Waldbrand bei Riglos: Wind und Hitze erschweren die Löscharbeiten
Der Großbrand in der Provinz Huesca entwickelt sich günstiger. Dennoch bleiben 1.046 Menschen evakuiert und mehrere Straßen gesperrt.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Inhaltsverzeichnis
Der Waldbrand bei Las Peñas de Riglos in der Provinz Huesca entwickelt sich nach Angaben der Regionalregierung günstig. Eine Entwarnung gibt es aber noch nicht. Wind, große Hitze und sehr trockene Luft könnten die Löscharbeiten erneut erschweren.
Das Feuer ist seit dem 10. August aktiv. Weiterhin dürfen 1.046 Menschen aus 19 Ortschaften, zwei Campingplätzen und einem Ferienlager nicht zurückkehren. 73 von ihnen sind in Unterkünften der Behörden untergebracht.
Wetter entscheidet über weiteren Verlauf
Erwartet wird Wind aus West bis Nordwest mit Böen zwischen 30 und 40 Kilometern pro Stunde. Die Temperaturen steigen auf mehr als 35 Grad. Gleichzeitig kann die relative Luftfeuchtigkeit auf 10 bis 15 Prozent sinken.
Der aragonesische Innenminister Roberto Bermúdez de Castro bezeichnete Dienstag und Mittwoch als „zwei entscheidende Tage“. Am Abend sollen sich die Bedingungen jeweils etwas verbessern. Der Wind dürfte dann nachlassen und die Temperatur auf 22 bis 24 Grad sinken.
In der Nacht war die Lage nach seinen Worten „mehr oder weniger ruhig“. Rund um San Juan de la Peña und Santa Cruz de la Serós flammte das Feuer zwar stellenweise wieder auf. Die Einsatzkräfte brachten diese Brandherde jedoch unter Kontrolle, ohne dass die bestehenden Kontrolllinien betroffen waren.
Drohnen suchen nach Glutnestern
Die Feuerwehr konzentriert sich darauf, heiße Stellen entlang des Brandumfangs zu finden und abzukühlen. Drohnen spüren Glutnester auf. Bodenteams sollen diese anschließend überprüfen und bearbeiten, soweit das Gelände einen Zugang erlaubt.
In schwer erreichbaren Bereichen kommen verstärkt Löschflugzeuge und Hubschrauber zum Einsatz. Insgesamt stehen rund 30 Luftfahrzeuge bereit. Beteiligt sind Kräfte der Regionalregierung, des Umweltministeriums MITECO, der militärischen Nothilfeeinheit UME, Frankreichs und mehrerer autonomer Gemeinschaften.
Besonders aufmerksam beobachten die Einsatzleitungen die Sektoren 2, 4 und 6 zwischen dem Stausee Embalse de la Peña und der Peña Oroel. Der Bereich um Botaya gilt wegen des schwierigen Geländes als problematisch. Auch der nördliche Abschnitt bleibt kritisch, nachdem sich die Flammen dort am Samstag schnell ausgebreitet hatten.
Brandfläche noch nicht abschließend bestimmt
Der vorläufig erfasste Brandumfang liegt bei 17.500 Hektar. Nach einer aktuellen Schätzung des europäischen Erdbeobachtungsdienstes Copernicus sind davon jedoch etwa 15.000 Hektar tatsächlich verbrannt. Innerhalb des erfassten Gebiets liegen demnach zahlreiche unversehrte Flächen.
Das Feuer bleibt aktiv und wird weiterhin in Situation 2, Stufe 2 des aragonesischen Waldbrandplans PROCINFO geführt. Bermúdez de Castro hofft auf eine Kontrolle des Brandes vor Sonntag. Eine Garantie dafür gebe es wegen der unsicheren Entwicklung nicht.
Rückkehr hängt auch von Trinkwasser ab
Vor einer Freigabe prüft die Regionalregierung die Grundversorgung in den betroffenen Orten. Strom und Telefonverbindungen funktionieren laut Bermúdez de Castro wieder. Beim Trinkwasser besteht dagegen noch Klärungsbedarf, weil Asche in Wasserfassungen gelangt sein könnte.
Für die Evakuierten wurde deshalb Flaschenwasser beschafft. Erste Rückkehrmöglichkeiten könnten angekündigt werden, wenn die Brandentwicklung und die Versorgungslage es erlauben. Die Bewohner sind zu diesem Zeitpunkt bereits seit acht Tagen außerhalb ihrer Häuser.
Mehrere Straßen bleiben eingeschränkt
Rund um das Brandgebiet bestehen weiterhin Verkehrsbeschränkungen. Betroffen sind die Straßen A-1205, A-132, N-240, A-1603, A-2602, HU-V-3001, HU-V-3003 und HF-0262-BA.
Reisende und Bewohner sollten die betroffenen Strecken meiden und aktuelle Hinweise der Behörden beachten. Auch eine vom Feuer entfernte Ortschaft wird erst freigegeben, wenn Sicherheit, Trinkwasser und weitere grundlegende Dienste gewährleistet sind.
Quelle
Cadena SER – „El incendio de Riglos evoluciona bien, pero afronta dos días complicados por el viento y el calor“
https://news.google.com/rss/articles/CBMilgFBVV95cUxOdXpTWDRlMElvR1NrYVl6MG45VEZCSnd2NzhBS3JVVFJMRDQ1WEJqTmhnNTlrbnd1S2lsV2Z5aDFISzVPUkEycG9OMXFwV2RhMmszOFJ4RWMwWi1XSEVLYzRKUGpxb3hsOUxwSW5IekhRNGdXVVFLMjhnUS1pYWZDT09GX19aWkVoLWpZQ3VKamtwLVdUdHfSAaoBQVVfeXFMTmltQmVyWFVMbjMxdkJydkNfcFg2c0FINU14MS1DdlZlZzdJMjlnd05oTmk4eEIwTUt1UGFsSGtBUVBBdkZzZlhOa05FVGh1Tm1SYlVrdi01QXVzSWdQN3RmR2ZnRkF3TWpOenhqbjNodWsyRXB3WklXVERoTTJqeG9zdjhLaHBxUExNOEVONVh1cHBxRHU4UTZMOE84LVRSOGJ6YUdLNENSclE?oc=5Redaktion Spanienleben.de
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Veröffentlicht am 18. August 2026
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