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Aktuelle Nachrichten 23. August 2026

Waldbrand bei Segorbe stabilisiert – Gátova bleibt evakuiert

Das Feuer hat im Naturpark Sierra Calderona rund 630 Hektar erfasst. Die Einsatzleitung stuft die Lage inzwischen niedriger ein.

Waldbrand bei Segorbe stabilisiert – Gátova bleibt evakuiert

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

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Der Waldbrand bei Segorbe in der Provinz Castellón ist seit Sonntagmorgen stabilisiert. Das teilte der regionale Notruf 112 kurz nach 7.30 Uhr mit.

Nach vorläufigen Angaben sind 633 Hektar im Naturpark Sierra Calderona betroffen. Rund 1.000 Einwohner der Gemeinde Gátova in der Provinz Valencia bleiben nach ihrer Evakuierung zunächst außerhalb des Ortes.

Stabilisiert bedeutet noch nicht, dass das Feuer vollständig unter Kontrolle ist. Die Flammen bewegen sich jedoch innerhalb der von den Einsatzkräften festgelegten Linien und entsprechend den Prognosen.

Brandfläche verteilt sich auf zwei Gemeinden

Die betroffene Fläche liegt vollständig im Naturpark Sierra Calderona. Von den vorläufig ermittelten 633 Hektar entfallen 395 Hektar auf das Gemeindegebiet von Segorbe. Das entspricht 62 Prozent.

Weitere 235 Hektar oder 38 Prozent liegen auf dem Gebiet von Gátova. Der Umfang des Brandgebiets wird mit 18 Kilometern angegeben.

In früheren Angaben war von rund 630 Hektar die Rede. Die Zahlen können sich nach weiteren Messungen und der genaueren Erfassung der betroffenen Flächen noch ändern.

Niedrigere Alarmstufe nach günstiger Entwicklung

Mit der Stabilisierung wurde die Gefahrenstufe des Sonderplans gegen Waldbrände in der Valencianischen Gemeinschaft von Situation 2 auf Situation 1 gesenkt. Auch das besondere Verfahren zur Koordinierung der Feuerwehr- und Rettungsdienste wurde beendet.

Die militärische Notfalleinheit UME wird aus dem Einsatz abgezogen. Ihre Kräfte hatten in der Nacht den Brandumfang überwacht. Zudem suchten Drohnen aus der Luft nach möglichen neuen Brandherden.

Am späten Samstagabend war das Feuer noch als aktiv eingestuft worden. Die Einsatzleitung sprach aber bereits von einer günstigen Entwicklung. Der Brandrand sei weiterhin heiß gewesen. Höhere Luftfeuchtigkeit während der Nacht sollte bei der Abkühlung helfen.

Feuerwehr überwachte den Brand in der Nacht

Während der Nacht waren sechs Einheiten und sechs Löschfahrzeuge der Waldbrandfeuerwehr der Generalitat Valenciana im Einsatz. Hinzu kamen vier Spezialeinheiten des Feuerwehrverbands von Castellón und vier weitere Kräfte des Verbands von Valencia.

Trotz der Stabilisierung bleiben Nachlöscharbeiten und Kontrollen wichtig. Glutnester können sich bei veränderten Wetterbedingungen erneut entzünden. Erst wenn dieses Risiko ausreichend gesunken ist, kann das Feuer als kontrolliert gelten.

Nach Angaben des valencianischen Notfallministers Juan Carlos Valderrama begann der Brand am Donnerstag nach einem Blitzeinschlag. Die gesamte bislang erfasste Brandfläche befindet sich in dem geschützten Naturpark.

Rund 1.000 Menschen mussten Gátova verlassen

Wegen der Entwicklung des Feuers wurden am Freitag rund 1.000 Einwohner von Gátova evakuiert. Eine Freigabe für ihre Rückkehr wurde zunächst nicht bekannt gegeben.

In der Sporthalle von Bétera brachte das Rote Kreuz 37 Menschen unter. Dabei handelte es sich um 20 Männer und 17 Frauen. Auch zehn Haustiere wurden dort aufgenommen.

Neun weitere Menschen kamen in einer Pflegeeinrichtung in Carlet unter. Zu dieser Gruppe gehörten fünf pflegebedürftige Personen und vier Begleitpersonen.

Die Evakuierung bleibt damit trotz der besseren Lage bestehen. Entscheidend für eine Rückkehr sind die weitere Entwicklung des Feuers und die Sicherheitsbewertung der Einsatzleitung.

Spanien kämpft 2026 mit zwei Extremen

Während in der Sierra Calderona gelöscht wurde, kämpften Einsatzkräfte in Katalonien zeitgleich mit Überschwemmungen. An der Costa Daurada fielen in derselben Nacht bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter.

Dürre und Rekordtemperaturen machen die Vegetation im Osten Spaniens extrem leicht entflammbar. Nach Daten des europäischen Waldbrand-Informationssystems EFFIS sind 2026 in Spanien bereits mehr als 297.000 Hektar bei 425 Waldbränden verbrannt – eine Fläche größer als das Saarland.

In Gátova leben normalerweise rund 450 Menschen. In den Sommermonaten verdoppelt sich die Zahl durch Urlauber, wie der Sender RTVE berichtete. Deshalb waren von der Evakuierung rund 1.000 Personen betroffen.

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 23. August 2026

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