Vier Boote mit 56 Migranten erreichen Mallorca und Formentera
Binnen weniger Stunden wurden an mehreren Küstenabschnitten der Balearen Migranten aus Nordafrika und Subsahara-Afrika aufgegriffen.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Kleines Migrantenboot auf dem Meer vor der Küste der Balearen
Inhaltsverzeichnis
Auf Mallorca und Formentera sind an einem Samstag insgesamt 56 Migranten angekommen. Sie waren nach Angaben der Regierungsdelegation auf den Balearen mit vier kleinen Booten unterwegs.
Die Menschen wurden am Morgen an mehreren Stellen entdeckt oder aufgegriffen. Die Einsatzorte lagen bei Cabrera, Cala Galiota, südlich von Formentera und an der Küste von Calvià.
Bereits in den Tagen davor hatten vier weitere Boote die Balearen erreicht. Auf ihnen befanden sich insgesamt 75 Menschen.
Erste Sichtung vor Cabrera
Das erste Boot wurde um 7 Uhr an der Küste der Insel Cabrera gesichtet. An Bord befanden sich zwölf Menschen nordafrikanischer Herkunft.
Cabrera liegt südlich von Mallorca und gehört zu einem geschützten Inselarchipel. Aus dem Bericht geht nicht hervor, wo das Boot seine Fahrt begonnen hatte oder wie lange es auf See gewesen war.
Nur eine halbe Stunde später wurden vier weitere Menschen nordafrikanischer Herkunft in Cala Galiota aufgegriffen. Der Küstenort liegt im Süden Mallorcas und gehört zur Gemeinde Ses Salines.
Rettung südlich von Formentera
Um 9.35 Uhr folgte ein weiterer Einsatz vor Formentera. Rund drei Meilen südlich der Insel wurde ein kleines Boot mit elf Menschen gerettet.
Auch diese Gruppe stammte den Angaben zufolge aus Nordafrika. Weitere Einzelheiten zum Gesundheitszustand der Menschen oder zu ihrer Route wurden nicht genannt.
Formentera ist wegen seiner Lage südlich von Ibiza regelmäßig Ziel kleiner Boote, die aus Nordafrika in Richtung Balearen fahren. Die Überfahrt führt über das offene westliche Mittelmeer.
Größte Gruppe an der Küste von Calvià
Die größte Gruppe des Tages wurde um 10 Uhr an der Küste von ses Illetes in der Gemeinde Calvià aufgegriffen. Es handelte sich um 29 Menschen aus Subsahara-Afrika.
An dem Einsatz waren die Guardia Civil in Calvià und die Einheit für Bürgersicherheit der Kommandantur, USECIC, beteiligt. Ob das Boot selbst ebenfalls gefunden wurde, geht aus dem Bericht nicht eindeutig hervor.
Damit belief sich die Zahl der an diesem Morgen entdeckten oder aufgegriffenen Menschen auf 56. Die vier Einsätze erfolgten innerhalb von nur drei Stunden.
Weitere 75 Ankünfte in den Tagen davor
Schon zuvor waren 75 Menschen maghrebinischer und subsaharischer Herkunft mit vier Booten auf den Balearen angekommen. Eines davon erreichte in der Nacht mit zwölf Menschen die Gewässer vor Mallorca.
Salvamento Marítimo schleppte dieses Boot in den Hafen von Colònia de Sant Jordi. Die Insassen feierten ihre Ankunft, indem sie Leuchtraketen entzündeten.
Zwei weitere Boote wurden im Süden Mallorcas entdeckt. In Portocolom kamen sieben Menschen an. Ein anderes Boot erreichte Cala Santanyí mit 27 Personen.
Das vierte Boot wurde bei s’Estufador auf Formentera abgefangen. An Bord befanden sich 29 Menschen.
Zusammengenommen dokumentieren die beiden Berichte damit 131 Ankünfte auf acht Booten. Da für die Meldungen keine genauen Kalendertage genannt werden, lässt sich der zeitliche Abstand zwischen den Ereignissen nicht näher bestimmen.
Redaktion Spanienleben.de
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Veröffentlicht am 05. September 2026
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