Zurück zur Übersicht
Aktuelle Nachrichten 23. August 2026

Vier Strände in Marbella erhalten Zertifikat für Barrierefreiheit

Die Auszeichnung berücksichtigt nicht nur angepasste Anlagen. Auch Planung, Abläufe und der Umgang mit Barrieren werden geprüft.

Vier Strände in Marbella erhalten Zertifikat für Barrierefreiheit

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Inhaltsverzeichnis
Artikel teilen:

Vier Strände in Marbella haben eine neue Zertifizierung für universelle Barrierefreiheit erhalten. Ausgezeichnet wurden El Faro, La Bajadilla, Puerto Banús und San Pedro Alcántara.

Die Norm UNE 170001-2:2007 bestätigt, dass dort ein Managementsystem für einen möglichst selbstständigen und sicheren Zugang zu Strand, Anlagen und Dienstleistungen eingeführt wurde. Davon sollen Menschen unabhängig von Alter sowie körperlichen, sensorischen oder kognitiven Fähigkeiten profitieren.

Die Stadt will die Verbesserungen schrittweise auf weitere Teile ihrer 27 Kilometer langen Küste ausdehnen. Im Mittelpunkt stehen dabei auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Behinderung.

Mehr als Rampen und angepasste Toiletten

Das Zertifikat bewertet nicht allein die sichtbare Ausstattung. Dazu gehören etwa Stege, barrierefreie Wege, angepasste Toiletten und Duschen, Schattenbereiche sowie Hilfsmittel für das assistierte Baden.

Geprüft werden ebenso Planung, Organisation und feste Abläufe. Entscheidend ist, wie Bedürfnisse erkannt, Barrieren verhindert oder beseitigt und mögliche Zwischenfälle behandelt werden. Auch eine laufende Verbesserung der Angebote gehört zu den Anforderungen.

Bürgermeisterin Ángeles Muñoz erklärte, die Auszeichnung bestätige den bisherigen Einsatz der Stadt. Die Strände sollten auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Bewohnern und Besuchern vorbereitet sein. Menschen mit Mobilitätseinschränkung oder Behinderung sollten ebenfalls das Meer genießen können.

Assistiertes Baden entlang der Küste

Marbella verfügt nach Angaben der Stadt über neun Strände mit Schattenbereichen und angepasster Betreuung. Der Service ist jedoch nicht auf diese Stellen begrenzt, sondern erstreckt sich über das gesamte Gemeindegebiet.

Von jedem Punkt der Küste zwischen Las Chapas und San Pedro Alcántara kann die Koordination für assistiertes Baden kontaktiert werden. Betroffene können Begleitung und Hilfe für den Weg ins Wasser anfordern.

Das Angebot richtet sich besonders an Menschen, denen der Zugang zum Meer ohne Unterstützung schwerfällt. Spezielle Ausstattung und geschultes Personal sollen dabei mehr Sicherheit und Selbstständigkeit ermöglichen.

Rettungsdienst bis Ende September

Der sommerliche Sicherheitsdienst deckt die gesamten 27 Kilometer Küste ab. Seit Beginn der Sommersaison und bis zum 30. September sind mehr als 60 Fachkräfte für Rettung und Erste Hilfe im Einsatz.

Zum verfügbaren Material zählen Boote, Krankenwagen und Drohnen. Die Drohnen helfen dabei, Badegäste oder Menschen in Schwierigkeiten im Wasser schneller zu lokalisieren. Das assistierte Baden ist Teil dieses Angebots.

Muñoz betonte zudem die Erfahrung und Professionalität des Teams. Die Stadt setzt damit neben baulichen Anpassungen auch auf persönliche Unterstützung und koordinierte Abläufe.

Weitere Verbesserungen geplant

Die vier Zertifizierungen sind Teil der kommunalen Strategie zur Modernisierung der Strände. In den vergangenen Jahren wurden an den betreffenden Orten barrierefreie Wege, angepasste Sanitäranlagen, Duschen und Schattenplätze ausgebaut.

Hinzu kamen Hilfsmittel für das assistierte Baden und weitere Elemente, die Sicherheit und Eigenständigkeit verbessern sollen. Nach Aussage der Bürgermeisterin sollen diese Maßnahmen künftig nach und nach auf die gesamte Küste ausgeweitet werden.

Geplant ist außerdem, die Ressourcen für das assistierte Baden zu stärken und zusätzliche angepasste Einrichtungen bereitzustellen. Konkrete Termine oder weitere Strände für eine Zertifizierung wurden in den Berichten nicht genannt.

Bedeutung für Urlauber und Residenten

Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität bieten El Faro, La Bajadilla, Puerto Banús und San Pedro Alcántara nun eine nach festgelegten Kriterien geprüfte Organisation der Barrierefreiheit. Das Siegel bedeutet dabei nicht, dass jeder Bereich des Strandes vollständig ohne Hindernisse erreichbar ist.

Wer Unterstützung benötigt, kann die Koordination des assistierten Badens von jedem Küstenabschnitt im Gemeindegebiet aus kontaktieren. Vor einem Besuch empfiehlt es sich, den gewünschten Strand und die benötigte Hilfe mit dem zuständigen Dienst abzustimmen.

Die personelle Sommersaison läuft laut Stadt bis zum 30. September. Außerhalb dieses Zeitraums sollten Besucher vorab prüfen, welche Betreuung und Ausstattung am jeweiligen Strand verfügbar sind.

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 23. August 2026

Unsere Redaktionsleitlinien

Artikel teilen

Kennst du jemanden, für den dieser Beitrag interessant ist?

Kostenlos abonnieren

Die Spanien-Woche – jeden Sonntag kostenlos im Posteingang

Verpasse keine wichtige Nachricht mehr: Jeden Sonntag senden wir dir die wichtigsten Meldungen aus Spanien. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.