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Aktuelle Nachrichten 25. August 2026

Unbefristeter Streik bei Airbus Spanien hat begonnen

Rund 14.000 Beschäftigte sind zum Ausstand aufgerufen. Airbus prüft Folgen für Produktion, Kundenverträge und den Standort Spanien.

Airbus-Werksgelände in Spanien mit Produktionshallen und einem Verkehrsflugzeug

Airbus-Werksgelände in Spanien mit Produktionshallen und einem Verkehrsflugzeug

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Bei Airbus Spanien hat am Dienstag, 25. August, ein unbefristeter Streik begonnen. Die Beschäftigten bestätigten den Ausstand zuvor mit großer Mehrheit in Betriebsversammlungen.

Betroffen sind wichtige Standorte des Luftfahrtkonzerns in mehreren Regionen Spaniens. Airbus untersucht nach eigenen Angaben, welche Folgen der Arbeitskampf für Produktion, Kundenvereinbarungen und institutionelle Verpflichtungen haben könnte.

Für den regulären Flugbetrieb von und nach Mallorca wurden bislang keine direkten Auswirkungen gemeldet. Der Streik betrifft den Hersteller und nicht Fluggesellschaften, Flughäfen oder die Flugsicherung.

Mehrheit lehnt das Angebot von Airbus ab

Zu dem Streik haben die Gewerkschaften CGT, UGT und ÚTIL aufgerufen. Abgestimmt wurde in Getafe bei Madrid, San Pablo und Tablada in Sevilla, Illescas in Toledo sowie Albacete. In Cádiz wurde die Versammlung auf den 1. September verschoben. Dort soll die Mehrheitsentscheidung der übrigen Werke übernommen werden.

Die spanische Airbus-Belegschaft umfasst rund 14.000 Menschen. Bereits am Montag hatten Beschäftigte ihre Arbeit für drei Stunden niedergelegt, bevor sie über das weitere Vorgehen entschieden.

Airbus bedauerte die Fortsetzung der Proteste. Das Unternehmen bezeichnete eine schnelle Einigung als „kritisch“ für Kunden und das gemeinsame Projekt in Spanien. Zugleich kündigte die Konzernleitung an, die Gespräche fortzuführen.

Streit um Löhne und Arbeitsbedingungen

Airbus hatte zuletzt ein Lohnplus entsprechend dem Verbraucherpreisindex angeboten. Hinzukommen sollte ein weiterer Prozentsatz, um verlorene Kaufkraft auszugleichen. Konkrete Beträge und Fristen waren jedoch noch nicht festgelegt.

Auch bei der Telearbeit kam das Unternehmen den Beschäftigten entgegen. Die Bedingungen vor Beginn des Konflikts sollten wiederhergestellt werden. Nach Angaben aus den Verhandlungen geht es dabei um zwei Tage Telearbeit pro Woche und den Erhalt bestehender individueller Vereinbarungen.

Die Gewerkschaften bewerteten diese Schritte als nicht ausreichend. Offen sind unter anderem Regelungen zu Urlaub, flexiblen Arbeitszeiten, Kantinen, Sammeltransporten und Buslinien. Hinzu kommen Arbeitsplatzgarantien für das Projekt Bromo, die geplante Zusammenlegung der Raumfahrtgeschäfte von Airbus, Thales und Leonardo.

Konflikt um Zuschläge bei Krankheit

Ein weiterer Streitpunkt betrifft Zuschläge während einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit. Airbus sagte zu, einen Rechtsbehelf vor dem Tribunal Supremo zurückzunehmen.

Die Beschäftigten sollen außerdem zuvor abgezogene Beträge mit der nächstmöglichen Gehaltsabrechnung zurückerhalten. Auch diese Zusage reichte nicht aus, um den unbefristeten Ausstand abzuwenden.

Der Konflikt hatte sich bereits im Juli zugespitzt. Damals wurde ein früherer Streikaufruf zurückgenommen, nachdem die Belegschaft eine Vorvereinbarung zwischen Airbus und den nicht aufrufenden Gewerkschaften CCOO, SIPA und ATP abgelehnt hatte.

Produktion und Lieferketten im Blick

Airbus beziffert die möglichen Produktionsausfälle bislang nicht. Der Konzern prüft nach eigenen Angaben den zusätzlichen Einfluss des Streiks auf Fertigungsverpflichtungen, Kundenverträge und seine Reputation.

Ein länger dauernder Ausstand könnte Arbeitsabläufe an den betroffenen Standorten verzögern. Dadurch wären grundsätzlich auch Zulieferer betroffen, deren Lieferpläne eng mit der Airbus-Produktion abgestimmt sind. Konkrete Engpässe oder Verzögerungen wurden zunächst nicht genannt.

Die wirtschaftliche Ausgangslage des Konzerns ist stark. Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Umsatz um 11,6 Prozent auf 33,873 Milliarden Euro. Der Nettogewinn legte gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 um 50,9 Prozent auf 2,179 Milliarden Euro zu.

Bedeutung für Urlauber und Residenten

Der Streik richtet sich gegen Airbus als Flugzeughersteller. Er ist daher nicht mit einem Ausstand bei Airlines, Flughafenpersonal oder Fluglotsen vergleichbar. Unmittelbare Flugausfälle auf Mallorca sind daraus derzeit nicht abzuleiten.

Mittelbare Folgen wären vor allem bei einem langen Konflikt möglich. Verzögerungen in der Flugzeugproduktion oder bei Wartungs- und Lieferketten könnten später Fluggesellschaften treffen. Dazu liegen bisher jedoch keine konkreten Angaben vor.

Unternehmen und Gewerkschaften wollen trotz des Streiks täglich weiterverhandeln. Entscheidend ist nun, ob sie sich bei Löhnen, Arbeitszeit und weiteren Arbeitsbedingungen annähern können.

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 25. August 2026

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