Unwetter auf den Balearen sorgt für 75 Einsätze
Starker Wind und Regen trafen die Inselgruppe. Mallorca verzeichnete 31 Vorfälle, besonders häufig rückten die Einsatzkräfte wegen umgestürzter Bäume aus.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Inhaltsverzeichnis
Das Unwetter auf den Balearen hat innerhalb von 16 Stunden zu 75 Meldungen beim Notruf 112 geführt. Erfasst wurden die Vorfälle zwischen Donnerstag um 14.00 Uhr und Freitag um 06.00 Uhr.
Auf Mallorca rückten die Einsatzkräfte 31-mal aus. Menorca verzeichnete 27 Vorfälle, Ibiza 14 und Formentera drei.
Am häufigsten sorgten umgestürzte Bäume für Probleme. Hinzu kamen Überflutungen, Schäden an städtischen Elementen, Störungen grundlegender Dienste und mehrere Brände.
Manacor und Felanitx besonders betroffen
Auf Mallorca meldete Manacor mit sieben Einsätzen die meisten Vorfälle. In Felanitx wurden sechs Einsätze gezählt.
Calvià und Sant Llorenç kamen jeweils auf drei. Damit konzentrierte sich ein erheblicher Teil der Einsätze auf den Osten und Südosten der Insel.
Für Menorca weist die Bilanz 13 Einsätze in Maó aus. In Alaior waren es sechs und in Es Castell vier. Auf Ibiza entfielen sechs Einsätze auf Sant Josep und vier auf Santa Eulària.
Bäume stürzten auf Straßen und andere Flächen
Die meisten Meldungen im gesamten Archipel betrafen Bäume. In 19 Fällen fielen sie auf die Fahrbahn. Weitere 14 Bäume stürzten an anderen Orten um.
Sieben Einsätze wurden durch gelöste oder herabgefallene städtische Elemente ausgelöst. Fünf Meldungen betrafen Hindernisse oder Flüssigkeiten auf Straßen. In vier Fällen bestand die Gefahr weiterer Ablösungen.
Der Notruf registrierte außerdem acht Hinweise auf Unterbrechungen grundlegender Dienste. Die Notrufzentrale stellte klar, dass daraus nicht automatisch auf großflächige Ausfälle oder eine hohe Zahl betroffener Nutzer geschlossen werden könne. Die Angaben bedeuteten lediglich, dass in den jeweiligen Gemeinden entsprechende Probleme gemeldet wurden.
Überflutungen, Boote und Brände
Die Einsatzkräfte kümmerten sich auch um vier abgetriebene Boote. Zwei Meldungen betrafen Überschwemmungen in Gebäuden oder Betrieben.
Hinzu kamen eine überflutete öffentliche Straße und eine Person in Gefahr im Meer. Ebenfalls erfasst wurden zwei Motorradunfälle sowie mehrere Brände.
Aus der Bilanz geht nicht hervor, wie schwer die einzelnen Schäden waren. Auch zur Zahl möglicher Verletzter machte die Notrufzentrale in der vorliegenden Zusammenfassung keine Angaben.
Freitagmorgen waren noch 13 Einsätze offen
Um 06.00 Uhr am Freitag liefen noch 13 Einsätze. Sechs davon standen mit Störungen grundlegender Dienste in Verbindung.
Betroffen waren Formentera, Felanitx, Sant Llorenç, Ses Salines, Es Mercadal und Maó. Vier offene Einsätze betrafen umgestürzte Bäume. Zwei weitere galten gelösten städtischen Elementen.
Außerdem war zu diesem Zeitpunkt noch ein Einsatz wegen eines überfluteten Betriebs nicht abgeschlossen. Die Verteilung zeigt, dass die Folgen des Unwetters am frühen Morgen auf mehreren Inseln noch nicht vollständig beseitigt waren.
Bedeutung für Urlauber und Residenten
Wer auf den Balearen unterwegs ist, sollte nach dem Unwetter besonders auf Hindernisse und Äste auf Straßen achten. Das gilt vor allem in den stärker betroffenen Gemeinden und auf kleineren Nebenstraßen.
Auch lokal begrenzte Störungen bei grundlegenden Diensten sind möglich. Die Angaben des Notrufs sprechen jedoch nicht für einen automatisch flächendeckenden Ausfall.
Bei unmittelbarer Gefahr ist die europäische Notrufnummer 112 zuständig. In Küstennähe und auf See ist nach starkem Wind zusätzliche Vorsicht angebracht, da mehrere Boote abgetrieben waren und eine Person im Meer in Gefahr geriet.
Quelle
Diario de Mallorca, Ultima Hora, Cadena SER – „Mallorca registra 31 incidentes por el temporal“
https://www.diariodemallorca.es/mallorca/2026/08/21/mallorca-registra-31-incidentes-temporal-133533954.htmlRedaktion Spanienleben.de
Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.
Veröffentlicht am 21. August 2026
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