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Aktuelle Nachrichten 26. August 2026

Teure Kraftstoffe bringen Spaniens Staat rund 380 Millionen Euro zusätzlich

Die Rückkehr zum regulären Mehrwertsteuersatz und steigende Preise an den Tankstellen lassen die Einnahmen kräftig wachsen. Beim Diesel greift ab September eine höhere Entlastung.

Autofahrer betankt sein Fahrzeug an einer spanischen Tankstelle mit sichtbaren Zapfsäulen

Autofahrer betankt sein Fahrzeug an einer spanischen Tankstelle mit sichtbaren Zapfsäulen

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Spaniens Staat nimmt in diesem Sommer durch Benzin und Diesel voraussichtlich rund 380 Millionen Euro zusätzlich ein. Grundlage der Schätzung sind der wieder erhöhte Mehrwertsteuersatz, steigende Kraftstoffpreise und der starke Reiseverkehr während der Ferienzeit.

Besonders deutlich fällt der Effekt beim Diesel aus. Dessen durchschnittlicher Preis ist seit Anfang August um 7,5 Prozent auf 1,88 Euro je Liter gestiegen. Benzin 95 verteuerte sich im selben Zeitraum um fast 5 Prozent auf 1,74 Euro.

Mehrwertsteuer wieder bei 21 Prozent

Seit dem 1. Juli gilt für Kraftstoffe wieder der reguläre Mehrwertsteuersatz von 21 Prozent. Zuvor war der IVA für ein Quartal vorübergehend auf 10 Prozent gesenkt worden, um den Anstieg der Preise an den Tankstellen zu begrenzen.

Die Entlastung war nach der Schließung der Straße von Hormus und der militärischen Intervention der USA im Iran eingeführt worden. Die anschließende Eskalation hatte die Ölpreise nach oben getrieben.

Gleichzeitig wurde die Ermäßigung bei der besonderen Kohlenwasserstoffsteuer im Juli auf 15 Cent pro Liter gekürzt. Diese Maßnahme konnte den Effekt der höheren Mehrwertsteuer auf die Endpreise nicht ausgleichen.

August bringt den größten Einnahmeschub

Im Juli nahm der Staat nach Berechnungen des spanischen Tankstellenverbands CEEES zunächst weniger ein. Gegenüber einer Besteuerung mit 21 Prozent IVA und dem Ende Juli geltenden Satz der Kohlenwasserstoffsteuer lag das Minus demnach bei rund 47 Millionen Euro.

Davon entfielen etwa 16,7 Millionen Euro auf Benzin und mehr als 31 Millionen Euro auf Diesel. Die Schätzung basiert auf den Verbrauchsdaten des ersten Halbjahres. Der Kraftstoffverbrauch war dabei im Jahresvergleich um knapp 1 Prozent gestiegen.

Im August kehrte sich die Entwicklung um. Wegen der höheren Preise und des starken Ferienverkehrs werden zusätzliche Einnahmen von insgesamt 427 Millionen Euro erwartet. Davon sollen fast 46 Millionen Euro aus dem Benzinverkauf und mehr als 381 Millionen Euro aus dem Verkauf von Autodiesel stammen.

Nach Abzug des Einnahmeminus aus dem Juli bleiben rund 380 Millionen Euro zusätzlich. Die Summe könnte noch steigen, falls sich Kraftstoffe in der letzten Augustwoche weiter verteuern.

Höhere Preise steigern auch den Steueranteil

Der Mehrwertsteuerbetrag wächst mit dem Nettopreis des Kraftstoffs. Steigt der Grundpreis, nimmt der Staat bei einem unveränderten Satz von 21 Prozent automatisch mehr ein.

Die Regierung setzt zur Entlastung auf eine lineare Senkung der Kohlenwasserstoffsteuer und nicht auf einen erneut reduzierten IVA-Satz. Diese Variante belastet die Steuereinnahmen weniger stark. Eine Mehrwertsteuersenkung war zuvor auch auf Kritik aus Brüssel gestoßen, weil sie nach Auffassung der EU nicht mit den europäischen Regeln vereinbar war.

Dieselrabatt steigt ab September

Für Dieselfahrer ist ab dem 1. September eine größere Entlastung bestätigt. Der Abschlag bei der Kohlenwasserstoffsteuer steigt von derzeit 10 auf 20 Cent je Liter.

Grund dafür ist der Preisanstieg bei Diesel um 15 Prozent im Juli. Damit wurde eine Schutzklausel ausgelöst, die eine Ausweitung des Abschlags vorsieht.

Bedeutung für Urlauber und Residenten

Wer Ende August längere Strecken in Spanien fährt, muss weiter mit hohen Tankkosten rechnen. Besonders Diesel bleibt trotz der bisherigen Steuerentlastung teuer.

Ab September dürfte der höhere Abschlag Dieselfahrer entlasten. Wie stark er sich an der Zapfsäule bemerkbar macht, hängt jedoch auch von der weiteren Entwicklung der Grundpreise ab. Für Benzin ist in dem Bericht keine vergleichbare neue Entlastung genannt.

Quelle

ABC – „El Gobierno aprovecha la escalada de los combustibles para recaudar 400 millones extra este verano“

https://www.abc.es/economia/cuentas-corrientes/gobierno-recauda-400-millones-extra-verano-subida-20260826013808-nt.html

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 26. August 2026

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