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Aktuelle Nachrichten 31. August 2026

Studentenzimmer in Málaga werden teurer als in Sevilla

Von Redaktion Spanienleben.de

Internationale Studierende prägen den Mietmarkt in Andalusiens Hochschulstädten. Besonders angespannt ist die Lage an der Costa del Sol.

Mehrere Studierende mit Rucksäcken vor Wohnhäusern in Málaga

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Mehrere Studierende mit Rucksäcken vor Wohnhäusern in Málaga

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Málaga verzeichnet unter wichtigen spanischen Hochschulstädten den stärksten Anstieg bei den Preisen für Studentenzimmer. Ein möbliertes Zimmer kostete dort im zweiten Quartal 2026 im Mittel 550 Euro pro Monat. Das waren 10 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Sevilla blieb deutlich günstiger. Dort lag der Mittelwert bei 390 Euro und damit 1,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Entwicklung trifft auf eine wachsende Zahl internationaler Studierender in Andalusien.

Mehr als 22.000 ausländische Hochschüler kommen inzwischen zum Studium in die Region. Viele suchen keine Wohnheime, sondern Zimmer in Wohngemeinschaften. Das verstärkt den Wettbewerb in ohnehin angespannten Märkten.

Málaga liegt klar vor Sevilla

Die Zahlen des Mietportals HousingAnywhere zeigen große Unterschiede innerhalb Spaniens. Málaga liegt mit 550 Euro fast auf dem Niveau von Bilbao. Dort werden durchschnittlich 553 Euro verlangt. Madrid kommt auf 600 Euro und Barcelona auf 650 Euro.

In Sevilla beträgt der Durchschnitt 390 Euro. Die Differenz zu Málaga liegt damit bei 160 Euro im Monat. Für ein zehnmonatiges Studienjahr ergibt sich rechnerisch ein Unterschied von 1.600 Euro.

Auch innerhalb der Städte schwanken die Angebote stark. In Málaga wurden Zimmer in La Trinidad und La Luz für 350 Euro angeboten. In Cruz del Humilladero waren es bis zu 625 Euro. Im Zentrum erreichten Angebote 950 Euro.

In Sevilla begannen genannte Angebotspreise bei 250 Euro in Amate und 300 Euro in Tiro de Línea. In Alameda de Hércules wurden bis zu 620 Euro verlangt. Lage, Tourismus und Nähe zum Zentrum beeinflussen den Preis erheblich.

Internationale Nachfrage nimmt zu

Andalusien gehört zu den bevorzugten Zielen internationaler Studierender. Ihr Zuwachs geht sowohl auf Erasmus und andere Mobilitätsprogramme als auch auf reguläre Einschreibungen zurück.

Besonders deutlich stieg spanienweit die Zahl der Studierenden aus den USA und Kanada. Das Plus lag bei mehr als 21 Prozent. Aus Nordafrika kamen 14 Prozent mehr Studierende, aus Lateinamerika und der Karibik 7,6 Prozent mehr. Bei Studierenden aus der Europäischen Union betrug der Zuwachs 3,3 Prozent.

Granada nimmt jährlich rund 6.000 internationale Studierende auf. An der Universität Sevilla sind es etwa 3.000. Für Málaga werden rund 2.000 genannt. Hinzu kommen Studierende an privaten und anderen nicht staatlichen Hochschulen.

Unterschiedliche Daten, gleicher Trend

Die ausgewerteten Plattformdaten sind nicht unmittelbar miteinander vergleichbar. HousingAnywhere betrachtet möblierte Zimmer, die im zweiten Quartal 2025 oder 2026 Interesse erhielten. Insgesamt flossen 13.342 Inserate aus mehreren spanischen Städten in die Untersuchung ein.

Live4Life nennt für Sevilla dagegen einen Mittelwert von 358 Euro. Eine weitere Auswertung beziffert den durchschnittlichen Zimmerpreis in Andalusien auf etwa 400 Euro. Die Abweichungen können aus unterschiedlichen Zeiträumen, Angebotsarten und Datengrundlagen entstehen.

Der Trend ist dennoch klar. Internationale Studierende verfügen teilweise über höhere Budgets, besondere Stipendien oder stärkere finanzielle Unterstützung ihrer Familien. Studierende mit weniger Geld müssen deshalb häufig weiter außerhalb suchen, kleinere Zimmer wählen oder mit mehr Personen zusammenleben.

Wohnheime kosten häufig ab 700 Euro

Eine Alternative zum WG-Zimmer sind Studentenwohnheime und Colegios Mayores. Ein einfacher Wohnheimplatz kostet den Berichten zufolge inzwischen rund 700 Euro im Monat. Verpflegung ist dabei nicht immer enthalten.

Wer ein Einzelzimmer möchte, muss mit mindestens 100 Euro zusätzlich rechnen. Der durchschnittliche monatliche Aufwand kann dadurch etwa 800 Euro erreichen. Einige Anlagen werben gezielt mit Dachterrassen, Ausblick, Fitnessräumen, Kino oder zentraler Lage um internationale Gäste.

Bedeutung für Studierende und Familien

Wer in Málaga oder Sevilla studieren möchte, sollte Stadtteil und Wohnform früh vergleichen. Kurzfristig gebuchte Zimmer können teurer sein. Nebenkosten sind zudem nicht in jedem Angebot enthalten.

Eine WG bleibt meist günstiger als ein eigenes Studio. Auf jedes angebotene Studio kommen im Mittel 17 Interessenten. Bei Zimmern sind es 6,6. Granada bietet mit durchschnittlich 333 Euro und einem Preisrückgang von 2,9 Prozent eine deutlich preiswertere Alternative innerhalb Andalusiens.

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 31. August 2026

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