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Aktuelle Nachrichten 17. August 2026

Waldbrand bei Riglos: Fronten stabilisiert, 17.500 Hektar verbrannt

Nach einer ruhigen Nacht sind mehrere Fronten des Waldbrands bei Las Peñas de Riglos stabilisiert. Verbrannt sind rund 17.500 Hektar, 19 Orte bleiben vorerst evakuiert.

Waldbrand bei Riglos: Fronten stabilisiert, 17.500 Hektar verbrannt

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Inhaltsverzeichnis

Update, 17. August: Der Waldbrand bei Las Peñas de Riglos in der Provinz Huesca ist in eine günstigere Phase eingetreten. Nach einer ruhigen Nacht konnten mehrere Brandfronten stabilisiert werden.

Nach Angaben des Generaldirektors für Inneres und Notfälle in Aragón, Miguel Ángel Clavero, im Sender Cadena SER haben die Löscharbeiten und günstigere Wetterbedingungen eine „sehr ruhige“ Nacht ermöglicht. Die Einsatzkräfte nutzten sie, um den Brandrand zu sichern und einzelne Glutnester zu kontrollieren.

Inzwischen sind rund 17.500 Hektar verbrannt. Der Brandumfang liegt bei knapp 100 Kilometern. Die 19 evakuierten Ortschaften bleiben zunächst geräumt, technische Teams prüfen seit Montag jedoch, ob Wasser- und Stromversorgung eine schrittweise Rückkehr erlauben.

Als wichtigen Erfolg wertete Clavero, dass Wohnhäuser und besonders sensible Orte geschützt werden konnten – darunter das Neue und das Alte Kloster von San Juan de la Peña, zwei der bekanntesten Kulturdenkmäler Aragóns.

Warum sich das Feuer so stark ausbreiten konnte

Clavero führte die Wucht des Brandes auf eine Kombination aus Wetter und Gelände zurück. In der Region fiel seit rund zwei Monaten kaum nennenswerter Niederschlag, die Temperaturen lagen dauerhaft über 35 Grad.

Dazu kommt eine schwierige Topografie mit Schluchten, Steilhängen und schwer zugänglichen Bereichen. Sie erschwert den Einsatz von Bodenkräften und beeinflusst zugleich das Windverhalten in den Tälern.

Hinzu kommt eine durchgehende Waldfläche mit sehr viel brennbarer Biomasse. Der Bereich um das 112-Notfallzentrum in Zaragoza hielt am Montagmittag eine Schweigeminute für den getöteten Soldaten ab.

Fortschritte an mehreren Brandabschnitten

Am linken Brandflügel herrscht inzwischen „ziemlich viel Ruhe“. Einige Bereiche gelten bereits als kalt. Vereinzelt flammen allerdings noch Glutnester auf.

Im Süden verhinderten die Einsatzkräfte, dass die Flammen nahe dem Stausee La Peña und Anzánigo eine Straße überquerten. Aragóns Innenminister Roberto Bermúdez de Castro bezeichnete diese Maßnahme als „Erfolg“.

Besonders kritisch blieb der Norden. Von Jaca aus waren dichter Rauch und Flammen in Richtung Monte Oroel zu sehen. An der Straße nach Oroel bauten zahlreiche Einheiten eine Verteidigungslinie auf und stoppten dort den Vormarsch. Auch im tiefer gelegenen Bereich bei Botaya kamen die Löscharbeiten voran.

Gewitter trafen das Brandgebiet am Sonntagnachmittag. Sie sorgten ausgerechnet zwischen 13 und 19 Uhr für Entlastung. In diesem Zeitraum verschärft sich die Feuerlage normalerweise besonders stark.

Großaufgebot kämpft gegen die Flammen

Am Sonntag waren rund 1.000 Einsatzkräfte und mehr als 40 Luftfahrzeuge an den Löscharbeiten beteiligt. Unterstützung kam unter anderem aus Katalonien, Navarra, Valencia, Kastilien und León, La Rioja, Kastilien-La Mancha, Madrid und Murcia. Weitere Kräfte wurden aus Asturien erwartet.

Frankreich entsandte ebenfalls Feuerwehrleute. Sie sollten am Montag ihre Arbeit im Brandgebiet aufnehmen. Einwohner von Jaca boten private Unterkünfte an, nachdem die Behörden nach Schlafplätzen für die französischen Helfer gesucht hatten.

Das Verteidigungsministerium hielt vier UME-Einheiten aktiv. Gleichzeitig arbeiteten 120 ihrer Angehörigen an der vordersten Linie. Zum Aufgebot gehörten zwölf Löschfahrzeuge, zwei Tankfahrzeuge und zwei Bulldozer.

Trotz der Fortschritte bleibt die Situation schwierig. Bermúdez de Castro verwies auf das unübersichtliche Gelände und die großen betroffenen Waldflächen. Seine Einschätzung fiel deutlich aus: „Es wird noch eine Weile brennen.“

Evakuierte bleiben vorerst in Sicherheit

Die meisten der 1.046 Evakuierten fanden selbstständig eine Unterkunft oder kamen bei Angehörigen unter. Weitere 80 Menschen wurden in Einrichtungen der Behörden aufgenommen.

Davon übernachteten 30 in der Militärischen Gebirgsschule in Jaca und 24 im ehemaligen Hotel Villa de Ayerbe. Weitere Unterkünfte standen in La Liena Valero, einer kommunalen Wohnung in Ayerbe sowie in den Seniorenheimen Vitalia de Jaca und Casbas bereit.

Ob und wann die Bewohner zurückkehren können, hängt davon ab, ob die Grundversorgung in den betroffenen Orten wiederhergestellt ist und die Einsatzkräfte die Brandränder weiter sichern können.

Tödlicher Unfall während des Löscheinsatzes

Der tödliche Unfall ereignete sich am Sonntagnachmittag auf einer Forstpiste zwischen Atarés und Bernués. Das Tanklöschfahrzeug der UME stürzte seitlich eine Böschung hinab, der Fahrer wurde eingeklemmt und starb noch an der Unfallstelle.

Ein weiterer Einsatzkräftiger wurde schwer verletzt per Hubschrauber in das Hospital Miguel Servet in Zaragoza geflogen, wo sein Zustand stabil und außer Lebensgefahr ist. Zwei weitere Insassen erlitten leichte Verletzungen und kamen in das Krankenhaus von Jaca.

Der getötete Soldat gehörte zum in Zaragoza stationierten Vierten Bataillon für Notfalleinsätze, BIEM IV. Die UME sprach von „tiefem Schmerz“ und wünschte den Verletzten eine schnelle Genesung.

Bedeutung für Bewohner und Reisende

In der Region gelten weiterhin zahlreiche Straßensperrungen. Betroffen sind die A-132 zwischen Murillo de Gállego und Puente la Reina sowie die N-240 zwischen Jaca und Puente la Reina de Jaca.

Gesperrt bleiben außerdem die A-1603, die HUV-3001 von Rasal bis zur A-1205 und die gesamte A-1205 zwischen Jaca und Santa María de la Peña. Hinzu kommen Abschnitte der HF-0262-BA bei Jaca und Atarés, die A-2602 im Gemeindegebiet von Bailo sowie die asphaltierte Verbindung von der N-240 nach Alastuey.

Quelle

La Vanguardia, Cadena SER, El Confidencial, El Mundo – „El incendio de Riglos sigue “descontrolado”, pero mejora su evolución“

https://www.lavanguardia.com/local/aragon/20260817/11615045/incendio-riglos-sigue-descontrolado-mejora-evolucion.html

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 17. August 2026

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