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Aktuelle Nachrichten 14. August 2026

Waldbrand bei Niebla zerstört mehr als 31.000 Hektar

Der seit einer Woche aktive Großbrand greift von Huelva auf die Provinz Sevilla über. Wechselnde Winde und zahlreiche neue Brandherde erschweren die Löscharbeiten.

Waldbrand bei Niebla zerstört mehr als 31.000 Hektar

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Inhaltsverzeichnis

Der Waldbrand von Niebla in der Provinz Huelva bleibt nach einer Woche außer Kontrolle. Mehr als 31.000 Hektar sind bereits verbrannt.

Das Feuer hat inzwischen auch die Provinz Sevilla erreicht. 658 Menschen aus mehreren Orten und Streusiedlungen mussten ihre Häuser vorsorglich verlassen.

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Besonders schwierig war die Lage in der Nacht zum Freitag an der Ostflanke. Auch der südöstliche Abschnitt blieb aktiv, während die Flammen stellenweise bis in die Nähe von Wohnhäusern gelangten.

Hunderte Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen

In der Nacht waren 300 Feuerwehrleute, drei Löschfahrzeuge und zwölf Bulldozer im Einsatz. Die Kräfte konzentrierten sich vor allem auf die stark belastete Ostflanke.

Die Militärische Nothilfeeinheit UME sicherte mit schwerem Gerät den nördlichen Abschnitt. Dort war es den Einsatzkräften zuvor gelungen, die Nord- und Nordwestflanke nach intensiven Arbeiten zu stabilisieren.

Zwischen Aznalcóllar und El Castillo de las Guardas sowie entlang des Camino de los Camellos werden weitere Brandschneisen angelegt und verlängert. Die UME kam von einer Seite rund vier Kilometer voran. Vom anderen Ende wurde bis zu den Kilometern 12 und 13 gearbeitet.

In den vergangenen Tagen waren zeitweise mehr als 800 Einsatzkräfte beteiligt. Dazu kamen 18 Bulldozer und bis zu 23 Löschflugzeuge und Hubschrauber gleichzeitig. Neben Infoca und UME helfen Einheiten des spanischen Umweltministeriums sowie Feuerwehren der Provinzen Huelva und Sevilla.

658 Menschen dürfen nicht zurück

Die Einsatzleitung des Waldbrandplans Infoca hält die vorsorgliche Räumung für 658 Menschen aufrecht. Betroffen sind Siedlungen und verstreut liegende Häuser in Niebla, Villarrasa, Berrocal, Zalamea la Real, Paterna del Campo, La Palma del Condado, Escacena del Campo, El Madroño und Aznalcóllar.

Einsatzkräfte überwachen die geräumten Gebiete und kontrollieren die Zufahrten. Niemand darf ohne Genehmigung in die abgesperrten Zonen zurückkehren.

Der Brand war am 7. August bei Niebla ausgebrochen. Am Dienstag überschritt er die Grenze zur Provinz Sevilla. Rauch und Brandgeruch wurden je nach Windrichtung auch in weiter entfernten Teilen Westandalusiens wahrgenommen.

Wechselnde Winde erzeugen neue Brandherde

Die Löscharbeiten werden durch ständig drehende Winde erschwert. Nach Angaben von Einsatzleiter Alejandro Molina wechselt die Windrichtung im Tagesverlauf nahezu einmal vollständig.

Dadurch entstehen immer wieder sogenannte Flugfeuer. Glut und brennendes Material werden über weite Strecken getragen. Einzelne Sprünge des Feuers erreichten bis zu drei Kilometer.

Als zusätzlicher Faktor gilt der dichte Eukalyptusbestand. Die leicht ablösbare Rinde kann brennend fortgetragen werden und neue Brandherde auslösen. In dem stark bewaldeten Gebiet fehlen zudem landwirtschaftliche Flächen oder andere offene Zonen, an denen sich das Feuer leichter aufhalten ließe.

Größter registrierter Waldbrand Andalusiens

Nach den jüngsten Angaben hat der Brand von Niebla den bisherigen Flächenrekord in Andalusien überschritten. Der Waldbrand von Minas de Riotinto hatte 2004 mehr als 27.800 Hektar zerstört. Andere Angaben beziffern dessen Ausmaß auf rund 31.000 Hektar.

Das aktuelle Feuer betrifft teilweise dieselbe Bergbauregion. Ein Teil der Landschaft war bereits vor 22 Jahren verbrannt und anschließend wieder aufgeforstet worden.

Der Forstingenieur Juan Carlos Gómez Méndez sieht mangelnde Pflege als eine Ursache für die außergewöhnliche Ausbreitung. Viele überwiegend öffentliche Waldflächen hätten in den vergangenen zwei Jahrzehnten nicht ausreichend bewirtschaftet werden können. Eine hohe Menge brennbarer Biomasse begünstige besonders große und wiederkehrende Feuer.

Bedeutung für Bewohner und Reisende

In den betroffenen Gebieten zwischen Huelva und Sevilla ist weiter mit gesperrten Zufahrten und kurzfristigen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Die kontrollierten Evakuierungszonen dürfen nicht eigenständig betreten werden.

Bewohner und Reisende sollten Anweisungen von Infoca, Gemeinden, Polizei und Katastrophenschutz beachten. Wegen möglicher neuer Brandherde können Sperren und Räumungen kurzfristig ausgeweitet werden.

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 14. August 2026

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