Waldbrand bei Valencia stabilisiert – Einwohner kehren nach Gátova zurück
Der Waldbrand zwischen Segorbe und Gátova in der Sierra Calderona ist stabilisiert. Rund 1.000 Evakuierte durften unter Auflagen zurückkehren.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Inhaltsverzeichnis
Nach mehreren Tagen im Ausnahmezustand dürfen die Einwohner von Gátova wieder in ihre Häuser zurück.
Eine vollständige Entwarnung gibt es im betroffenen Gebiet zwischen Segorbe und Gátova allerdings noch nicht. Der Waldbrand ist zwar stabilisiert, aber weder kontrolliert noch gelöscht.
Rund 630 Hektar im Naturpark Sierra Calderona betroffen
Das Feuer war am Donnerstagabend nach einem Blitzeinschlag im Umfeld einer trockenen Gewitterlage ausgebrochen. Die Flammen breiteten sich anschließend in der Sierra Calderona aus. Nach dem vorläufigen Lagebericht der Generalitat wurden rund 630 Hektar Wald- und Naturfläche betroffen.
Der betroffene Bereich liegt im Naturpark Sierra Calderona. Rund 62 Prozent der Fläche entfallen auf das Gemeindegebiet von Segorbe in der Provinz Castellón, etwa 38 Prozent auf Gátova in der Provinz Valencia. Das Brandgebiet hatte einen Umfang von ungefähr 18 Kilometern.
Die Zahl der Hektar ist zunächst vorläufig. Innerhalb des Brandperimeters gibt es auch Flächen, die vom Feuer nicht erreicht wurden. Erst eine detaillierte Vermessung kann deshalb zeigen, wie groß die tatsächlich verbrannte Fläche ist.
Rückkehr nach Gátova unter Einschränkungen
Am Sonntag begann die geordnete Rückkehr der evakuierten Einwohner. Rund 1.000 Menschen hatten Gátova verlassen müssen. Viele von ihnen wohnen dort dauerhaft, andere hielten sich wegen der Sommerferien oder in einer Zweitwohnung auf.
Die Rückkehr erfolgte unter strengen Vorgaben. Die Bewohner sollten in ihren Häusern bleiben und die Löscharbeiten nicht behindern. Für Besucher, Radfahrer und andere Personen ohne Wohnsitz im Ort blieb der Zugang zunächst eingeschränkt.
Besonders wichtig war die Wasserversorgung. Weil der Brand in der Nähe von Brunnen und Quellen verlief, sollte das Leitungswasser zunächst nicht getrunken werden. Die Behörden wollten die Wasserqualität überprüfen. Für den Übergang wurden nach Angaben der Regionalregierung mehrere Tausend Liter Wasser in Flaschen bereitgestellt.
CV-25 bleibt für den normalen Verkehr gesperrt
Die Landstraße CV-25 ist für die Einsatzkräfte von besonderer Bedeutung. Sie wird weiterhin benötigt, damit Feuerwehrfahrzeuge, Versorgungsfahrzeuge und weitere Einsatzmittel das Brandgebiet erreichen können.
Für Urlauber, Wanderer und Wohnmobilreisende bedeutet das: Die direkte Fahrt in Richtung Gátova ist derzeit keine normale Ausflugsroute. Auch wenn die Einwohner zurückkehren durften, heißt das nicht, dass der Ort wieder uneingeschränkt für Besucher geöffnet ist.
Wer im Hinterland von Valencia oder Castellón unterwegs ist, sollte deshalb die aktuellen Hinweise der Generalitat und der örtlichen Behörden beachten. Gesperrte Straßen und Wege sollten nicht umfahren werden.
UME wird aus dem Einsatz herausgelöst
Während der kritischsten Phase waren rund 350 Einsatzkräfte und zahlreiche Löschflugzeuge und Hubschrauber beteiligt. Auch die militärische Notfalleinheit UME unterstützte die Löscharbeiten.
Nach der Stabilisierung des Brandes konnte ein Teil der Kräfte abgezogen werden. Die Arbeit ist damit jedoch nicht beendet. Einsatzkräfte müssen weiterhin Glutnester kontrollieren, den Rand des Brandgebietes überwachen und verhindern, dass sich einzelne Feuer wieder ausbreiten.
Gerade bei trockener Vegetation und auffrischendem Wind kann sich die Lage nach einer scheinbaren Beruhigung wieder verschärfen. Stabilisiert bedeutet deshalb vor allem, dass sich das Feuer aktuell nicht unkontrolliert weiter ausbreitet.
Große Schäden für die Natur
Für Gátova und Segorbe ist der Brand nicht nur ein vorübergehendes Verkehrs- und Sicherheitsproblem. Die Sierra Calderona ist ein wichtiges Natur- und Erholungsgebiet. Der Bürgermeister von Gátova bezeichnete den betroffenen Wald als das grüne Rückgrat der Gemeinde.
Die Folgen werden über die nächsten Wochen und Monate sichtbar bleiben. Verbrannte Hänge können bei Starkregen leichter erodieren. Außerdem können Asche und gelöste Stoffe in Bäche, Quellen oder Speicher gelangen. Deshalb müssen die Behörden neben der Brandbekämpfung auch die Wasserversorgung und die Stabilität der Hänge beobachten.
Was Reisende jetzt beachten sollten
Für deutsche Urlauber und Residenten im Raum Valencia und Castellón gelten vorerst einfache Vorsichtsmaßnahmen:
- Sperrungen und Zugangsbeschränkungen respektieren.
- Nicht auf eigene Faust in das Brandgebiet fahren.
- Wanderungen in der Sierra Calderona verschieben, solange Wege gesperrt sind.
- Bei Ferienhäusern oder Zweitwohnungen die Hinweise zur Trinkwasserversorgung beachten.
- Vor einer Fahrt ins Hinterland die Verkehrslage und die Hinweise der Generalitat prüfen.
Die Rückkehr der Einwohner ist ein wichtiger Schritt. Eine normale touristische Nutzung des Gebietes ist daraus aber noch nicht abzuleiten.
Quellen
- [EL PAÍS – Estabilizado el incendio forestal de Segorbe tras calcinar 630 hectáreas en la Sierra Calderona](https://elpais.com/espana/comunidad-valenciana/2026-08-23/estabilizado-el-incendio-forestal-de-segorbe-tras-calcinar-630-hectareas-en-la-sierra-calderona.html)
Quelle
EL PAÍS – „Estabilizado el incendio forestal de Segorbe tras calcinar 630 hectáreas“
https://elpais.com/espana/comunidad-valenciana/2026-08-23/estabilizado-el-incendio-forestal-de-segorbe-tras-calcinar-630-hectareas-en-la-sierra-calderona.htmlRedaktion Spanienleben.de
Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.
Veröffentlicht am 24. August 2026
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