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Aktuelle Nachrichten 30. August 2026

Teneriffa aktualisiert Hochwasserrisiko: 27 Gebiete betroffen

Von Redaktion Spanienleben.de

Die neue Risikokarte für 2027 bis 2033 nennt 27 Gebiete mit 30 Teilabschnitten in 16 Gemeinden. Sie ist Vorsorgeplanung, keine akute Warnung.

Barranco auf Teneriffa mit symbolischer Kartendarstellung des Wasserlaufs

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Barranco auf Teneriffa mit symbolischer Kartendarstellung des Wasserlaufs

Inhaltsverzeichnis
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Teneriffa überarbeitet seine Hochwasserrisikokarte. Der Inselrat und der Consejo Insular de Aguas haben 27 Gebiete mit potenziell erheblichem Hochwasserrisiko identifiziert. Sie verteilen sich auf 30 einzelne Teilabschnitte in 16 Gemeinden und umfassen zusammen rund 101 Kilometer Wasserläufe.

Die neue Karte ist ein Planungsinstrument für den Zeitraum 2027 bis 2033. Sie ist keine aktuelle Unwetterwarnung und bedeutet nicht, dass in den genannten Gemeinden unmittelbar eine Überschwemmung bevorsteht.

Diese 16 Gemeinden sind berücksichtigt

Die 30 kartierten Teilabschnitte liegen in Santa Cruz de Tenerife, San Cristóbal de La Laguna, Puerto de la Cruz, La Orotava, Los Realejos, Guía de Isora, Adeje, Tegueste, La Guancha, Icod de los Vinos, Garachico, Los Silos, Santiago del Teide, Arona, Granadilla de Abona und Candelaria.

Mehrere Bereiche erstrecken sich über Gemeindegrenzen. Deshalb kann eine einzige Risikozone in mehr als einer Kommune auftauchen. Die Zahl von 27 Risikogebieten und die Zahl von 30 Teilabschnitten widersprechen sich nicht: Drei Gebiete wurden für die Kartierung in mehrere Abschnitte unterteilt.

Barrancos im Norden, Süden und Großraum Santa Cruz

Im Großraum Santa Cruz und La Laguna gehören unter anderem die Barrancos del Bufadero, de Santos, del Hierro und del Muerto sowie mehrere Zuflüsse des Barranco de Santos zu den untersuchten Bereichen.

Im Norden werden unter anderem San Felipe, Lomo de los Pastores, Martiánez, Palo Blanco, La Herrera, del Preceptor, La Hoya und de Blas erfasst. Im Westen und Süden gehören die Bereiche Archipenque, San Juan, Barranco del Infierno, Torviscas, de Guía, La Carnada, Aquilino, Los Mogotes, Cha Joaquina, de la Barca und Castro Nuevo dazu. In Candelaria wird außerdem Los Guirres geführt.

Die Aufnahme in die Karte bedeutet nicht, dass ein kompletter Ort überflutungsgefährdet ist. Untersucht werden konkrete Wasserläufe und deren mögliche Ausbreitungsflächen.

Wie die neue Risikokarte entsteht

Für die Aktualisierung werden verschiedene Datenquellen kombiniert. Drohnen liefern hochauflösende Aufnahmen schwer zugänglicher Schluchten. LiDAR-Messungen erfassen die Geländeform mit Lasertechnik. Mit dem zweidimensionalen Modell IBER lässt sich berechnen, wie Wasser bei unterschiedlichen Abflussmengen durch einen Barranco fließen und sich in tiefer liegende Flächen ausbreiten könnte.

Die Modelle berücksichtigen Szenarien mit Wiederkehrzeiten von 10, 100 und 500 Jahren. Diese Werte sind statistische Wahrscheinlichkeiten und kein fester Kalender. Ein "100-jährliches" Ereignis kann auch zweimal in kurzer Folge auftreten; gemeint ist eine jährliche Wahrscheinlichkeit von ungefähr einem Prozent.

Karte dient dem Schutz bis 2033

Die Ergebnisse fließen in den dritten Planungszyklus des Hochwasserrisikomanagements für die Jahre 2027 bis 2033 ein. Behörden können damit Prioritäten für Schutzmaßnahmen, Warnsysteme, Bauplanung und die Pflege von Wasserläufen festlegen.

Nach der Veröffentlichung im Amtsblatt der Kanaren ist eine dreimonatige öffentliche Beteiligung vorgesehen. Gemeinden, Verbände, Eigentümer und Bürger können in dieser Phase Unterlagen prüfen und Stellungnahmen einreichen.

Was bedeutet die Karte für Eigentümer?

Grundstückseigentümer sollten zunächst prüfen, ob ihre konkrete Parzelle tatsächlich innerhalb einer ausgewiesenen Gefahren- oder Risikofläche liegt. Die bloße Nennung einer Gemeinde reicht dafür nicht aus.

Je nach Lage können Risikokarten bei Bauvorhaben, Versicherungen oder kommunalen Schutzmaßnahmen eine Rolle spielen. Rechtliche Folgen lassen sich jedoch nur anhand der veröffentlichten Karten und der jeweils geltenden Raum- und Bauplanung beurteilen.

Wer in der Nähe eines Barranco wohnt, sollte Entwässerungswege nicht blockieren und lokale Warnsysteme beachten. Bei einer amtlichen Unwetterwarnung sind die Hinweise des Cabildo, der Gemeinde und des kanarischen Notdienstes 112 maßgeblich.

Hinweise für Wanderer und Urlauber

Barrancos sind beliebte Wandergebiete, können sich bei Starkregen aber sehr schnell verändern. Regen muss dabei nicht direkt am eigenen Standort fallen: Wasser kann aus höher gelegenen Einzugsgebieten heranströmen.

Bei Warnungen vor Starkregen sollten Schluchten, Unterführungen und tief liegende Straßen gemieden werden. Absperrungen sind zu respektieren. Die neue Karte ersetzt weder Wetterprognosen noch aktuelle Warnungen der Behörden.

Fazit

Teneriffa schafft mit der aktualisierten Hochwasserrisikokarte eine genauere Grundlage für die Vorsorge bis 2033. Erfasst sind 27 Risikogebiete mit 30 Teilabschnitten in 16 Gemeinden.

Für Bewohner, Eigentümer und Besucher ist die wichtigste Einordnung: Die Karte zeigt statistische Risiken und Planungsbedarf. Sie ist keine Vorhersage eines unmittelbar bevorstehenden Hochwassers.

Quelle

Europa Press, Canarias Ahora, Consejo Insular de Aguas de Tenerife – „Tenerife actualiza el mapa de riesgo de inundación con 27 áreas“

https://www.europapress.es/islas-canarias/noticia-tenerife-actualiza-mapa-riesgo-inundacion-27-areas-20260827.html

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 30. August 2026

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