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Aktuelle Nachrichten 15. August 2026

Waldbrand in Huesca: Feuerwehr hält an unbefristetem Streik fest

Mehr als 15.000 Hektar sind bei Las Peñas de Riglos verbrannt. Aragoniens Waldbrandkräfte fordern zusätzliches Personal und bessere Arbeitsbedingungen.

Waldbrand in Huesca: Feuerwehr hält an unbefristetem Streik fest

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Inhaltsverzeichnis

Mehr als 1.000 Menschen bleiben wegen des Waldbrands bei Las Peñas de Riglos in der Provinz Huesca evakuiert. Die Flammen haben bereits über 15.000 Hektar erfasst.

Die Waldbrandkräfte Aragoniens bezeichnen ihre Einsatzfähigkeit als „am Limit“. Trotzdem halten sie an dem für den 18. August angekündigten unbefristeten Streik fest.

Der Notdienst ist zu 100 Prozent vorgeschrieben. Nach Angaben der Gewerkschaften werden daher alle Brände und sonstigen Notfälle weiterhin ohne Unterbrechung bekämpft.

1.021 Menschen aus 18 Gemeinden evakuiert

Insgesamt 1.021 Menschen aus 18 Gemeinden mussten ihre Häuser verlassen. Zuletzt gelang es den Einsatzkräften, ein Übergreifen der Flammen auf bewohnte Orte zu verhindern.

Auch das alte und das neue Kloster von San Juan de la Peña blieben demnach verschont. Reliquien und andere historisch wertvolle Gegenstände wurden vorsorglich in das Museo de Huesca gebracht.

Für die Löscharbeiten bestand Hoffnung auf günstigere Wetterbedingungen. Regen und ein Temperaturrückgang um bis zu fünf Grad könnten die Einsatzkräfte unterstützen.

Gewerkschaften beklagen Überlastung

CGT, OSTA, UGT und CCOO halten das regionale System zur Vorbeugung und Bekämpfung von Waldbränden für strukturell unterbesetzt. Die Brigaden des öffentlichen Unternehmens Sarga bildeten weiterhin die Basis des Einsatzes, obwohl viele externe Kräfte hinzugezogen wurden.

Unterstützung kam unter anderem aus Castilla y León, der Comunidad Valenciana, Katalonien und Navarra. Auch die staatlichen Waldbrandbrigaden BRIF und die militärische Notfalleinheit UME waren beteiligt.

Nach Darstellung der Gewerkschaften dauern einzelne Schichten häufig länger als 20 Stunden. Zugleich seien Brigaden nicht vollständig besetzt und Erholungszeiten unzureichend. Schon ein einzelner Großbrand könne das System überlasten.

Forderung nach bis zu 200 zusätzlichen Kräften

Die Beschäftigten verlangen 150 bis 200 zusätzliche Kräfte. Damit sollen Boden- und Hubschrauberbrigaden ganzjährig verstärkt und ausreichende Ruhezeiten ermöglicht werden.

Weitere Forderungen betreffen bessere Ausrüstung und Verpflegung während der Einsätze. Hinzu kommen Zulagen für Gefährlichkeit, körperliche Belastung, Giftstoffe und psychische Risiken. Tatsächlich geleistete Stunden sollen vollständig bezahlt werden.

Für feste Beobachtungsposten werden Verträge von mindestens sechs Monaten verlangt. Wer das eigene Fahrzeug dienstlich nutzt, soll eine Entschädigung erhalten. Die Gewerkschaften fordern zudem Gespräche mit Personen, die verbindliche Entscheidungen treffen können.

Streik soll Notfalleinsätze nicht beeinträchtigen

Die Protestaktionen sollen ausschließlich an den wöchentlichen Ruhetagen stattfinden. Die Gewerkschaften betonen deshalb, der Streik bedeute keine Aufgabe des öffentlichen Dienstes.

Falls es in den kommenden Tagen echte Fortschritte bei den Verhandlungen gibt, könnte sich die Lage ändern. Bis dahin bleibt der unbefristete Ausstand ab dem 18. August bestehen. Das Motto der Beschäftigten lautet: „Apagar incendios no debería quemarnos la vida“ – das Löschen von Bränden dürfe nicht ihr Leben verbrennen.

Weitere Brände entwickeln sich günstiger

Der Brand in der Sierra de Algairén zwischen Almonacid de la Sierra und Alpartir in der Provinz Zaragoza entwickelte sich zuletzt günstig. Nach rund 200 verbrannten Hektar wurde er stabilisiert. Die Ausgangsbeschränkung für Alpartir konnte aufgehoben werden.

Auch beim seit dem 6. August aktiven Feuer in Niebla in der Provinz Huelva verbesserten sich die Aussichten. Dort wurden bereits mehr als 38.000 Hektar zerstört.

Im Zusammenhang mit dem Feuer bei Las Peñas de Riglos wurde ein 28-jähriger Mann als mutmaßlicher Verursacher festgenommen. Ein Richter ordnete Untersuchungshaft ohne Kaution an.

Quelle

elDiario.es – „Los bomberos forestales de Aragón dicen que combaten el fuego "al límite" y mantienen la huelga desde el 18 de agosto“

https://www.eldiario.es/aragon/sociedad/bomberos-forestales-aragon-dicen-combaten-fuego-limite-mantienen-huelga-18-agosto_1_13449171.html

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 15. August 2026

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