle

Ratgeber zum Thema

Hintergrund und Praxiswissen, das über die aktuelle Meldung hinausgeht.

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 05. September 2026 · Zuletzt aktualisiert am 11. Oktober 2026

Unsere Redaktionsleitlinien

Artikel teilen

Kennst du jemanden, für den dieser Beitrag interessant ist?

Kostenlos abonnieren

Die Spanien-Woche – jeden Sonntag kostenlos im Posteingang

Verpasse keine wichtige Nachricht mehr: Jeden Sonntag senden wir dir die wichtigsten Meldungen aus Spanien. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.