Vier Erdbeben vor Teneriffa registriert – zwei waren auf der Insel spürbar
Die Erdstöße ereigneten sich in Gewässern nordöstlich von Teneriffa. Das IGN geht zunächst von einem tektonischen und nicht von einem vulkanischen Ursprung aus.

Blick über die Nordostküste Teneriffas und den Atlantik, wo vier Erdbeben registriert wurden
Inhaltsverzeichnis
Das spanische Geografische Institut IGN hat am Mittwoch vier Erdbeben in den Gewässern nordöstlich von Teneriffa registriert. Zwei der Erdstöße wurden von Menschen auf der Insel wahrgenommen.
Das stärkste Beben erreichte eine Magnitude von 3,6 mbLg. Es ereignete sich um 18.37 Uhr kanarischer Zeit in 34 Kilometern Tiefe.
Nach einer ersten Einschätzung des IGN hängt die Serie wahrscheinlich mit tektonischer Aktivität zusammen. Hinweise auf einen vulkanischen Ursprung gibt es demnach zunächst nicht.
Vier Erdstöße innerhalb einer Serie
Die vier gemessenen Beben hatten Magnituden von 3,6, 3,0, 2,8 und 2,3. Drei Erdbeben lagen mit 34, 35 und 36 Kilometern in einer ähnlichen Tiefe.
Der Erdstoß der Magnitude 2,8 war mit einem Herd in 16 Kilometern deutlich oberflächlicher. Alle vier Ereignisse wurden in Gewässern nahe der Nordostseite Teneriffas lokalisiert.
Das IGN bezeichnete das Geschehen als seismische Serie. Für das betreffende Meeresgebiet ist eine solche Häufung den Angaben zufolge nicht üblich, da dort normalerweise nicht viele Erdbeben registriert werden.
Zwei Beben waren für Menschen spürbar
Neben dem stärksten Erdstoß wurde auch das Beben der Magnitude 3,0 wahrgenommen. Dieses ereignete sich um 17.57 Uhr in 35 Kilometern Tiefe, also 40 Minuten vor dem stärkeren Ereignis.
Das IGN ordnete beiden wahrgenommenen Beben an den gemeldeten Orten die Intensität II zu. Auf dieser Stufe werden Erschütterungen nur vereinzelt und meist in ruhiger Umgebung bemerkt. Die Magnitude beschreibt dabei die Stärke des Bebens, während die Intensität seine wahrgenommene Wirkung an einem bestimmten Ort angibt.
Berichte über Schäden oder Verletzte liegen nicht vor. Auch besondere Schutzmaßnahmen wurden in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
Wahrnehmungen im Großraum der Hauptstadt
Das Beben der Magnitude 3,6 wurde unter anderem in La Laguna gespürt. Die ausgewerteten Wahrnehmungsmeldungen verorten die Erschütterungen an verschiedenen Stellen des Ballungsraums im Nordosten der Insel.
Für das Beben der Magnitude 3,0 nennt das IGN mehrere konkrete Orte. Dazu zählen Acorán, Tíncer und Santa Cruz de Tenerife im Gemeindegebiet der Inselhauptstadt.
Weitere Meldungen kamen aus El Portezuelo in Tegueste sowie aus La Cuesta und Valle de Guerra in San Cristóbal de La Laguna. Damit war der Erdstoß in mehreren Küsten- und Binnenlagen des nordöstlichen Inselteils leicht wahrnehmbar.
IGN hält tektonischen Ursprung für wahrscheinlich
Für die vorläufige Einordnung betrachtet das IGN sowohl die Tiefe der Erdbebenherde als auch die Entfernung zur Küste. Diese Merkmale sprechen nach Einschätzung der Fachleute zunächst eher für tektonische als für vulkanische Vorgänge.
Tektonische Erdbeben entstehen durch Spannungen und Bewegungen in der Erdkruste. Auf den Kanaren wird seismische Aktivität dennoch aufmerksam beobachtet, da die Inselgruppe vulkanischen Ursprungs ist.
Die bisher veröffentlichten Daten liefern jedoch keinen Hinweis darauf, dass die Serie mit vulkanischer Aktivität auf Teneriffa verbunden ist. Die Einschätzung ist vorläufig und stützt sich auf die bislang ermittelten Positionen und Tiefen der vier Ereignisse.
Bedeutung für Urlauber und Residenten
Aus den gemeldeten Erdbeben ergeben sich derzeit keine Einschränkungen für Bewohner oder Reisende. Straßen, Flughäfen und touristische Einrichtungen sind nach den vorliegenden Informationen nicht betroffen.
Wer eine Erschütterung wahrnimmt, kann sie über die offiziellen Kanäle des IGN melden. Solche Rückmeldungen helfen den Fachleuten, die Intensität und räumliche Wahrnehmung eines Bebens genauer zu bestimmen.
Bei künftigen stärkeren Erdstößen sollten Betroffene den Hinweisen der kanarischen Behörden und des Zivilschutzes folgen. Für diese Serie wurden bislang jedoch weder Schäden noch eine besondere Gefahrenlage gemeldet.
Quelle
Diario de Avisos, elDiario.es, Radio Televisión Canaria – „El terremoto de 3,6 en Tenerife se siente en estas zonas de la Isla“
https://diariodeavisos.elespanol.com/2026/08/terremotos-tenerife-zonas-donde-se-sintio/Redaktion Spanienleben.de
Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.
Veröffentlicht am 27. August 2026
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