Waldbrand in Collserola stabilisiert: Bewohner kehren zurück
Der Brand am nördlichen Stadtrand Barcelonas traf Wald- und Buschland. Feuerwehrleute sichern weiter den Rand und bekämpfen Glutnester.

Rauch über bewaldeten Hängen von Collserola nahe den Barcelona-Stadtteilen Torre Baró und Ciutat Meridiana
Inhaltsverzeichnis
Der Waldbrand im Naturpark Collserola am nördlichen Rand Barcelonas ist stabilisiert. Die Feuerwehr arbeitet aber weiter daran, den Brand vollständig unter Kontrolle zu bringen und ein Wiederaufflammen zu verhindern.
Die in Torre Baró und Ciutat Meridiana angeordneten Schutzmaßnahmen wurden in der Nacht aufgehoben. 35 vorsorglich evakuierte Bewohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren.
Zur betroffenen Fläche gibt es unterschiedliche Angaben. Während eine erste Schätzung von rund 35 Hektar ausging, nennen aktuellere Berichte etwa 45 Hektar Wald- und Buschland.
Feuer brach am Dienstagnachmittag aus
Der Brand begann am Dienstag gegen 15.30 Uhr in einem Buschgebiet an der Carretera Alta de les Roquetes im Bezirk Nou Barris. Die Flammen breiteten sich in der Serra de Collserola aus und kamen den Wohngebieten Torre Baró und Ciutat Meridiana nahe.
Eine weithin sichtbare Rauchsäule stieg über dem oberen Teil Barcelonas auf. Bei der Notrufnummer 112 gingen mehr als 1.000 Anrufe ein.
Die Einsatzkräfte verstärkten vorsorglich die Wasserlinien vor den Häusern von Ciutat Meridiana, die dem Feuer am nächsten lagen. Eine unmittelbare Gefahr für weitere Gebäude bestand am Mittwochmorgen nach Angaben der Feuerwehr nicht mehr.
35 Menschen mussten ihre Häuser verlassen
In Torre Baró wurden 35 Bewohner der Carrer de Castellví und der Carrer de Lliçà vorsorglich evakuiert. Sie kamen bei Angehörigen oder Freunden unter und benötigten keine Ersatzunterkunft.
Weitere Bewohner in Torre Baró und Ciutat Meridiana mussten zeitweise in ihren Wohnungen bleiben. Der Zivilschutz informierte sie per Warnnachricht auf dem Mobiltelefon. Die Maßnahme sollte vor allem vor dem dichten Rauch schützen und die Zufahrten für die Feuerwehr freihalten.
Alle Einschränkungen für die Anwohner wurden in der Nacht aufgehoben. Nach Angaben des stellvertretenden Bürgermeisters Albert Batlle konnten die Betroffenen wieder zu Hause schlafen.
Feuerwehr sichert Flanken und Glutnester
In der Nacht waren rund 60 bodengebundene Einheiten der Feuerwehren von Barcelona und der Generalitat im Einsatz. Am Mittwoch unterstützten auch Löschflugzeuge und Hubschrauber wieder die Arbeiten.
Die Einsatzkräfte konzentrieren sich auf den Bereich zwischen Ciutat Meridiana und Torre Baró. Sie befestigen die Flanken, sichern den Brandrand und suchen nach kleineren Brandherden sowie heißen Stellen.
Feuerwehrchef Sebastià Massagué zeigte sich zur Entwicklung „optimistisch“, mahnte aber zur Vorsicht. Höhere Temperaturen zur Mittagszeit könnten Wind begünstigen. Sichtbare Rauchsäulen seien während der Nachlöscharbeiten weiterhin möglich.
Das Brandgebiet bleibt gesperrt. Die Feuerwehr betont, dass noch mehrere Stunden Arbeit nötig seien und niemand die betroffene Zone betreten dürfe.
Ursache wird noch untersucht
Die Agents Rurals sollen klären, wie der Brand entstand. Albert Batlle sagte, es müsse auch untersucht werden, ob kriminelle Ursachen vorliegen. Bislang gebe es dafür jedoch keine Hinweise, weshalb große Vorsicht bei der Bewertung nötig sei.
Das Feuer erfasste zudem ein Gebiet, das wegen der Afrikanischen Schweinepest als Risikozone gilt. Die Agents Rurals aktivierten deshalb Biosicherheitsmaßnahmen und Desinfektionsteams für Fahrzeuge und Ausrüstung der Rettungskräfte.
Verkehr läuft wieder weitgehend normal
Während des Brandes waren Zufahrtsstraßen zum Park, Wege und mehrere Busverbindungen gesperrt. Zeitweise fielen 25 Bushaltestellen aus. Auch die Rodalies-Linie R4 war zwischen Fabra i Puig und Montcada Bifurcació unterbrochen.
Die Metro-Linie 11 bediente am Mittwochmorgen vorübergehend die Stationen Torre Baró, Vallbona und Ciutat Meridiana nicht. Inzwischen fährt die Linie wieder regulär.
Für Spaziergänger, Radfahrer und Läufer gilt weiterhin: Das abgesperrte Brandgebiet darf nicht betreten werden. Auch nach der Stabilisierung können Glutnester aufflammen und Einsatzwege müssen frei bleiben.
Quelle
Cadena SER, El Periódico de Catalunya – Barcelona, La Vanguardia, Metrópoli Abierta – „L'incendi de Collserola, estabilitzat però amb dos barris de Barcelona confinats, amb connexió amb veïns de Torre Baró, i la compareixença del tinent d'alcaldia de l'Ajuntament de Barcelona Albert Batlle - Cadena SER“
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Veröffentlicht am 26. August 2026
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