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Aktuelle Nachrichten 03. September 2026

Uber wirbt um Taxifahrer in Santa Cruz de Tenerife

Von Redaktion Spanienleben.de

Der Fahrdienstvermittler setzt zunächst auf örtliche Taxis statt auf eigene VTC-Fahrzeuge. Taxi-Verbände warnen ihre Mitglieder vor einer Zusammenarbeit.

Taxis auf einer Straße im Zentrum von Santa Cruz de Tenerife

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Taxis auf einer Straße im Zentrum von Santa Cruz de Tenerife

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Uber bereitet offenbar den Markteintritt in Santa Cruz de Tenerife vor. Das Unternehmen hat begonnen, örtliche Taxifahrer zu kontaktieren und ihnen eine Zusammenarbeit über die App UberX anzubieten.

Nutzer könnten darüber Fahrten im Großraum der Inselhauptstadt buchen. Ausgeführt würden sie zunächst von regulären Taxis, die sich der Plattform anschließen.

Die Taxi-Verbände La Gremial del Taxi und Taxi Sí Canarias sehen diese Entwicklung kritisch. Ihr Präsident Zebenzui Pérez fordert die Fahrer auf, sich Uber nicht anzuschließen.

Einstieg über bestehende Taxilizenzen

Nach Darstellung von Pérez tritt Uber als Vermittler zwischen Fahrgästen und verfügbaren Fahrdiensten auf. Das können sowohl Taxis als auch Fahrzeuge mit Fahrerlaubnis, sogenannte VTC, sein.

Auf Teneriffa und in anderen Teilen der Kanaren sind die VTC-Zulassungen jedoch Gegenstand gerichtlicher Verfahren. Uber wendet sich deshalb laut Pérez derzeit an Taxifahrer. Sie könnten Aufträge über die Plattform annehmen und dabei ihre eigenen Fahrzeuge und Taxilizenzen nutzen.

Dieses Modell wird als „Taxi Uber“ bezeichnet und ist bereits in anderen autonomen Gemeinschaften Spaniens verfügbar. Für Fahrgäste läuft die Buchung über die App UberX.

Pérez sieht keine zusätzliche Genehmigung als nötig an

Nach Einschätzung des Verbandspräsidenten benötigt Uber für diese reine Vermittlung weder eine Genehmigung der kanarischen Regierung noch der Stadtverwaltung von Santa Cruz. Das Unternehmen greife bei diesem Vorgehen nicht auf VTC-Fahrzeuge zurück, sondern vermittle Fahrten an bereits zugelassene Taxis.

Auch die Taxifahrer könnten frei entscheiden, ob sie sich der Plattform anschließen. Pérez zufolge könne die öffentliche Verwaltung dies nicht verhindern, solange Uber den Einstieg über reguläre Taxis organisiert.

Ob und wann die ersten Fahrten tatsächlich angeboten werden, geht aus dem Bericht nicht hervor. Auch Angaben zu Preisen, Provisionen oder zur Zahl der bereits angesprochenen Fahrer liegen nicht vor.

Taxi-Verbände warnen vor späterer Konkurrenz

Pérez hält eine Zusammenarbeit dennoch für einen Fehler. Er befürchtet, dass Uber später die derzeit von Gerichtsverfahren betroffenen VTC-Fahrzeuge in sein Angebot aufnehmen könnte.

Dann könnte sich der Schwerpunkt nach seiner Einschätzung von den angeschlossenen Taxis auf Uber-VTC verlagern. Die Verbände versuchen deshalb, Taxifahrer davon abzuhalten, ihre Lizenzen für das Plattformmodell einzusetzen.

Die Warnung richtet sich nicht gegen die digitale Bestellung von Taxis an sich. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Sorge, dass die Fahrer Uber zunächst beim Aufbau eines Kundenstamms helfen und später stärkerem Wettbewerb durch VTC-Fahrzeuge ausgesetzt sein könnten.

Eigene Taxi-App der Stadt angekündigt

Santa Cruz soll in einigen Monaten eine eigene Anwendung für Taxifahrten erhalten. Pérez zufolge wird sie von der Stadtverwaltung vorangetrieben und soll einen ähnlichen Mechanismus wie Uber bieten.

Die geplante App soll sowohl den Fahrgästen als auch den Taxifahrern Vorteile bringen. Weitere Einzelheiten zum Starttermin und zu den vorgesehenen Funktionen wurden in dem Bericht nicht genannt.

Damit zeichnet sich ein Wettbewerb um die digitale Vermittlung von Taxifahrten in der Hauptstadt Teneriffas ab. Neben Uber könnte künftig eine kommunal unterstützte Lösung stehen, die direkt auf das örtliche Taxigewerbe zugeschnitten ist.

Bedeutung für Urlauber und Residenten

Für Fahrgäste könnte der Einstieg von Uber eine weitere Möglichkeit schaffen, in Santa Cruz und im Großraum der Hauptstadt ein Taxi per Smartphone zu bestellen. Zum geplanten Start, zum genauen Bediengebiet und zu den Tarifen gibt es bislang jedoch keine konkreten Angaben.

Wer die Uber-App bereits nutzt, sollte deshalb nicht davon ausgehen, dass das Angebot sofort verfügbar ist. Sollte das Modell starten, könnten zunächst reguläre Taxis erscheinen, auch wenn die Fahrt über UberX gebucht wurde.

Parallel arbeitet die Stadt an einer eigenen Taxi-App. Für Urlauber und Bewohner könnten dadurch künftig mehrere digitale Bestellwege zur Verfügung stehen.

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 03. September 2026

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