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Aktuelle Nachrichten 26. August 2026

Unbefristeter Streik bei Airbus Spanien dauert an

Beschäftigte an mehreren spanischen Airbus-Standorten fordern bessere Löhne und verlässliche Zusagen. Unternehmen und Gewerkschaften verhandeln täglich weiter.

Streikende Airbus-Beschäftigte mit Gewerkschaftsfahnen vor dem Werk in Getafe

Streikende Airbus-Beschäftigte mit Gewerkschaftsfahnen vor dem Werk in Getafe

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Der unbefristete Streik bei Airbus in Spanien geht weiter. Am Dienstag, 25. August, begannen Beschäftigte mehrerer Werke bereits um 5.30 Uhr mit Informationsposten und Kundgebungen.

Bis fast zum Mittag kam keine Einigung zwischen dem Unternehmen und den Gewerkschaften zustande. Parallel dazu liefen weitere Gespräche beim Vermittlungsdienst SIMA.

Betroffen sind die Standorte Getafe bei Madrid, San Pablo und Tablada in Sevilla, Illescas in Toledo sowie Albacete. Für das Werk in Cádiz wurde die Belegschaftsversammlung auf den 1. September verschoben.

Beschäftigte fordern konkrete Zusagen

Im Mittelpunkt stehen höhere Löhne und ein Ausgleich für die in den vergangenen Jahren verlorene Kaufkraft. Beschäftigte verlangen zudem mehr Sicherheit bei den Arbeitsbedingungen.

Jorge Jurado arbeitet seit 17 Jahren bei Airbus. Vor dem Werk in Getafe sagte er, die Belegschaft sei müde und werde weitermachen, bis ihre Forderungen erfüllt seien. „Es ist das, was wir alle verdienen“, erklärte er.

Auch Daniel Quijada, der seit mehr als zehn Jahren für das Unternehmen arbeitet, forderte einen stärkeren Schutz der Beschäftigten. Dieser sei nötig, „um eine bessere Zukunft zu haben“.

Auf Plakaten kritisierten Beschäftigte das Verhältnis zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns und ihren Gehältern. Die Gewerkschaften UGT und CGT verlangen vor allem klare Angaben zu Höhe und Zeitplan der angebotenen Lohnsteigerungen.

Angebot von Airbus reichte nicht aus

Airbus hatte am Freitag eine Lohnanpassung entsprechend dem Verbraucherpreisindex angeboten. Hinzukommen sollte ein weiterer Prozentsatz, um einen Teil der verlorenen Kaufkraft auszugleichen.

Das Unternehmen bot außerdem an, wieder zwei Tage pro Woche im Homeoffice zu ermöglichen. Offen blieben jedoch mehrere Punkte. Dazu zählen Urlaub, Kantine, flexible Arbeitszeiten, Sammeltransport und Vereinbarungen zur Arbeitsauslastung im Werk Cádiz.

Die Beschäftigten stimmten am Montag dafür, das Angebot nicht anzunehmen und den unbefristeten Streik zu beginnen. UGT bezeichnete die Beteiligung an den Protesten als „massiv“, nannte aber zunächst keine konkreten Zahlen.

Vermittlung und tägliche Gespräche

Der Protest läuft parallel zu Verhandlungen beim Servicio Interconfederal de Mediación y Arbitraje, kurz SIMA. Die Einrichtung soll bei kollektiven Arbeitskonflikten eine Einigung ohne Gerichtsverfahren ermöglichen.

Den Streik haben UGT, CGT und ÚTIL ausgerufen. An den Gesprächen nehmen auch die nicht streikführenden Organisationen CC OO, SIPA und ATP teil. Nach dem Treffen am Freitag wurde vereinbart, täglich weiterzuverhandeln.

UGT sieht weiterhin Chancen auf eine Vereinbarung, über die anschließend die Belegschaft abstimmen könnte. CGT fordert Airbus auf, „ernsthafte Vorschläge“ vorzulegen. Beide Gewerkschaften verlangen ein eindeutiges und vollständig bewertbares Dokument.

Streit fällt in wirtschaftlich starke Phase

Die Beschäftigten verweisen auf die jüngsten Geschäftszahlen des Konzerns. Airbus steigerte seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2026 um 11,6 Prozent auf 33,873 Milliarden Euro.

Der Nettogewinn erhöhte sich gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 um 50,9 Prozent auf 2,179 Milliarden Euro. Streikende in Getafe argumentieren deshalb, das Unternehmen könne sein Angebot nachbessern.

Airbus äußerte sich am Dienstag nicht öffentlich zum aktuellen Stand der Verhandlungen. Bereits am Freitag hatte der Konzern jedoch eine schnelle Lösung gefordert. Eine Einigung in den nächsten Tagen sei für das Unternehmen, seine Kunden und das gemeinsame Projekt in Spanien entscheidend.

Produktion und Ruf des Konzerns unter Druck

Airbus warnte nach der Bestätigung des Streiks vor den Folgen eines längeren Konflikts. Genannt wurden Risiken für die Produktion und für den Ruf des Unternehmens.

Im Zuge der Gespräche sagte Airbus zudem zu, einen Rechtsbehelf beim Obersten Gericht zurückzunehmen. Dabei geht es um Lohnzuschläge während krankheitsbedingter Fehlzeiten. Nach einer Entscheidung zugunsten der Gewerkschaften sollen einbehaltene Beträge mit der frühestmöglichen Gehaltsabrechnung zurückgezahlt werden.

Wie lange der Ausstand dauert, ist offen. Die Gewerkschaften halten eine Einigung in den kommenden Tagen für möglich. Bis ein von den Beschäftigten akzeptiertes Ergebnis vorliegt, sollen die Arbeitsniederlegungen jedoch fortgesetzt werden.

Quelle

El País – „Comienza la huelga indefinida de los trabajadores de Airbus: “Pedimos lo que merecemos”“

https://elpais.com/economia/2026-08-25/comienza-la-huelga-indefinida-de-los-trabajadores-de-airbus-pedimos-lo-que-merecemos.html

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 26. August 2026

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